Weg frei für die Umfahrung Oberau.

Nach jahrzehntelangem Kampf

Dobrindt: Weg frei für die Umfahrung Oberau

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Garmisch-Partenkirchen - Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wird am Mittwoch den Bau der Ortsumfahrung Oberau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) freigeben. Die Arbeiten sollen dann im Frühjahr 2015 beginnen.

Mit dem Bau der Umfahrung Oberau soll in den kommenden Jahren ein enges Nadelöhr zwischen München und Garmisch-Partenkirchen beseitigt werden. Das bestätigte Dobrindt am Dienstag unserer Zeitung. Die Entlastungsstraße ist mit rund 165 Millionen Euro eines der größten Neubauprojekte im Bundesgebiet. Bereits in diesen Tagen soll die Ausschreibung starten. Der Spatenstich ist für Frühjahr 2015 geplant. Mit der Fertigstellung rechnet die Autobahndirektion Südbayern bis 2020.

In Spitzenzeiten rollen täglich bis zu 40.000 Fahrzeuge durch den Ort mit rund 3100 Einwohnern. Vor allem an den Wochenenden bilden sich häufig kilometerlange Staus von Urlaubern und Tagesausflüglern. Deshalb kämpft die Gemeinde seit den 1970er Jahren um den Bypass. Die Trasse ist etwa vier Kilometer lang, drei Kilometer davon werden als Tunnel gebaut. Die Genehmigung liegt seit Jahren vor, doch bislang war die Finanzierung offen. Nun schnürte der Minister ein eigenes Paket. Bei einer Verkehrskonferenz Anfang März in Murnau hatte Dobrindt bereits mit der Zusage für den Bau der Umfahrung überrascht.

Dobrindt, der auch Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist, sprach von einem „guten Tag für die Region und ganz Bayern“. In Oberau war die Freude groß. „Das ist ein Festtag für uns“, sagte Bürgermeister Peter Imminger (CSU). Josef Bobinger, Sprecher der Bürgerinitiative, die seit vielen Jahren für die Umgehung demonstriert hatte, war überrascht von der frohen Botschaft: „Das ist der Wahnsinn.“

Matthias Holzapfel

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