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Schlüsselübergabe: die neue Direktorin Regina Spitzer mit ihrem Vorgänger Bernd Schober und Schülern.

Erste Direktorin an der Zugspitz-Realschule

Neustart in der alten Heimat

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Mit der Schlüsselübergabe ist’s jetzt offiziell: Regina Spitzer ist die neue Direktorin an der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen. An ihrer neuen Wirkungsstätte wurde die Oberauerin mit offenen Armen empfangen: „Die Stimmung ist sehr gut.“

Garmisch-Partenkirchen – Ein bisserl ist’s wie Heimkommen. An eine Schule, die sie noch aus ihrer eigenen Schulzeit kennt: „Vom Werdenfels-Gymnasium aus hatten wir hier Sportunterricht.“ In die Region, in der sie aufgewachsen ist. Dafür ist Regina Spitzer dankbar. Und glücklich. „Es war mein großer Wunsch, wieder zurück in den Landkreis zu kommen“, sagt die Oberauerin. Der erfüllte sich nun. Am Montag hat sie ihren Dienst als Direktorin der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen angetreten, gestern unterrichtete sie am Gamsangerweg erstmals ihre neuen Klassen.

Geschichte in der 7a und der 7b stand auf dem Plan. Zwei Stunden, auf die sich die 48-Jährige schon im Vorfeld gefreut hat. „Die Zeit mit den Schülern genieße ich immer sehr.“ Da gibt’s keine Unterbrechungen, kein Telefon, in den 45 Minuten widmet sie sich allein den Mädchen und Buben. Spitzer, die bis zum Zwischenzeugnis die Orlando-Di-Lasso-Realschule in Maisach (Landkreis Fürstenfeldbruck) leitete, möchte den Unterricht keinesfalls missen. „Das ist eine wertvolle Ergänzung zu den Aufgaben in der Verwaltung“, betont sie. „Dafür bin ich ja schließlich Lehrerin geworden.“

Den Wechsel zum Halbjahr empfindet sie als ausgesprochen positiv. „Dann muss man nicht gleich mit der Planung fürs neue Schuljahr einsteigen.“ Im Gegensatz zu ihrem Nachfolger in Maisach – die Stelle wird erst zum 1. August besetzt – kann sie sich in Ruhe einarbeiten und Schüler, Kollegen und Eltern kennenlernen. Dass die Stimmung am Gamsangerweg absolut positiv ist, das hat sie schon bei ihrem Antrittsbesuch gemerkt. Die offizielle Verabschiedung ihres Vorgängers Bernd Schober in den Ruhestand und die Schlüsselübergabe im Beisein der Fünft- bis Zehntklässler haben diesen Eindruck bestätigt. „Ergreifend“ sei der kleine Festakt gewesen, bei dem die Schülervertreter an Schober ein Plakat mit den Unterschriften aller 400 Schüler überreichten. „Eine schöne Geste“, findet Spitzer. Schobers tiefe Verwurzelung mit der Schule kommt jetzt auch ihr zugute. „Ihm liegt eben daran, dass der Übergang gut läuft“, unterstreicht Spitzer. Deshalb habe er auch angeboten, bei Fragen immer zur Verfügung zu stehen. Und die ergeben sich sicher an der Einrichtung, die vor der Generalsanierung steht.

In der Geschichte der Bildungsstätte, die 1981 als reine Bubenschule in einigen Räumen der Grundschule Burgrain startete, ehe ein Jahr später die neuen Räume am Gamsangerweg bezogen wurden, ist die Geschichts- und Deutschlehrerin die erste Direktorin. „Das ist kein Problem“, meint Spitzer. Vor ihrem Einsatz in Maisach wirkte sie fünf Jahre in Schondorf, einer reinen Knabenschule. „Da hab’ ich mich sehr wohl gefühlt.“ Manchmal etwas ruppig, aber stets herzlich beschreibt sie das Miteinander.

Den Umzug zurück nach Oberau, wo auch ihre Eltern leben, hat Spitzer schon hinter sich. Ihr Mann, der in Germering arbeitet, bleibt derweil in Althegnenberg wohnen. „Einen Wochenendbeziehung hatte ich schon lange nicht mehr“, sagt Spitzer und schmunzelt. „Das hält aber jung.“ Zumal ihr Mann sie natürlich auch im Werdenfelser Land besuchen wird. „Gerade im Sommer bietet sich das mit dem Motorrad an.“ Genussfahrten auf zwei Rädern sind nämlich eine Leidenschaft des Ehepaars. „Wir sind gerne in Frankreich unterwegs.“ Und natürlich in der näheren Umgebung. Ihre neue alte Heimat will die Pädagogin auch nach Schulschluss wieder erkunden – sei’s mit dem Motorrad oder beim Wandern. Sobald es ihre Zeit zulässt, zieht es sie in die Natur. „Die hab’ ich ja hier direkt vor der Haustür.“

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