Wechsel von Goretzka zum FC Bayern perfekt 

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Wenig übersichtlich ist die Parksituation am Skistadion. Weil Markierungen für Parkplätze fehlen, stellen die Autofahrer ihre Wagen nach Lust und Laune ab.

Zu wenig Automaten, keine Markierungen

Chaotische Zustände am Olympia-Skistadion

Sommer, Sonne und Ferien: Wenn diese Faktoren zusammenkommen, brechen auf dem Parkplatz am Olympia-Skistadion „chaotische Zustände“ aus. Beschwerden werden nicht gehört und große Veränderungen scheinen in weiter Ferne zu liegen.

Garmisch-Partenkirchen –Viele Leute stört die Situation am Parkplatz beim Olympia- Ski-Stadion in Garmisch-Partenkirchen. Gerade jetzt, während der touristischen Hochsaison. Kathrin Ostermair ist eine dieser Personen. Die Inhaberin der Eckbauerbahn und des Olympiahauses beklagt, dass die Gäste „kreuz und quer“ auf dem Gelände parken. Die Ursache liege im Fehlen von einzelnen Stellplatz-Markierungen oder zumindest einem Einweiser, der den Autofahrern Plätze zuteilt. Bis jetzt gibt es nur mehrere Reihen von Betonabsperrungen, die den Parkenden eine grobe Linie vorgeben.

Aber auch die Autofahrer scheinen selbst nicht ganz unschuldig zu sein: Das zeigt ein Vorfall den Sybille Pander, eine Gästeführerin, die ihre Tour-Teilnehmer oft am besagten Parkplatz abholt, beobachtet hat: Am Mittwoch vergangener Woche war „der komplette Busparkplatz“ durch Wohnmobile und normale Autos „zugeparkt“ – obwohl nur einige Meter weiter „noch ausreichend Parkplätze frei waren“.

Durch die hohe Frequentierung ergibt sich auch noch ein weiteres Problem, gerade für Ostermair: Immer mehr Leute kommen zu ihr, um Geld für den Parkscheinautomaten zu wechseln. „Man hilft gerne“, aber bei so vielen Menschen wird es neben dem Geschäft zu Spitzenzeiten teilweise zu einer Belastung. Viele Gäste beschweren sich unter diesen Umständen aber auch bei ihr. Was sie ärgert: Auf dem Parkplatz, mit dem die Gemeinde laut Rathaus 2015 etwa 148 500 Euro an Gebühren einnahm, gibt es nämlich nur einen Wechselautomaten, der höchstens Zehn-Euro-Scheine annimmt. Eine Lösung dieses Problems scheint erstmal nicht in Sicht zu sein. Laut der Rathaus-Sprecherin Ute Leitner, ist zumindest keine Aufstockung der Geräte geplant. Da „Wechselautomaten erfahrungsgemäß oft zum Wechseln von größeren Scheinen von Nicht-Parkplatznutzern missbraucht werden“.

Auch Margit Höss vom Sportquartier kann bei der derzeitigen Lage nur noch den Kopf schütteln. Man sei zwar nicht direkt von den Problemen betroffen – es gibt sogar einen eigenen Parkplatz für die Kunden. Trotzdem bekommen auch die Betreiber des Sportquartiers die problematische Lage mit. Deswegen hat Höss bereits im Juli beim Ordnungsamt angerufen und eine E-Mail geschrieben, um auf die Probleme hinzuweisen. Getan hat sich bis jetzt nichts: Erst vergangene Woche habe sie wegen einer aktuellen Beobachtung erneut eine E-Mail geschrieben. Ohne Reaktion. Leitner meint auf Anfrage sogar, dass in diesem Jahr „noch keine einzige Beschwerde“ wegen des Parkplatzes beim Ordnungsamt eingegangen sei.

Höss geht davon aus, dass an „machen Tagen die Sicherheit“ der Gäste und Einheimischen gar nicht mehr gewährleistet werden könne. Diese Vermutung kann Hans Steinbrecher, Leiter des Rettungsdienstes des Bayerischen Roten Kreuz in Garmisch-Partenkirchen, entkräften. Ihm sind „bis jetzt noch keine Behinderungen“ bei Einsätzen in dieser Gegend zu Ohren gekommen. Die wichtigen Rettungswege seien bei bisherigen Einsätzen immer passierbar gewesen.

Grundsätzlich ist der Marktgemeinde das Park-Chaos bereits seit Jahren bekannt. Mit Maßnahmen wie den Betonabsperrungen versuchen die Verantwortlichen im Rathaus, „die Parksystematik zu optimieren“, erklärt Leitner. Sie verweist außerdem auf das städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK. „Das ganze Areal rund um das Skistadion ist ein Schwerpunktthema“ dieses Projekts. Bis die ersten größeren Baumaßnahmen ergriffen werden, wird es aber wohl noch einige Zeit dauern. Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes soll das Areal laut Leitner „in den nächsten Jahren überplant werden“.

Selim Kücükkaya

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