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Wirbel um angebliches Ski-Chaos in Bayern - Zugspitzbahn jetzt mit klarem Statement

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Von: Alexander Kraus

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Hochbetrieb: Großer Andrang herrschte in den Weihnachtsferien in den Garmisch-Partenkirchner Skigebieten – wie etwa hier an der Drehmöser Hütte.
Hochbetrieb: Großer Andrang herrschte in den Weihnachtsferien in den Garmisch-Partenkirchner Skigebieten – wie etwa hier an der Drehmöser Hütte. © BZB

In ihrem Online-Auftritt vermittelt die Bild-Zeitung den Eindruck von chaotischen Zuständen in den Skigebieten in Garmisch-Partenkirchen. Die Bayerische Zugspitzbahn klärt nun auf.

Garmisch-Partenkirchen – Mit der reißerischen Überschrift „Urlauber stürmen Skigebiet in Bayern“ und dem Zusatz „Verantwortungslos oder verständlich?“ hat Bild.de am Sonntag über die überfüllte Talstation an der Hausbergbahn in Garmisch-Partenkirchen berichtet. Die Rede war von langen Wartezeiten an den Stationen, nicht eingehaltenen Corona-Regelungen wie Maskenpflicht und Abstand. Weitere Vorwürfe: Es seien mehr Skifahrer als erlaubt in den Gondeln befördert worden. Sogar einen Polizeieinsatz habe es gegeben. Und es sei lasch kontrolliert worden, heißt es weiter im Online-Auftritt des Boulevardblatts.

Corona in bayerischen Ski-Gebieten: Betreiber halten sich an Maßnahmen

Eine davon abweichende Meinung vertritt Verena Altenhofen. „Einen Massenansturm hat es nicht gegeben. Selbstverständlich kommt es in den Weihnachtsferien als besucherstärkste Zeit des Jahres zu Wartezeiten an den Kassen und Bahnen. Das war bereits vor Corona normal“, sagt die Pressesprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). Die Besucherzahlen seien in beiden Skigebieten – Garmisch-Classic und Zugspitze – unter dem Normalniveau vor der Pandemie. Die Seilbahn hat zusätzliches Personal für die Kontrollen in der Hochsaison eingestellt, da sie die vielen Kontrollpunkte, die im gesamten Skigebiet verteilt sind, nicht über das Eigenpersonal stemmen kann. „Wir müssen aber auch an die Eigenverantwortung und Solidarität eines jeden Einzelnen appellieren.“

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Sicherheit beim Skifahren trotz Corona: Kontrollen erhöhen Wartezeiten

Lange Warteschlangen sind nach Aussage der Sprecherin die logische Folge der Sicherheitsmaßnahmen zum Wohle der Gäste. „Im Skigebiet selbst normalisiert sich der Ablauf, da die Sessel- und Schlepplifte unter strenger Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht normal belegt werden dürfen“, betont Altenhofen. Die Maskenpflicht gilt in allen Gebäuden, in Warte- und Anstehbereichen, auch im Freien, in den Kabinen sowie in Sessel- und Schleppliften und überall da, wo ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Bild.de berichtete hingegen von Missständen: „Dutzende trugen keine Masken, tummelten sich vor den Skiliften“, hieß es. Die BZB-Sprecherin betont dagegen: „99 Prozent der Gäste halten sich vorbildlich an alle Maßnahmen wie die FFP2-Maskenpflicht.“ Altenhofen verweist auf die positiven Rückmeldungen. „Wir erhalten auch Lob für die konsequente Kontrolle und Umsetzung der Maßnahmen“, erklärt sie.

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2G-Plus statt 2G in Österreich: Bayerische Ski-Gebiete profitieren vom strengen Nachbarn

Schuld am großen Zuspruch der hiesigen Ski-Regionen sind die strengen Einreiseregularien im benachbarten Österreich. Einreisende müssen dort geboostert sein oder einen gültigen, negativen PCR-Test vorweisen. „Wir spüren selbstverständlich auch, dass die 2G-Plus-Regelung in benachbarten Tiroler Skigebieten bewirkt, dass deutsche Gäste eher in bayerischen Gebieten bleiben“, sagt Altenhofen, die auch einen Ausblick auf die kommenden Wochenenden dieser Saison wagt. Viel werde sich nicht ändern bis zu den Faschingsferien. „Wir müssen die Auflagen umsetzen, wir haben keinen Spielraum“, betont sie. Es werde weiterhin zu Verzögerungen und Wartezeiten kommen, schließlich müsse die BZB die 2G-Kontrollen und die reduzierte Kapazität der Bahnen einhalten. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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