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Linearer Anstieg: Die Zahl der Erkrankten im Landkreis nimmt bisher stetig zu.

Zahlen steigen an

Erster Corona-Toter im Landkreis - 131 Menschen infiziert

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Die Corona-Pandemie hat auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sein erstes Todesopfer gefordert. Ein 92-jähriger Mann starb in der Unfallklinik Murnau. 

Landkreis – Es war ein frommer Wunsch, ohne einen Toten durch die Corona-Pandemie zu kommen. Realistisch war er nicht. Das ist seit Dienstag klar: Nun hat auch der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ein erstes Opfer dieser Viruserkrankung zu beklagen. Ein 92-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis starb in der Unfallklinik in Murnau. Fix ist, dass der Mann positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurde. Allerdings erst, nachdem er ins Krankenhaus gebracht worden war. „Er kam schon in einem schlechten Allgemeinzustand ins Klinikum und zeigte die klassischen Symptome“, erklärt Hansjörg Wiesböck vom Gesundheitsamt. Wie sich durch den Test herausstellte, war der hochbetagte Patient tatsächlich mit dem Erreger infiziert.

Die Experten müssen die Situation – bei aller Tragik – nüchtern betrachten. „Es wird wohl nicht der letzte Tote sein, so ehrlich muss man in dieser Lage sein“, betont ein Vertreter des Amtes. „Gerade in einem Landkreis mit unserer demografischen Struktur.“ Allerdings stellen die Fachleute klar, dass ein Erkrankter in diesem hohen Alter und in seinem Zustand womöglich auch an einer „normalen“ Influenza sterben hätte können. „Daher gibt es ja die Empfehlung, gerade für ältere Menschen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen.“

Weitere Infos aus dem Landkreis lesen Sie im Corona-Ticker

26 Menschen wieder gesund

Insgesamt sind die Zahlen der Positiv-Getesteten am Dienstag wieder deutlich angestiegen. 131 Infizierte waren am Nachmittag im Gesundheitsamt in Garmisch-Partenkirchen registriert. Im Gegenzug wächst aber auch die Zahl der Gesundeten stetig an. Seit  Dienstag sind es sechs mehr, insgesamt 26 Personen, die aus der 14-tägigen Quarantäne mittlerweile entlassen worden sind.

Eine von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Montag angesprochene positive Tendenz zum Verlauf der Corona-Pandemie, dass die Zahl der Neuerkrankten pro Tag aktuell abnehmend sei, können die Experten für die Region derzeit noch nicht unterschreiben. 16 neue Erkrankte kamen schließlich am Dienstag im Landkreis hinzu. Das entspricht ungefähr den Fallzahlen von Ende vergangener Woche und dem Wochenende. „Aber der Verlauf ist weiterhin linear“, stellt Wiesböck, der organisatorische Einsatzleiter, klar. Heißt, dass die Zahl der Infizierten weiterhin kontinuierlich, nicht sprunghaft ansteigt.

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Derweil laufen die Anstrengungen hinsichtlich der Abstriche bei potenziell Erkrankten im Landkreis weiter auf Hochtouren. „Tag 17 ist es jetzt“, rief Hans Steinbrecher, Leiter des Rettungsdienstes, auf der Treppe im Gesundheitsamt kurz entgegen. So lange sind das Team des BRK und er schon im Auftrag der Behörde in der Region unterwegs und testen Bürger, bei denen ein Abstrich angeordnet wurde. Mit mehr als 650 Menschen stehen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes derzeit täglich in Kontakt, führen quasi ein Tagebuch, wie es den Personen in Quarantäne geht. Schließlich muss überprüft werden, ob sich deren Zustand ändert. Verschlechtert er sich, müssen die Amtsärzte über die Vorgehensweise entscheiden.

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In Murnau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist der Worst Case eingetreten: Im Seniorenzentrum Kemmelpark sind mehrere Bewohner und eine Pflegekraft am Coronavirus erkrankt.

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