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Genießen die Atmosphäre: die Sieger Alexia Runggaldier und Dominik Windisch. Nicht nur die beiden Südtiroler heben die herausragende Stimmung des City-Biathlons hervor. 
City-Biathlon in Garmischer Fußgängerzone - die Bilder.
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Veranstaltung in wieder ein Erfolg

City-Biathlon in Garmischer Fußgängerzone ein Erfolg - Aber hat das Event eine Zukunft?

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Gänsehautmomente, tausende Zuschauer – als wäre nichts gewesen: Der City-Biathlon gestern in der Garmischer Fußgängerzone machte den Ärger im Vorfeld vergessen. Fast.

Garmisch-Partenkirchen – Es gibt diese Tage zum Vergessen. Donnerstag, 27. Dezember, war für Peter Fischer so einer. Erst teilt ihm der Deutsche Skiverband mit: Die Top-Stars Franziska Preuß und Benedikt Doll werden nicht bei seinem City-Biathlon in der Garmischer Fußgängerzone am Sonntag starten. Dann meldet sich Reporter Karlheinz Kas beim Chef des SC Garmisch. Er wird als Moderator ausfallen – Hörsturz. Um die Athleten kümmerte sich der Verband, schickte Karolin Horchler sowie Roman Rees. Der Sprecher blieb Fischers Baustelle. Zwei Tage vor dem Start fand er mit Radio- und Fernseh--Frau Andrea Otto einen mehr als adäquaten Ersatz. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer zeigte sich beeindruckt. „Sie bekommen immer alles hin, oder?“ Ja, tut Fischer wohl. Nur ob er es auch weiterhin hinbekommen will – das war zuletzt nicht klar.

Jeder stellt die eine Frage nach der Zukunft

Wird es 2019 einen City-Biathlon geben? Die Frage schwebte über der 23. Auflage. Fernsehreporter von Sky und Bayerischem Rundfunk haben sie Fischer gestellt, Printmedien, Athleten, Helfer. Ein klares „Ja“ bekam niemand. Aber auch kein Nein – nicht mehr. Am Donnerstag hätte Fischer damit geantwortet. Am Freitag auch. Sogar noch am Samstag. Tief saßen Frust und Enttäuschung. Nicht darüber, dass der DSV die Zugpferde, Sprint-Weltmeister Doll und die achtfache Weltcup-Gewinnerin Preuß abgezogen hatte, damit sie auf Schalke die erkrankten Vanessa Hinz und Erik Lesser ersetzen. Eine wirtschaftliche Entscheidung. Das Biathlon-Top-Event mit 46 000 Zuschauern vor Ort und einem Millionen-Publikum an den Fernsehern ist für den DSV eine wichtige Einnahmequelle. Das versteht Fischer. Nicht aber den Stil. Ihn per E-Mail zu informieren, ohne das persönliche Gespräch zu suchen – „so geht man unter Partnern nicht miteinander um“, sagt der SCG-Vorsitzende und Chef des Ski-Weltcup-Organisationskomitees. Auch, dass sich keiner entschuldigt hat, stört ihn. Fehler zu machen – für Fischer kein Problem. Zu Fehlern nicht zu stehen – ein Unding. Das fordert er ein, ebenso wie Respekt und Vertrauen. Beides hat gelitten. Beides bildet die Basis bei seiner Antwort auf die Frage nach dem 24. City-Sprint.

Ja, sagt er, es wird ihn geben. Unter einer Bedingung: Fischer will eine Garantie. „Dass so etwas nicht noch einmal passiert.“ Er braucht nichts Schriftliches, das Wort und ein Handschlag reichen. Damit sich er, Helfer und Zuschauer darauf verlassen können, dass die angekündigten Athleten auch starten.

Veranstaltung wichtig für den heimischen Biathlon-Nachwuchs

Sterben lassen will er die Veranstaltung – bei der er jedes Jahr aufs Neue hart um Sponsoren kämpft – nicht. Zu wichtig sei sie für den Ort als Werbung, zu begeistert seien die die Athleten. Und eine zu große Rolle spielt sie für den Biathlon-Sport in der Region. Denn was kaum einer erwähnt: 2500 Euro kommen dem Nachwuchs am Stützpunkt in Kaltenbrunn zugute, zudem Einnahmen aus dem „Glücksrad“ der Spielbank. Keine enormen Summen. „Aber uns hilft alles,“ betont Trainer Bernhard Kröll. Eine Unterstützung vom Verband erhält Kaltenbrunn nicht, auch wenn sich der Standort längst als Kaderschmiede bewiesen hat. Ausnahmeathleten wie Magdalena Neuner, Martina Beck (Glagow) und Laura Dahlmeier wurden dort geformt.

Dahlmeiers Name fiel häufig dieser Tage, als bekannt wurde, dass Doll und Preuß ausfallen. Den heimischen Top-Star zu präsentieren – sei es nur für zwei Ehrenrunden vor den Fans – hätte dem City-Biathlon einen Schub verliehen. Doch lange im Vorfeld hatte die Garmisch-Partenkirchnerin der Veranstaltung eine Absage erteilt.

Zuschauer kommen nur für den City-Sprint

So oder so: Die Menschen mögen den Sprint. Dafür lieferten sie am Sonntag einmal mehr den Beweis. Die Fußgängerzone rechts und links der 250 Meter langen Rennstrecke war voll, wieder strömten geschätzt 9000 Zuschauer herbei. „Definitiv nur für den City-Sprint“, betonte TV-Koordinator Florian Fischer. Denn die Geschäfte hatten geschlossen, ein Einkaufserlebnis suchte niemand. Dafür Stimmung. Die fand man. Es wurde gejubelt, geklatscht, angefeuert. Die Atmosphäre – „einmalig“, schwärmt Trainer Kröll. Davon bekommen auch die Athleten nicht genug.

Die Nachwuchsläufer Hanna Kebinger aus Grainau und Tim Grotian aus Mittenwald waren noch am Vorabend auf Schalke gelaufen. Garmisch wollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. „Es ist einfach der Hammer hier“, sagt Kebinger. „Mega-Stimmung“, sagt Grotian. „Superschade“ fänden beide ein Aus. Weltcup-Athletin Anna Weidel hielt sich nicht mit Endzeitgedanken auf. Sie kündigte eine Revanche für 2019 an. Dann will sie den Sieg wieder nach Bayern holen. In diesem Jahr ging er nach Südtirol an Alexia Runggaldier und Dominik Windisch. Auch sie kommen wieder. „Danke an alle“ rief Windisch in die Menge. „Ihr wart super.“ 

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