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Elektromobilität: Projekt wird für Bürger greifbar

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Anschnallen und los geht's: Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (r.) und Dr. Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte E-Mobilität bei der BMW AG. © Thomas Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Für Wirtschaftsminister Martin Zeil ist die Elektromobilität eine „Revolution“. So gesehen ist Garmisch-Partenkirchen seit Donnerstag Schauplatz eines Umsturzes.

Es war nur ein Zufall, aber der Fortschritt hätte nicht plakativer gezeigt werden können. Direkt vor der Tourist-Information stand die Postkutsche und wartete auf Gäste. Nur einige Meter entfernt, auf dem Richard-Strauss-Platz, standen BMW Minis E, Fahrräder und Segways, elektrisch angetrieben. Auf der einen Seite also die Vergangenheit, auf der anderen die Zukunft – wenn man den Beteiligten an dem Projekt „e-GAP“ glaubt. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) gab am Mittwoch den Startschuss für das Vorhaben Elektromobilität; Garmisch-Partenkirchen ist die dritte Modellkommune in Bayern. Für Zeil ist das die „Revolution“ in der Fortbewegung.

Zuletzt war es im Markt still geworden um das Projekt. Bei der Feierstunde zur Übergabe der „Maßnahmenbescheide“ – damit dürfen die Partner loslegen – wurde aber deutlich, dass Dr. Christoph Ebert, Koordinator von „e-GAP“, sowie die zwei Dutzend Partner viel vorbereitet haben. Nun sehen das auch die Bürger.

Toni Biersack bietet ab sofort sechs Minis zur Miete an: für Gäste, aber auch für Einheimische. Sie sollen die Elektromobiltät erfahren. Gleichzeitig arbeitet die Langmatz GmbH an den „Tankstellen“. Die Fahrer können Elektro-Autos an eigenen Säulen oder an Straßenlaternen aufladen. Das stellt neue Anforderungen ans Stromnetz, denen sich Wissenschaftler sowie die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen widmen. Es ist ein Verbund mit vielen Partnern, auch aus dem Oberland. „Es sind sehr, sehr spannende Projekte“, betonte Geschäftsführer Dr. Andreas Hunscher von Langmatz.

Zurückgreifen können die Bürger auch auf E-Bikes. Als die Gäste der Feierstunde gestern mit Elektro-Autos hinauf zum Riessersee rollten, flitzten Radler hinterher – nur Augenblicke später trafen sie ein, nicht mal außer Atem.

Ein Projekt zum „Car-Sharing“ – Bürger können Elektro-Autos einfach an der Straße leihen – seien denkbar, erklärte Ebert. Gleiches gelte für Elektro-Roller. „Das ist konkret geplant mit einem Hotel“, kündigte er an. Professor Dr. Dieter Spath vom Fraunhofer Institut wünscht sich E-Mobilität sogar als grundsätzliches Angebot der Gastronomie.

„Es ist die Zukunft“, sagte Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). Zeil meinte: „Heute ist Garmisch-Partenkirchen in Sachen Zukunftsmobilität ganz oben angekommen.“

Matthias Holzapfel

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