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Eine Verkehrsinsel soll im Bereich Gehfeld-/Lagerhausstraße entstehen. 

Das Ende einer Buckelpiste

Endlich eine Lösung für die Gehfeldstraße

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Die Gehfeldstraße im Ortsteil Partenkirchen wird ausgebaut. Das steht fest. Ob mit Pflaster oder Asphalt, das waren Fragen, die den Bauausschuss beschäftigten. In der Diskussion kam auch eine zweite Verkehrsinsel ins Spiel.

Garmisch-Partenkirchen– Tiefe Schlaglöcher, ein Fleckerlteppich aus verschiedenen Asphaltschichten – die Gehfeldstraße zählte zu den Buckelpisten in Garmisch-Partenkirchen. Jetzt wird sie ausgebaut, das heißt nicht allein die Oberfläche, sondern auch der Unterbau werden erneuert. Wie der Bereich zwischen Lagerhaus- und Kochelbergstraße gestaltet werden soll, das beschäftigte die Mitglieder des Bauausschusses. Das Vorhaben, für das nun die Kosten ermittelt werden müssen, teilt sich in zwei Abschnitte. Was beide eint, ist der Mangel an Parkplätzen. Der ist vor allem den großen Einrichtungen in diesem Bereich geschuldet – der Berufsschule und der Kinder-Rheumaklinik.

„Das Ganze war von Anfang an eine Fehlplanung“, wetterte Josef Angelbauer (Freie Wähler). Insbesondere für die Schule sei der völlig falsche Standort gewählt worden. Und die Klinik sei ständig erweitert worden, ohne auch in puncto Stellplätzen nachzubessern. „Wir dürfen’s aus baden.“ Dem widersprach niemand. „Aber das ist nicht zu ändern“, betonte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und bat, den Blick nach vorn zu richten.

Entscheidend für sie ist, dass zumindest ein Gehweg auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen genutzt werden kann. Nachdem die Betroffenen aber auf Höhe der Pitzaustraße die Seite wechseln müssen, regte Alois Maderspacher (CSU) an, dort eine Verkehrsinsel einzuplanen. Schon jetzt ist eine an der Einmündung zur Lagerhausstraße vorgesehen, um Fußgängern das Überqueren zu erleichtern. Inwieweit das möglich ist, soll die Verwaltung nun prüfen. „Dabei geht’s auch um die Zufahrt-Situation“, wandte Bauamtsleiter Jörg Hahn. Er fürchtet, dass eine weitere Verkehrsinsel zu Lasten der Anwohner gehen würde.

Der Bereich zwischen Lagerhaus- und Kohlstattstraße, der auch vom Durchgangsverkehr genutzt wird, soll nun asphaltiert werden. Damit entsprachen die Ausschussmitglieder den Anregungen der Anwohner, die Christoph Ehrhardt vom Bauamt vortrug. Insbesondere aus Kostengründen. Bei den Gehwegen kommt dagegen Betonpflaster zum Einsatz. Parkflächen, von denen eventuell zwei der zweiten Verkehrsinsel zum Opfer fallen, werden farblich abgegrenzt. Die Bäume – noch steht nicht abschließend fest welche und vor allem wie viele – kommen Hahn zufolge in so genannte Pflanzbeete. „Die Bepflanzung begrenzen wir auf den Einmündungsbereich.“

Ähnlich wird das im zweiten Abschnitt, der bis zur Kochelbergstraße reicht, gehandhabt. In diesem Abschnitt, der überwiegend von Anliegern genutzt wird, ist eine Einbahnregelung im Gespräch. Mit Blick auf die Klinik meinte Andreas Grasegger (Bayernpartei), dass „die schon allein wegen der Kinder besser wäre“. Dem konnte sich Hannes Biehler (CSU), der als Betroffener nicht abstimmen durfte, aber nicht anschließen. „Das würde die Straße schneller machen“, prophezeite er. Schützenhilfe bekam er von seinem Sohn, Hannes Biehler junior, der sich als Zuhörer zu Wort meldete: „So wie’s jetzt ist, funktioniert’s. Auf beiden Seiten sind ein Gehweg und Parken möglich. Warum lässt man’s nicht so?“ Die Frage der Verkehrsregelung will Meierhofer nun mit dem Ordnungsamt besprechen. Aus Platzgründen steht für sie aber fest, „dass es gar keine Rundum-glücklich-Variante geben kann“.

Zumindest ein Beschluss des Bauausschusses wird aber die Anlieger erfreuen. Die Mehrheit entsprach ihrem Wunsch, die Straße zu asphaltieren und nicht wie vorgesehen zu pflastern.

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