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Engagieren sich für die Bürgerstiftung Mehrwert: (v. v. l.) Helmut Kuhn, Georg Fink, Alexander Huhn, Michael Müller, Grit Fugmann, Dr. Friedrich Brenner, Ulrich Willburger, Ulrike Wilhelm, Katharina von der Goltz und Pfarrer Manfred Reitlinger, der aus dem Stiftungsrat ausscheidet, sowie (h. v. l.) Michael Schuldes, Anton Speer, Dr. Hans-Dieter Allescher und Stefan Schackmann.

Die nächste Benefizaktion steht bevor

Erfolgsmodell Bürgerstiftung Mehrwert: Knapp eine Million Euro für gute Zwecke

Die Bürgerstiftung Mehrwert, die seit 2005 Menschen und Initiativen im Landkreis unterstützt, ist ein Erfolgsmodell. Das belegen die Zahlen, die Vorsitzender Ulrich Willburger bei der Herbstversammlung präsentierte. Das zeigt aber auch die Zahl seiner Mitstreiter, die in diesem Jahr um fünf gestiegen ist.

Garmisch-Partenkirchen – Sie lindert Not, greift ein, wo keine staatlichen Stellen mehr ansetzen, und fördert Initiativen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Seit ihrer Gründung 2005 hat die Bürgerstiftung Mehrwert 973 674 Euro für gute Zwecke vergeben. Eine Zahl, die Vorsitzenden Ulrich Willburger begeistert – und stolz macht. Bei der Herbstversammlung brachte er diese auf den Tisch. Genau wie die lange Liste an Menschen und Institutionen, denen in den vergangenen 13 Jahren geholfen werden konnte. Unter anderem kamen Bergwacht-Bereitschaften, das Frauenhaus Murnau, die Wasserwacht, Schulen, die Klassiktage Ammergauer Alpen, Museen sowie die Spielplätze in Krün, Oberammergau und Bad Kohlgrub in den Genuss von Zuwendungen.

Nachdem die Banken nach wie vor kaum Zinsen ausschütten, kann Mehrwert nicht von seinem Stiftungskapital zehren. „Dabei ist dieses ebenfalls gewaltig angestiegen“, sagt Willburger. Aus 62 500 Euro, die bei der Gründung auf den Konten lagen, sind mittlerweile 3,045 Millionen Euro geworden. Um Gutes zu tun, sind er und seine Mitstreiter auf Spenden angewiesen. „Dabei ist uns das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt ein wertvoller Partner“, betont Georg Fink, Vorsitzender des Stiftungsrats. Seit 2007 organisieren die Heimatzeitung und Mehrwert eine Weihnachtsaktion, durch die unter anderem Geld für den Neubau der Tafel-Ausgabestelle und den Integrationskindergarten sowie ein neues Wohnheim der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe in Garmisch-Partenkirchen gesammelt wurde.

Aber auch der Notfallfonds entstand aus dieser Kooperation. „Unser Anliegen ist es, Probleme im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu lindern“, sagt Fink. Aus diesem Topf wurden inzwischen schon 233 088 Euro als Micro-Darlehen ausgeschüttet. 121 240 Euro sind im Lauf der Jahre wieder zurückgeflossen, 22 781 Euro mussten die Verantwortlichen abschreiben. Von der Idee sind Fink und Willburger trotzdem 100-prozentig überzeugt: „Damit können wir schnell und unbürokratisch vielen Menschen helfen, die unverschuldet in Not geraten sind“, erklärt der Vorsitzende. Zudem haben das Tagblatt und die Stiftung eine Initiative angestoßen, um Kinderarmut zu lindern.

Dafür engagieren sich neben dem Vorstand, der wiedergewählt wurde, auch die Stiftungsräte. In diesen Kreis wurden heuer Katharina von der Goltz, Pfarrerin Ulrike Wilhelm, Dr. Hans-Dieter Allescher, Michael Müller, Stefan Schackmann und Dekan Thomas Gröner aufgenommen. Nachdem Mehrwert für den ganzen Landkreis zuständig ist, gelte es, Vertreter aus allen Talschaften im Boot zu haben, verdeutlicht Fink das Anliegen. Seine alte Mannschaft bleibt ihm mit einer Ausnahme erhalten: Pfarrer Manfred Reitlinger, der in den Ruhestand geht, verlässt Garmisch-Partenkirchen und zieht nach Weilheim. In dieser Periode „streben wir die schrittweise Übergabe von Aufgaben an, die zur Zeit von älteren Mitgliedern geleistet werden“, sagt Willburger. So „möchten wir einen stufenlosen Übergang auf die jüngere Generation erreichen“.

Ein Thema, das die Stiftung noch in diesem Jahr beschäftigt, ist die Hospizarbeit. „Wir würden gerne Schulungsprogramme für Ehrenamtliche fördern“, erklärt Fink. Zudem steht am Samstag, 6. Oktober, noch eine Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten von Mehrwert auf dem Programm. Die Münchner Banjoband, bei der auch Willburger mitspielt, tritt in der Wetzstoa-Stub’n in Unterammergau (Beginn: 19.30 Uhr) für die gute Sache auf. Bei diesen Terminen für wohltätige Zwecke, die zweimal im Jahr stattfinden, arbeiten die Heimatzeitung und die Stiftung ebenfalls Hand in Hand. „Eine großartige Sache“, findet Willburger.

Besonders dankbar ist er, dass die Künstler zum Nulltarif dabei sind. Oder über die Partner, wie den Kulturbeutel und Musik im Park, durch deren Einsatz in diesem Sommer 12 500 Euro in die Mehrwert-Kasse gespült wurden.

Gewählt:

Vorstand: Ulrich Willburger (Erster Vorsitzender) sowie Michael Schuldes und Tanja Brinkmann (Stellvertreter).

Stiftungsrat: Georg Fink (Vorsitzender), Alexander Huhn (Stellvertreter), Dr. Hans-Dieter Allescher, Walter Beller, Dr. Friedrich Brenner, Grit Fugmann, Dekan Thomas Gröner, Anton Klotz, Helmut Kuhn, Michael Müller, Nic Nagel, Stefan Schackmann, Katharina von der Goltz, Pfarrerin Ulrike Wilhelm und Johannes Zolk.

Schirmherr: Landrat Anton Speer.

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