Ein Mann sitzt auf einem Sofa.
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Fühlt sich wohl in seinem Hotel: Direktor Nico Stelkens in einer Suite mit Bergblick.

Der Region verbunden

„Das ist Gold wert“: Neues aja-Hotel in Garmisch-Partenkirchen punktet mit zentraler Lage und liebevollen Details

  • Tanja Brinkmann
    vonTanja Brinkmann
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Noch tummeln sich vor allem Handwerker im neuen aja-Resort in Garmisch-Partenkirchen. Anfang Juni trudeln dann die Mitarbeiter ein, um alles für die Eröffnung am 18. Juni vorzubereiten. Einen ersten Einblick in das Hotel gibt Direktor Nico Stelkens.

  • Bis zur Eröffnung des aja-Resorts an der St.-Martin-Straße am 18. Juni muss alles sitzen
  • Warme Farben prägen die Innenausstattung, dezente Deko und viele Hinweise auf den Standort.
  • Direktor Nico Stelkens freut sich über das rege Interesse der Einheimischen.

Garmisch-Partenkirchen – Großalarm an der St.-Martin-Straße. Feuerwehr, Notarzt, Sanitäter und Polizei düsen zu dem neuen Hotel, das zwischen Olympia- und Achenfeldstraße steht. Das ganz normale Einsatzszenario, wenn in einem Haus dieser Größenordnung etwas passiert. Ist es aber nicht. Zu Nico Stelkens’ Erleichterung. Ein Rauchmelder war schuld an dem Alarm, die Feuerwehr gibt sehr schnell Entwarnung. Innerhalb von nur drei Minuten war das erste Fahrzeug vor Ort. „Sehr beeindruckend“, findet der Direktor des aja-Resorts Garmisch-Partenkirchen. Er sieht’s als Probe-Durchlauf. Einen von vielen, die ihm und seinem Team bis zur Eröffnung am 18. Juni noch bevorstehen.

Wenn die ersten Gäste einchecken, das 229-Zimmer-Haus ist aktuell zu etwa zehn Prozent gebucht, möchte er alles fertig haben, möglichst keine Überraschungen mehr erleben. „Wir brechen nichts über den Zaun“, betont der 43-Jährige. Deshalb wurde das Hotel, nach Ruhpolding der zweite Standort in den Bergen – bis 2024 soll ein weiteres in Mittenwald dazukommen – und der siebte in Deutschland, bislang nicht aktiv beworben.

In warmen Farben mit unterschiedlichen Materialien haben die Innenarchitekten das Restaurant gestaltet.

In und ums Haus sind noch zahlreiche Handwerker beschäftigt. Vor allem mit dem Feinschliff. Die liebevolle Ausstattung von Restaurant, Lobby, Kinder- und Spa-Bereich sowie der Zimmer ist derweil schon deutlich sichtbar. Warme Farben prägen das Ganze, dezente Deko und viele Hinweise auf den Standort. Das zeigt sich auch an den Angeboten, die aja präsentiert: Von Jörg Maurer, dessen Alpenkrimis und andere Veröffentlichungen die Leseecke dominieren. „Die Gäste können die Bücher ausleihen und natürlich auch kaufen“, sagt Stelkens. Vom Kloster Ettal, das für die Instagram-Wand einen Zapfhahn und verschiedenste Bierdeckel zur Verfügung gestellt hat und außerdem alte Bierkrüge präsentiert. Vom Trachten- und Modehaus Grasegger, von GaPa-Tourismus und der Regionalmarke „Inser Hoamat“. Und von Sport Conrad, dessen Produkte bei den Wunscherfüllern zu finden sind. Die bieten Touren an, schnüren aber auch mal ein Programm für einen Regentag. Die künftigen Gäste sollen schließlich vor allem ihren Urlaubsort, seine Natur und die Sehenswürdigkeiten in der Region erkunden. Dazu passt, dass der Bahnhof und die Zugspitzbahn gleich nebenan sind.

Etwa die Hälfte der Mitarbeiter kommt aus der Region

Stelkens ist über den zentralen Standort seines Hauses froh. Aber auch darüber, dass etwa die Hälfte der bis zu 70 Mitarbeiter aus der näheren Umgebung kommt. Das passt zum Konzept des Betreibers: „Wir verkaufen die Destination“, erklärt der Direktor. „Schließlich gehen wir davon aus, dass sich die Leute vor allem draußen aufhalten.“ Das macht auch der Vater dreier Kinder (13, 11 und bald 2) sehr gerne. Noch haben er und seine Familie die neue Heimat nicht ausgiebig erkundet. Schon jetzt steht aber fest, dass sie sich in Garmisch-Partenkirchen sehr wohl fühlen. Nach zehn Jahren im Ausland – drei in Malaysia und sieben in Dubai – freuen sie sich sogar über die Regentage, den Wechsel der Jahreszeiten und die zentrale Lage. „In Dubai mussten wir alles mit dem Auto erledigen“, erzählt Stelkens. „Wir genießen, dass wir jetzt viel mit dem Rad oder zu Fuß machen können.“

An der Fassade scheiden sich die Geister. Im Inneren des Hotels erwarten die Gäste viele liebevolle Details.

Seit Februar ist der Osnabrücker, der im Fünf-Sterne-Bereich groß geworden ist, vor Ort. Er und drei weitere Mitarbeiter begleiten unterstützt von fünf, sechs Kollegen aus Ruhpolding den Feinschliff. „Das ist Gold wert“, findet Stelkens. Zum 1. Juni treten dann die Abteilungsleiter ihren Dienst an, der Rest des Teams beginnt am 7. Juni. Einen ersten Eindruck konnten sie bereits bei internen Hausführungen gewinnen. Von den Zimmern mit alpinem Flair, die es in sechs Kategorien gibt, dem 2000 Quadratmeter großen Wellnessbereich samt Außenpool, dem Fitnessraum, den hiesige Sportgrößen zieren, dem Nivea-Haus, das neben einem großen Shop auch Massagen und verschiedene Kosmetikbehandlungen anbietet, sowie dem Restaurant-, Bar- und Café-Bereich. Dort sind, sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, auch externe Gäste willkommen.

Das Interesse der Einheimischen an dem Haus findet Stelkens positiv. Er hat aber auch mitbekommen, dass die Fassade nicht allen gefällt. „Das war einer von mehreren Vorschlägen von unseren Architekten, für den sich die Gemeinde ausgesprochen hat.“ Entscheidend für ihn ist aber, „was drin ist“. Die Mitarbeiter, die das Hotel zum Leben erwecken, und die Gäste, die’s nach außen tragen.

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