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Ein sensibler Bereich: Die Arbeiter, die auf Hochtouren die Sanierung der Loisachstraße vorantreiben, sind aktuell im Umkreis des denkmalgeschützten Ensembles rund um den Schneggensteg beschäftigt.

Projekt schlägt mit 1,55 Millionen Euro zu Buche

Enger Zeitplan für die Loisachstraße: Sanierung soll im Dezember abgeschlossen sein

  • Tanja Brinkmann
    VonTanja Brinkmann
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Ehrgeizig – dieses Wort trifft den Zeitplan für die Sanierung der Loisachstraße am besten. Bis Dezember soll dieses 1,55- Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen sein. Aktuell laufen die Arbeiten im Bereich des denkmalgeschützten Ensembles rund um den Schneggensteg auf Hochtouren.

Garmisch-Partenkirchen – Tiefe Löcher und ein mehrfach geflickter Teerbelag – das machte die Loisachstraße aus. Damit ist nun Schluss. In vier Abschnitten wird diese Verbindung, die durchs historische Garmisch führt und an der denkmalgeschützte Ensemble stehen, saniert. 1,55 Millionen Euro sind dafür im Haushalt eingestellt. Der Zeitrahmen für die Umgestaltung ist eng gestrickt. „Planmäßig soll die Baumaßnahme Anfang Dezember abgeschlossen sein“, sagt Rathaus-Sprecherin Ute Leitner. Sie und ihre Kollegen hoffen daher auf günstige Witterungsbedingungen.

Der erste Bereich, der Zwickel Loisach- und Frühlingstraße, der auf die Grasbergstraße führt, ist mittlerweile abgeschlossen. „Bis auf einige Restarbeiten“, räumt Leitner ein. Wie dieser Teil und auch die weiteren Abschnitte nach der Sanierung gestaltet werden sollen, gilt es noch zu klären. Der Brunnen allerdings, der einmal im Zwickel zwischen Loisach- und Frühlingstraße vorgesehen war, wird dort nicht errichtet.

Pflastersteine werten den Bereich optisch auf

Aktuell sind die Arbeiter im Bereich Grasbergstraße sowie im weiteren Verlauf der Loisachstraße bis nach dem Schneggensteg zu Gange. Nachdem der Kanal im gesamten Bereich im vergangenen Jahr erneuert worden war, gilt es nun, die verschiedenen Leitungen und insbesondere die Hausanschlüsse neu zu verlegen. Das bedeute „viel Aufwand“, unterstreicht Leitner. Gerade dieser mittlere Teil der Straße steht außerdem unter Ensembleschutz. Deshalb liegt der Gemeinde auch daran, das Ganze optisch aufzuwerten. Und zwar unter anderem durch das Verlegen von Pflastersteinen – zumindest teilweise. „Das wird teurer als Asphalt“, hatte Bauamtsleiter Jörg Hahn in einer Bauausschuss-Sitzung eingeräumt. Die Mehrkosten im Fahrbahnbereich werden aber nicht auf die Anlieger umgelegt, sondern von der Gemeinde geschultert und aus dem Topf der Städtebauförderung gezahlt.

Letzter Abschnitt bis zur Loisachbrücke wird asphaltiert

Der letzte Abschnitt reicht bis zur Loisachbrücke an der Burgstraße. Dort wird nur asphaltiert, was wesentlich schneller voranschreitet als die Pflasterarbeiten. Mit dem vor Augen zeigen sich die Mitarbeiter der Rathaus-Verwaltung zuversichtlich, dass das Projekt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Nur ein extrem früher Wintereinbruch könnte ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Anwohner, die schon seit über einem Jahr mit erheblichen Behinderungen leben müssen, sind zur Freude der Arbeiter sehr entspannt. „Das kann man wirklich hervorheben“, betont Leitner. „Sie erdulden das Ganze mit aller Gelassenheit und versorgen die Arbeiter sogar mit Kaffee und Getränken.“ Ein netter Zug, der ankommt und sicher dazu beiträgt, dass die Schönheitskur der Loisachstraße zügig voranschreitet.

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