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Fieberhafte Suche: Michael Schwemmhuber (r.) schaufelt mit Hilfe von Peter Weißmann seinen Ehering frei.

Ehering verloren - Wettlauf gegen die Zeit

Garmisch-Partenkirchen - Der Ehering ist weg, begraben unter einem riesigen Schneehaufen. Dies ist Michael Schwemmhuber passiert. Er startete eine ganz besondere Suchaktion. Das Problem: Es war ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der erste Schnee in diesem Winter dürfte bei Michael Schwemmhuber lange im Gedächtnis bleiben. Als der Mitarbeiter der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen am Dienstag von der Arbeit nach Haus kam, bemerkte er, dass er seinen Ehering nicht mehr am Finger trug.

Ihm war sofort klar: „Den muss ich auf dem Parkplatz bei der Arbeit verloren haben.“ Dort hatte Schwemmhuber vorher sein Auto von einer dicken Schneedecke befreit. „Ich hatte keine Handschuhe an, da ist mir der Ring wohl vom Finger gerutscht.“ Er fuhr zurück - doch der Räumdienst war bereits im Gange. „Ich hab’ ihm mein Anliegen erklärt.“ Der Fahrer ließ den Schnee extra auf einem großen Haufen liegen. Schwemmhuber wollte aufs Frühjahr warten. „Vielleicht findest ihn ja dann im Beet wieder“, hatte auch der Helfer vom Räumdienst gehofft. Durch Zufall erfuhr der Banker, dass der Schnee nicht liegen bleibt. Der wird für den City-Biathlon gebraucht. Also musste der Ring vorher gefunden werden.

Eine Arbeitskollegin vermittelte Schwemmhuber an Peter Weißmann und seinen Metalldetektor. Damit startete Freitagfrüh die große Suchaktion. Nach 45 Minuten ertönte das erlösende Piepsen: Wenige Zentimeter unter dem Schnee kam der Ring zum Vorschein. „Da bin ich dem Peter in die Arme gefallen.“ Danach rief Schwemmhuber gleich seine Frau an: „Die war natürlich auch heilfroh.“

(con)

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