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An diesem Fleckchen Erde initiiert Ralph Cremer ein neues Gartenprojekt.

Bewusstsein für Lebensmittel wecken

„Essbares Garmisch-Partenkirchen“: Gartenprojekt wird gestartet

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Neue Gemeinschaftsgärten entstehen Am Mühlbach zwischen der Von-Müller- und der Zugspitzstraße sowie an der Partnach für das Gartenprojekt „Essbares Garmisch-Partenkirchen“. Die Hobbygärtner verpflichten sich zu einem 100-prozentig biologischen Anbau.

Garmisch-Partenkirchen – Ralph Cremer ist vorbereitet. Zu Hause warten die vielen seltenen Kartoffelsorten, die kaum mehr einer kennt. Die Blaue Ajanhuir etwa, die Blaue Schweden oder die Aeggeblomme. Er will „mal probieren, was bei uns so wächst“. Bald wird er seinen Test starten. Und damit beginnt auch ein neues Gartenprojekt in der Marktgemeinde: „Essbares Garmisch-Partenkirchen“. 

Bereits vor einem Jahr initiierte die Solidargemeinschaft Werdenfelser Land des Dachvereins Unser Land gemeinsam mit dem Kreisbildungswerk das Projekt Sonnenäcker. Auf einem etwa 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Riffelstraße am Hausberg konnten sich Interessierte Parzellen mieten, um dort ihren eigenen Garten anzulegen, um Kräuter und Gemüse anzubauen. Das Interesse war groß – und wurde immer größer. Schnell waren zum Start die 22, jeweils etwa 80 Quadratmeter großen Beete vergeben. Für dieses Jahr liegen schon etwa 35 Anmeldungen für die Sonnenäcker vor. Wer dort keinen Platz findet, dem bietet sich nun eine neue Möglichkeit, garantiert biologisches Gemüse heranzuzüchten.

Beete sollen gemeinsam gepflegt werden

Eine Gruppe um den Burgrainer Cremer (66) suchte nach weiteren geeigneten Flächen, um Gemeinschaftsgärten anzulegen. Am Mühlbach zwischen der Von-Müller- und der Zugspitzstraße sowie an der Partnach wurde sie fündig. Dort stellte die Marktgemeinde ein jeweils „einige 100 Quadratmeter“ großes Areal zur Verfügung, mit der Solidargemeinschaft entwickelten die Ehrenamtlichen das neue Projekt „Essbares Garmisch-Partenkirchen“. In einem wesentlichen Punkt unterscheidet es sich von den Sonnenäckern: Nicht jeder Hobbygärtner oder jede Hobbygärtner-Familie erhält eine eigene Parzelle. Die Beteiligten pflegen die Beete gemeinsam, die auch Spaziergänger erfreuen sollen. „Das Ganze soll schön aussehen“, betont Cremer. „Nicht wie Kraut und Rüben – die sollen dort nur wachsen.“ Die Ernte teilen die Gärtner am Ende der Saison untereinander auf. Je nachdem, wie viele Interessenten sich melden, so viele Beete werden – in ganz unterschiedlichen Formen – angelegt. 

„Ohne Gift, ohne Gen“

Cremer hofft auf etwa zehn Stück für den Anfang. Eine Umfrage der Projektgruppe im Vorfeld zeigt den Bedarf eines solchen Angebots: Etwa 100 Unterschriften sammelten die Initiatoren damals. Wie viele sich tatsächlich beteiligen, wird sich am Dienstag in einer Infoveranstaltung zeigen. Am Samstag, 13. Mai, erfolgt der Spatenstich für das Projekt. Anders als auf den Sonnenäckern – dort kostet die Beetmiete für ein Jahr bislang 55 Euro – fallen für die Beteiligen keine Gebühren an. Über Spenden wollen sie Organisatoren Ausgaben finanzieren. In einem entscheidenden Punkt unterscheiden sich die beiden Gartenprojekte nicht: Die Hobbygärtner verpflichten sich zu einem 100-prozentig biologischen Anbau. „Ohne Gift, ohne Gen“, betont Cremer. Hier wie dort geht es den Initiatoren darum, bei Kindern und Erwachsenen ein Bewusstsein zu wecken. „Lebensmittel sind wertvoll“, sagt Cremer.

Er und seine Mitstreiter wollen ein positives Zeichen setzen. „Dafür, was bei uns alles wächst.“ Nicht alle Rüben, Salate, Kohlrabi, Zwiebeln, Gurken, Zucchini und Kartoffeln kämen schließlich aus dem Supermarkt oder aus Gewächshäusern irgendwo in Europa. Und diese Schätze vor Ort selbst anzubauen und zu pflegen, „das macht auch noch richtig viel Spaß“.

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