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Dobrindt (CSU) schlägt Alarm: „Unser Wohlstand ist gefährdet“

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Im Wahlkmapfmodus: (v.l.) die CSU-Politiker Alexandra Bertl (Bezirksrätin), Christoph Kuba (Ortsvorsitzender), Josef Bobinger (Zweiter Bürgermeister), Alexander Dobrindt (Landesgruppenchef im Bundestag), Thomas Kuba (Fraktionsvorsitzender) und Harald Kühn (Landtagsabgeordneter).
Im Wahlkmapfmodus: (v.l.) die CSU-Politiker Alexandra Bertl (Bezirksrätin), Christoph Kuba (Ortsvorsitzender), Josef Bobinger (Zweiter Bürgermeister), Alexander Dobrindt (Landesgruppenchef im Bundestag), Thomas Kuba (Fraktionsvorsitzender) und Harald Kühn (Landtagsabgeordneter). © Josef Schmidt

Ganz im Zeichen der anstehenden Bundestagswahl stand der traditionelle Neujahrsempfang der Oberauer CSU. Die Botschaft des Abends – Hauptredner war Direktkandidat und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt – war unmissverständlich: Nur mit einer starken Union gelinge es, die Probleme in den Griff zu bekommen und Deutschlands angeschlagene Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Oberau - Es war nicht zu überhören: Die Christsozialen befinden sich im Wahlkampfmodus. Alexander Dobrindt, der für seine scharfen Attacken gegen den politischen Gegner bekannt ist, ließ beim Neujahrsempfang der Oberauer CSU im gut gefüllten Pfarrheim an der gescheiterten Ampelregierung kein gutes Haar und rückte die Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt seiner Rede, die von den Parteifreunden mit viel Beifall goutiert wurde. Kanzler Olaf Scholz (SPD) attestierte der Peißenberger „Realitätsverweigerung“. Das Land befinde sich in Unordnung, warnte Dobrindt. „Unser Wohlstand ist gefährdet.“ Der Spitzenpolitiker, Gesicht und Stimme der CSU im Deutschen Bundestag, forderte einen Politikwechsel und nannte mehrere Punkte, mit denen die Union den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken will. Zur Agenda gehören Steuersenkungen, verbesserte Rahmenbedingungen für den Mittelstand, niedrigere Energiepreise und die Förderung der Hochtechnologie, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch müsse die illegale Migration gestoppt werden. „Das Thema spaltete die Gesellschaft und treibt die Polarisierung voran“, sagte Dobrindt.

Das Interesse der Gäste galt jedoch nicht nur der großen Politik in Berlin, sondern ebenso einem lokalen Thema. „Wie geht es Bürgermeister Peter Imminger?“ – diese Frage brannte vielen auf den Nägeln. Imminger, der 1996 an die Rathaus-Spitze der gut 3000 Einwohner starken Loisach-Gemeinde gewählt wurde und damit der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis ist, war rund fünf Monate lang krankheitsbedingt ausgefallen – eine ziemlich lange Zeit. Josef Bobinger (CSU, Zweiter Bürgermeister) und Peter Fink (Freie Wähler, Dritter Bürgermeister) waren als Vertreter im Dauereinsatz. Eigentlich war Imminger zum Neujahrsempfang angekündigt. Doch der 66-Jährige hatte kurzfristig wieder abgesagt. Er müsse sich noch schonen, war aus Parteikreisen zu erfahren, sei aber dabei, schrittweise die Amtsgeschäfte zu übernehmen.

Ausschau nach Bürgermeister-Kandidaten

Spannend ist die Frage, wen die CSU Oberau zur Kommunalwahl 2026 als potenziellen Imminger-Nachfolger ins Rennen schickt. Der Ortsverband lässt sich in dieser Personalie nicht in die Karten schauen. Im Sommer werde man den Aspiranten der Öffentlichkeit präsentieren, kündigt der Ortsvorsitzende Christoph Kuba an. „Wir haben viele geeignete Kandidaten“, sagte er. Im Ort kursieren bereits einige Namen, häufig genannt wird Gemeinderat Florian Rückborn.

Verlegung der Bundesstraße 23

Dominierendes Thema in Oberau, das direkt an der Lebensader des Landkreises, der Bundesstraße 2, liegt, ist die Verkehrsentlastung. Der 2022 eröffnete Tunnel brachte zwar eine gewaltige Verbesserung. Doch die Ortsumfahrung ist damit noch nicht abgeschlossen. Was fehlt, ist die Verlegung der Bundesstraße 23. Geplant ist hierfür eine Hangtrasse am Mühlberg – das nächste millionenschwere Großprojekt. „Wir haben viel erreicht, sind aber noch lange nicht zufrieden“, betonte Christoph Kuba. Rathaus-Vize Bobinger blies ins gleiche Horn. Er forderte das zuständige Staatliche Bauamt Weilheim auf, in der Sache Gas zu geben, und appellierte an Dobrindt, der in seiner Zeit als Bundesverkehrsminister den Tunnelbau entscheidend vorangebracht hatte, und den Landtagsabgeordneten Harald Kühn, nicht locker zu lassen: „Macht‘s denen mal Dampf!“

Die beiden CSU-Granden nahmen den Ball auf. Das Bauamt leiste gute Arbeit, versicherten sie. Ziel müsse es sein, so der Tenor, die großen bereits begonnenen oder geplanten Tunnel- und Verkehrsprojekte im Landkreis zu Ende zu bringen. „Wir wollen keine halbfertigen Sachen hinterlassen“, betonte Kühn.

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