In einem großen hellen Raum unter dem Dach mit weißen Sichtbalken stehen weiße Regal und Schreibtische.
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Alles hell unterm Dach: Die Ganztagsschule ist im Altbau untergebracht – und erstrahlt dennoch komplett neu.

Ein Geschenk an die Schulfamilie – Restarbeiten stehen noch an

Schulen generalsaniert und neu gebaut: St. Irmengard ist wieder daheim

Knapp 61 Millionen Euro hat die Erzdiözese München-Freising in die St.-Irmengard-Schulen investiert. Der Standort an der Hauptstraße in Garmisch-Partenkirchen wurde zum Teil neu gebaut, zudem generalsaniert. Nun ging der Umzug über die Bühne.

Garmisch-Partenkirchen – Diesmal hat’s geklappt: Die St.-Irmengard-Schulen sind zurück an ihrem alten, nun generalsanierten und teilweise neu gebauten Standort an der Hauptstraße. In den wegen Corona verlängerten Weihnachtsferien ging der Umzug nun im zweiten Anlauf ohne Probleme vonstatten. Die Container an der Bahnhofstraße stehen nun leer und warten auf die nächsten Schüler, die dann aus der benachbarten Zugspitz-Realschule kommen sollten.

Modernes Ambiente mit schickem Mobiliar dominiert das Bild im Aufenthaltsraum der Oberstufe.

Sogar der Unterricht mit Präsenz hätte pünktlich in den neuen Räumen starten können. Im Lockdown mit geschlossenen Schulen wird die Zeit genutzt, um Restarbeiten fertigzustellen und einige Mängel zu beseitigen. Nicht einsatzbereit ist freilich die Turnhalle, deren Bau aber trotz der winterlichen Bedingungen voranschreitet. Dieser soll ebenso wie die Außenanlagen im Herbst 2021 fertiggestellt sein. 60,7 Millionen Euro hat die Erzdiözese München-Freising insgesamt investiert.

Begeisterung über neue Schule: „Ein großes Geschenk“

Begeisterung ruft das Projekt bei Otmar Würl hervor. „Diese Schule empfinde ich als ein großes Geschenk an die Kinder, Eltern und Lehrkräfte, ja an den gesamten Landkreis“, betont der Direktor des Gymnasiums. Er preist die Vorzüge: helle, freundliche, voll digitalisierte Klassenzimmer, im Neubau holzgetäfelt, große Lärmschutzfenster, lichtdurchflutete Gänge, Lichtschächte, eine neue Aula mit modernster Technik und ein Pausenhof auf ihrem Dach sowie eine Bibliothek über zwei Etagen. Alle Gebäudeteile barrierefrei und mit zentralen Lüftungsanlagen versehen.

Beim Bau wurden die Vorschläge der drei Schulleiter Würl, Wolfgang Mühldorfer (Realschule) und Bernhard Eiser (Fachoberschule) sowie des gesamten Lehrerkollegiums berücksichtigt. Die Bildungsverantwortliche der Erzdiözese, Ordinariatsdirektorin Dr. Sandra Krump, stand stets im engen Kontakt zur Schule. Ihr ist wichtig, dass sich junge Menschen beim Lernen wohlfühlen. Das ist erreicht. Allein der freie Blick aufs Wettersteingebirge sorgt für Aha-Momente. „Hoffentlich kommen wir bei dieser Traumaussicht überhaupt noch zum Lernen“, mutmaßt Eiser und lacht. Er hat sein Büro genauso im Neubau wie die Klassen der Oberstufe von Gymnasium und FOS.

Klimaschutz spielte bei Sanierung der Schule wichtige Rolle

Aber auch die anderen Pädagogen sind von den Unterrichtsbedingungen mit Dienst-Tablets in digitalisierten Räumen begeistert. Sechs verglaste Lehrerstützpunkte in den verschiedenen Etagen bringen sie den Kindern und Jugendlichen näher. Verglast sind auch die Kunsträume unterm Dach, die einem Atelier gleichen. Im alten Gebäudeteil und ebenfalls unterm Dach wurden die Räumlichkeiten für die offene Ganztagsschule nach oben geöffnet, mit zusätzlichen Fenstern versehen.

Mit neuem Logo: (v. l.) die Schulleiter Otmar Würl, Bernhard Eiser und Wolfgang Mühlstraßer.

Der Klimaschutz spielte bei allen Überlegungen eine entscheidende Rolle. Neben umfassender Wärmedämmung, dreifacher Fensterverglasung, LED-Beleuchtung, Öko-Strom und Fernwärme, die von den hiesigen Gemeindewerken aus Biogas erzeugt wird, ist das absolut Innovative die hochmoderne Lüftungsanlage. Sie saugt Luft an, filtert diese, tauscht sie in Klassenzimmern, Sanitäranlagen, Technikräumen und Aula zweimal pro Stunde aus. „Damit sind wir auch in Sachen Corona bestens ausgerüstet“, verdeutlicht Mühldorfer. Wichtig ist, dass ein Wärmeaustauscher 80 Prozent der Wärme vor dem Ausblasen zurückgewinnt.

Frischwasserbrunnen und warme Mahlzeit für die Schüler

Die 954 Schülerinnen des Gymnasiums, der Realschule und Fachoberschule (hier auch Schüler) dürfen sich auf beste Bedingungen freuen. Dazu gehört auch ein Frischwasserbrunnen und auf Wunsch eine warme, in der Schulküche zubereitete Mahlzeit. „Das alles wird sich positiv auf das Lernen auswirken“, prognostiziert Würl. Die drei Schulleiter rechnen künftig mit größerer Nachfrage an St.-Irmengard. Der Platz wäre vorhanden.

Und weil zu einer neuen Bildungseinrichtung auch ein modernes Logo gehört, präsentieren sich die drei Schulen tatsächlich auch gleich in einem neuen Outfit: Dreifarbig und modern.

Margot Schäfer

Das Landkreiswetter

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