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Der Cheforganisator des Ski-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen: Peter Fischer.

Die Bitte vieler: Mach‘ weiter!

Doch kein Rückzug: Fischer bleibt Weltcup-Cheforganisator

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Eigentlich wollte Peter Fischer Ende 2018 als Geschäftsführer des Organisationskomitees des Ski-Weltcups seinen Abschied nehmen. Es kommt anders. Der Internationales Ski-Verband FIS und Mitglieder des SC Garmisch haben ihn überredet weiterzumachen. Er tut’s – auch, weil die Gesundheit mitspielt.

Garmisch-PartenkirchenDie Leute haben schon zu ihm gesagt, er hätte viel öfter gelächelt als sonst. „Na, das ist doch was“, sagt Peter Fischer. Und lacht. Tatsächlich ist das: höchst ungewöhnlich. Ein immer wieder lächelnder Weltcup-Cheforganisator – seines Zeichens Perfektionist mit Hang zur Pedanterie, dessen Gesichtszüge sich während der Rennen in der Regel nur für die Enkelkinder entspannen, – ja, das verdient Erwähnung.

Noch etwas ist den Menschen in seinem Umfeld – ob Familie, Helfern im Büro, im Vorstand oder an der Strecke – aufgefallen: So entspannt wie in diesem Jahr war er während und nach zwei Weltcup-Wochenenden noch nie. Die Leute, sagt Fischer, haben das schon richtig beobachtet. „Es geht mir wirklich gut.“ Keine Selbstverständlichkeit. Besonders nach dem Weltcup 2016 plagten ihn gesundheitliche Probleme, die den Präsidenten des Skiclubs Garmisch zum Nachdenken gebracht haben. Darüber, ob es Zeit ist zu gehen.

Diese Frage ist jetzt weit weg. Denn Fischers gutes Gefühl hat Auswirkungen: Er bleibt der erste Mann im Ski-Weltcup von Garmisch-Partenkirchen.

Das dürfte einige – zumindest Außenstehende – überraschen. Ein paar Journalisten sprachen ihn während der Rennen auf seinen Rückzug an. Doch Fischer lächelt. Und winkt ab.

Einige Male stellt er im Gespräch klar: Dass mit dem Weltcup für ihn nach 2018 Schluss sein soll – „das hab’ ich doch so nie gesagt“. Was nicht ganz stimmt. Er mag nicht von einem kompletten Ende gesprochen haben. Doch bereits 2016 hatte er angekündigt: „Irgendwann muss man aufhören, Ich mach’s mit 65 beim 65. Kandahar-Rennen.“ Auch während des 64. Rennens im Januar 2017 sprach man noch von 2018 als Fischers Abschiedsjahr. „Dabei bleibt’s. Definitiv“, sagte der Chef-Organisator gegenüber dem Tagblatt nach der Damen-Abfahrt am 29. Januar 2017.

Bis 2020 als Chef gewählt

Ein Fischer-Definitiv ist anders als das „Definitiv“ anderer Menschen. Es ist in Stein gemeißelt. Außer, die gesamte Ausgangslage ändert sich. Außer, es treten Dinge ein, die selbst ein Fischer nicht einkalkuliert. Wie die Reaktionen, nachdem er seinen Abschied angekündigt hatte. So viele baten ihn zu bleiben. Skiclub-Mitglieder, Weltcup-Helfer, Verantwortliche beim Internationalen Skiverband FIS, Sponsoren – sie wollten Fischer nicht gehen lassen. Also blieb er, wurde – wie der gesamte Vorstand mit 100 Prozent – im Mai vergangenen Jahres wieder zum Präsidenten des Skiclubs und damit auch zum Chef des Weltcup-Organisationskomitees gewählt. Bis 2020. Im Rahmen der Wahl hieß es noch wie berichtet: Nach den Rennen 2018 werde er sich zumindest aus dem Tagesgeschäft ein wenig zurückziehen, kürzertreten. Wieder unterschätzte Fischer die Reaktionen von außen. Wieder baten ihn Sponsoren, Funktionäre, Helfer, Vorstandsmitglieder weiterzumachen.

Fischer sagte nicht einfach zu. Spielt seine Gesundheit nicht mit, geht er. Daran ließ er und lässt er keinen Zweifel. Die zweite Voraussetzung: Das ganze Team bleibt. Denn ohne seine Mannschaft „kann ich da oben rumturnen, wie ich will – ich würde gar nichts erreichen“. All die Helfer, der Skiklub-Vorstand und die richtigen Männer und Frauen an den richtigen Positionen während des Weltcups: Fischer nennt sie seine „Säulen“. Sie seien der Schlüssel zum Erfolgund der Hauptgrund, weshalb er trotz zweier intensiver Wochen so entspannt lächeln kann. Er weiß: „Das läuft.“ Ob am Berg, im Tal, im Zielbereich: Jeder macht seinen Job, die Verantwortlichen treffen selbstständig Entscheidungen „und kommen nicht wegen jeder Kleinigkeit zu mir. Ich kann mich auf die Leut’ zu 100 Prozent verlassen“.

Dass sie auch zu 100 Prozent hinter ihrem Chef stehen – für Fischer „eine Ehre, natürlich“. Und eine Bürde. „Irgendwann wird der Tag kommen, dass ich gehe.“ 2020 soll es so weit sein. Definitiv? Fischer lächelt. „Definitiv“ sagt er nicht mehr so leicht.

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