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Die Demonstranten zeigen der AfD die Rote Karte und rufen immer wieder Sätze wie „Wir sind mehr“. 

Friedlicher Protest 

Auftritt von Alice Weidel: 450 Menschen demonstrieren gegen die AfD

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Sie waren alles andere als leise: Rund 450 Menschen zeigten bei der Demo am Kirchplatz lautstark, was sie von der AfD halten: nämlich nichts. 

Garmisch-Partenkirchen – Im Fußball zeigt sie der Schiedsrichter als Zeichen für den Platzverweis. In Garmisch-Partenkirchen dient die Rote Karte als Symbol – für den Protest gegen die Alternative für Deutschland (AfD). Fast jeder der rund 450 Menschen hält sie am Freitagabend am Kirchplatz in der Ludwigstraße hoch, den Anhängern der Partei entgegen, die in den Gasthof Rassen zum Auftritt von AfD-Größe Alice Weidel spazieren. Begleitet von „Buh“- und „Nazi raus“-Rufen sowie Pfiffen. „Jetzt ist es an der Zeit, dass die schweigende Mehrheit aufsteht“, sagt Grünen-Landtagskandidat Andreas Krahl energisch ins Mikro. Die Teilnehmer der Demo folgen dem Appell des Organisators und erheben gut zwei Stunden lang ihre Stimme.

Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, jeden Alters kommen, um sich für Menschenrechte und die Demokratie stark zu machen. Darunter Kommunalpolitiker wie Robert Allmann, Enrico Corongio, Ursula Höger (alle SPD) oder Tessy Lödermann (Grüne). Im Kampf gegen die Rechtspopulisten vergessen sie ihre Couleur. „Ich finde schön, dass alle demokratischen Parteien zusammenstehen“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), die sich ins Geschehen mischt. Wie auch Elisabeth Koch (CSU), die mit einer emotionalen Rede großen Applaus erntet. Sie erzählt von ihrem Uropa, einst Direktor des Bauerntheaters, das auf der Bühne im „Rassen“ zuhause ist. Ein Mann, der sich trotz KZ-Drohungen wehrte, „Blut und Boden“-Stücke aufzuführen. Und heute? „Heute wird dort der Vorhang gehoben für eine Frau, die nur menschenverachtendes Zeug von sich gibt“, betont Koch. Sie warnt vor dem Gedankengut aus dem Dritten Reich, das sie der AfD zuschreibt. Ihr deutliches Statement: „Ich bin gegen Euch – bis zum letzten Tag.“

Mit dieser Haltung ist sie nicht alleine. Slogans wie „Herz statt Hetze“ oder „Biete Nachhilfe in Geschichte“ zieren die Transparente einiger Demonstranten. Dann wird es still auf dem Kirchplatz. Auch die Peitinger Band „Rigoros“, die ihr Lied „Kellerkinder“ der AfD widmet, verstummt. Franziska Schreiber, Autorin des Buchs „Inside AfD“ tritt ans Mikro. Die Partei-Aussteigerin berichtet von ihrem Kampf, die „Übernahme der AfD durch Rechtsradikale“ zu verhindern. Durch Menschen, die bewusst Urängste der Bevölkerung ansprechen würden. Die 28-Jährige sagt: „Die AfD wird von Rechtsradikalen dominiert.“ Von „demokratiefeindlichen“ Personen. Das sieht Weidel, Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion, anders. Die Demonstranten bezeichnet sie bei ihrem Auftritt als „Deppen“ – und als „Antidemokraten“. 

Demo gegen die Afd: die Bilder aus Garmisch-Partenkirchen

Und auch in Rosenheim sorgt ein AfD-Plitiker mit seinen Ausländerfeindlichen Kommentaren für Aufsehen.

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