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Im Frühjahr wird auf der Baustelle an der Lagerhausstraße wieder gearbeitet. 

Hummel-Bauprojekt rund um den Bahnhof

Doch mehr Steine an der Fassade fürs Teamresort

Garmisch-Partenkirchen – Investor Franz Hummel kann aufatmen. Der Bauausschuss des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderates vertraut doch seinen Plänen. Das bedeutet: Die Steinfassade des Teamresorts bekommt mehr Steine. 

Nun gibt es doch mehr Steine für Franz Hummel. Besser gesagt: mehr Steinfassade. Diese wollte der Investor ursprünglich großflächig am geplanten Hostel an der Lagerhausstraße in Garmisch-Partenkirchen anbringen. Doch hatte die Gemeinde den Antrag bereits im Sommer abgelehnt. Der Grund: Der Gestaltungsbeirat hatte sich für eine reduzierte Version ausgesprochen und empfohlen, nur das Sockelgeschoss des Gebäudes mit Steinen zu versehen (wir berichteten). Die Fassade des Teamresorts gleich daneben sollte ganz steinfrei bleiben und nur aus Putz und Holz bestehen.

Im Bauausschuss brachte Hummel das Thema nun erneut auf den Tisch. „Ich probiere es immer wieder“ sagte er. Schließlich sind er und seine Planer nach wie vor von dem ganzflächigen Konzept überzeugt. „Wir wollen etwas Nachhaltiges schaffen.“ Hummels Ausdauer zeigt Erfolg: Nun soll auch das geplante Teamresort neben dem Hostel eine Steinfassade im Sockelgeschoss erhalten. Dieses Mal gaben die Gemeinderäte grünes Licht.

Auf seinen Antrag hin wurde noch einmal über Hummels Vorschlag abgestimmt. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) betonte, dass ein Entschluss bereits gefasst worden war, stellte sich dem erneuten Votum jedoch nicht entgegen. „Mein Herz hängt nicht daran“, sagte sie und wies darauf hin, dass bei der Fassade „Kunststeine“ genutzt werden. „Ist das schön?“, warf sie in die Runde. Diese nahm daran kaum Anstoß. „Schaut ned schiach aus“, sagte sogar Hannes Biehler (CSU), der sich in der Vergangenheit wiederholt gegen die Projekte ausgesprochen hatte. Sein Fraktionskollege Alois Maderspacher wies auf einen praktischen Aspekt der Fassade hin. Der erste Meter einer Hauswand würden ohnehin schnell schmutzig werden. „Das lässt sich so vermeiden.“ Die Mehrheit sprach sich schließlich für Hummels Vorschlag aus – mit zwei Gegenstimmen.

Über diesen kleinen Erfolg zeigte sich Hummel erleichtert. Dennoch hätte er sich das Design anders gewünscht „Es ist ein Kompromiss“, betont Andreas Schamberger, Prokurist der FH Holding GmbH. Mit der flächigen Fassade habe man ein „architektonisches Alleinstellungsmerkmal“ schaffen wollen. Der alpine Baustil weiche nun einer Urbanität. „Das ist schade.“ Auch handle es sich bei dem Material nicht um Kunststeine, betont Schamberger. Die Front bestehe aus natürlichen Bestandteilen wie etwa Vulkangestein, das gepresst wird. Der Unterschied zu Natursteinen sei fast nicht erkennbar.

Mit dem Bau an der Lagerhausstraße geht es nun im Frühjahr weiter. Anfang Januar rollten die Bagger bereits an, um die Straße zu verlegen. Danach kann mit den Gebäuden begonnen werden.

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