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Da war noch alles in Ordnung : Uli Maurer und Victor Östling werden den Saisonauftakt aber verpassen. Beide haben sich verletzt.

Eishockey Oberliga: SC Riessersee steht vor Problemen: Östling-Schock und Maurer-Fragezeichen

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Bittere Nachrichten erreichen den SC Riessersee vor dem Eishockey-Spiel in Memmingen: Der Schwede Victor Östling fällt länger aus, Uli Maurer fehlt wohl auch. 

Garmisch-Partenkirchen – Neue Saison, alte Probleme. Unglaublich, wie ähnlich sie gelagert sind: Der SC Riessersee wird am heutigen Freitagabend in Memmingen mit nur einem Kontingentspieler und höchstwahrscheinlich ohne Uli Maurer starten. Fast wie im Oktober 2018. „Sehr bitter“, kommentiert Trainer George Kink den Aderlass. „Damit fehlen zwei absolute Schlüsselspieler.“

Viel Zeit mit dem kompletten Kader war dem Coach nicht vergönnt. „Es ist wie verhext.“ Victor Östling fehlt vier bis sechs Wochen, bei Routinier Maurer dauert es wohl nicht so lange. Ihn plagt eine Oberkörperverletzung, die schneller auskuriert sein sollte. „Aber er kann aktuell keinen Körperkontakt fahren und nicht schießen, dann macht ein Einsatz keinen Sinn“, verdeutlicht Kink. „Wir werden ihn auf keinen Fall auf Biegen und Brechen einsetzen.“ In Sonthofen hat’s ihn erwischt, gleich beim ersten Wechsel. ERC-Brecher Lukas Slavetinsky war wenig zimperlich. „Ich hab’s während des Spiels gar nicht gemerkt“, sagt Maurer. Dafür hinterher, als die Muskulatur ausgekühlt war, umso mehr.

SCR-Spieler Östling zieht sich Unterkörperverletzung zu

Ärger ist die Situation bei Östling. Im Training zog er sich eine Unterkörperverletzung zu. Etwas Muskuläres. Gestern lag er in der Röhre zum Kernspin. Genauere Infos hatten aber auch die Verantwortlichen am frühen Abend noch nicht. Nur so viel: Östling ist erst einmal raus.

Ob der SC Riessersee handeln wird, war bis zum Abend nicht in Erfahrung zu bringen. Es gab offenbar schon Kontakte zu einem Spieler, konkret ist aber nichts. Kink und auch Geschäftsführer Pana Christakakis wollten die genaue Diagnose und ein Gespräch mit Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Schmidt abwarten. Für den Coach steht aber eines fest: „Sinn macht es nur, einen Spieler zu holen, wenn der im Saft steht und nicht erst zwei oder drei Wochen braucht, um fit zu werden. Und das ist so kurz vor dem Saisonstart schwierig.“

SC Riessersee wird vom Pech verfolgt

Das Pech klebt dem SCR in dieser Hinsicht offenbar an den Stiefeln. In der Vorbereitung hatte es zuletzt noch ganz gut ausgesehen – pünktlich zum Rundenstart aber dieser herbe Dämpfer. „Wir müssen das Beste draus machen“, sagt Kink. Den Frust kann er dabei kaum verbergen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer in dieser Rechnung ist der EHC München. Der Kooperationspartner hatte in dieser Woche gleich vier Spieler für den SCR abgestellt. Neben Daniel Fießinger und Dennis Lobach auch die Verteidiger Luca Zitterbart und Emil Quaas. Logisch, keinen weiteren Stürmer: Aber spielen beide Verteidiger, kann zumindest Philipp Wachter ohne Probleme nach vorn wechseln und die Position von Östling übernehmen. Doch: „Wer genau bei uns spielt, werden wir wohl erst Donnerstagnacht oder Freitagfrüh erfahren“, sagt Kink. Immerhin: Die Münchner spielten ja bereits am Donnerstagabend in Ingolstadt, haben heute frei. Das eröffnet in der Theorie viele Möglichkeiten. „Da müssen wir abwarten.“ Vielleicht fährt ja am Ende sogar einer der drei Stürmer Maximilian Daubner, Jason-John Peterka oder Justin Schütz mit nach Memmingen. „Möglich ist alles.“

18-jähriger Verteidiger Mass fehlt

Sicher nicht dabei ist Youngster Philipp Mass. Die Entscheidung zu seiner Zukunft ist gefallen. Rechtzeitig vor dem Start der Oberliga-Saison. Der Verteidiger wurde nach Salzburg abkommandiert. „Ich denke, er wird dort in der Alps-Hockey-League spielen“, spekuliert Kink. Diesen Abgang kann er am ehesten verschmerzen. „Klar, er würde uns verstärken, aber er reißt keine Lücke in unseren Kader.“ Mass könnte für die Zukunft wieder ein Thema werden. Der Trainer vermutet, dass ein Neuzugang wie der 18-Jährige im Redbull-Eishockey-System erst einmal alle Stufen durchlaufen soll, bis er zu einem der Vereine wechselt. „In der Akademie haben sie ihn im Blick.“

Bei so viel Unruhe blieb dennoch genug Zeit, sich auf Memmingen einzustellen. „Ein guter Gegner, der eine Top-Vorbereitung absolviert hat“, urteilt Kink. Die Indians unterlagen Kaufbeuren nur knapp, siegten zweimal gegen Peiting. „Das Team hat schnelle Spieler und wird sich bestimmt nicht verstecken.“ Kink aber hat den eigenen Auftritt im Fokus. „Wir wollen unser Spiel durchbringen, der Gegner soll sich an uns orientieren.“ Im vergangenen Jahr gab’s immerhin einen positiven Einstand. Ein knappes 3:2 gegen Sonthofen. Damit wäre der SCR sicher auch heuer einverstanden.

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