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Landrat Anton Speer hält vorerst am K-Fall für Garmisch-Partenkirchen fest. 

Treffen des Bayerischen Landkreistages

Corona: Landrat Speer hält vorerst am Katastrophenfall fest

  • Peter Reinbold
    vonPeter Reinbold
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In der Therme Erding hat sich der Bayerische Landkreistag getroffen. Dabei verkündete Landrat Anton Speer: Der Katastrophenfall für Garmisch-Partenkirchen bleibt noch eine Weile. Aus finanziellen Gründen. 

Erding/Landkreis – Wo sonst Unverhüllte Badefreuden und der Erholung frönen, gab es dieser Tage harte politische Kost. Der Bayerische Landkreistag tagte in der Therme Erding. Die ist immer noch geschlossen, bot aber mehr Platz als die Stadthalle. Im Zentrum des auf das Nötigste zusammengestrichenen Landräte-Treffens mit rund 150 Delegierten, darunter Garmisch-Partenkirchens Behörden-Chef Anton Speer (Freie Wähler) und sein Stellvertreter Dr. Michael Rapp (CSU), standen die Corona-Krise und die Auswirkungen auf die Landkreise.

Landrat Speer kann sich Seitenhieb auf Gesundheitsminister Spahn nicht verkneifen

Zufrieden stellten die Teilnehmer fest, dass sich die kleinteilige bayerische Krankenhauslandschaft bewährt habe. Eine Ansicht, der sich Speer voll und ganz anschloss. Dabei konnte er sich einen Seitenhieb auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht verkneifen. Spahn hat Speer zufolge vor Beginn der Krise behauptet, für Bayern genügten 50 Kliniken. „Jetzt ist er hoffentlich eines Besseren belehrt. Man hat gesehen, dass wir alle brauchen.“ Die Krankenhäuser sind durch die Pandemie finanziell stark belastet. Im schlimmsten Fall droht dem Garmisch-Partenkirchner Klinikum ein Verlust von fünf Millionen Euro. Speer erwartet eine Unterstützung des Bundes, die teilweise auch schon zugesagt sei, damit dieses Defizit ausgeglichen werden kann. „Dafür werde ich kämpfen und versuchen, Herrn Spahn unter Druck zu setzen.“ Das Geld müsse schnellstmöglich fließen, am besten in den kommenden Monaten. „Wir können nicht bis nächstes Jahr warten.“

Im Katastrophenfall übernimmt der Bund Großteil der Kosten

Allgemein war erwartet worden, dass der Katastrophenfall in absehbarer Zeit aufgehoben wird, nachdem die Zahl der Patienten, die an Covid-19 erkranken, weiter zurückgeht. Damit ist laut Speer nicht so schnell zu rechnen. „Er wird noch ein paar Wochen andauern.“ Auch das hat handfeste finanzielle Gründe. Solange der K-Fall läuft, übernimmt der Bund einen Großteil der Kosten.

Gestärkt werden in Zukunft die Gesundheitsämter, die zuletzt über ihre Grenzen hinaus belastet waren. 1000 neue Stellen sollen in Bayern geschaffen werden. Fünf, so Speer, dürften auf Garmisch-Partenkirchen entfallen. 

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