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Verkehrschaos in GAP am Tag nach G7: Wildes Gerücht um Biden-Fahrzeug-Kolonne

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Bei seiner Heimreise donnerte der Fahrzeugtross von US-Präsident Joe Biden mkit 47 Fahrzeugen durch den Tunnel Farchant. Jetzt herrscht Verkehrschaos in Garmisch-Partenkirchen.
Bei seiner Heimreise donnerte der Fahrzeugtross von US-Präsident Joe Biden mit 47 Fahrzeugen durch den Tunnel Farchant. Jetzt herrscht Verkehrschaos in Garmisch-Partenkirchen. © Josef Hildenbrand/dpa/Screenshot Google Maps

Der Tunnel Farchant war seit Dienstagabend total gesperrt. Der Verkehr stockte den ganzen Tag über. All das einen Tag nach dem G7-Gipfel in Elmau. Gibt es da einen Zusammenhang?

Update, 30. Juni, 08.55 Uhr: Das für den Farchanter zuständige Straßenbauamt in Weilheim geht derzeit überigens nicht davon aus, dass Joe Biden und seine 47-Fahrzeug-Kolonne bei der G7-Abreise für den Defekt verantwortlich ist. Der zeitliche Zusammenhang sei „Zufall“, sagt Christoph Pause, Abteilungsleiter vom Staatlichen Bauamt Weilheim am Mittwochabend dem BR.

Update 18:28 Uhr: Der Fehler ist behoben, Entwarnung am Farchanter Tunnel. Ab sofort läuft der Verkehr wieder regulär und dauerhaft durch den Tunnel. Der Farchanter Bürgermeister konnte am frühen Abend Entwarnung geben. Dennoch stinkt Christian Hornsteiner (CSU) die Dauerbelastung für das Dorf: „Die Staus müssen jetzt aufhören!“

Update 17:42 Uhr: Am Nachmittag haben die Verantwortlichen des Staatlichen Baumts in Weilheim entschieden, den Farchanter Tunnel zumindest zu den Hauptverkehrszeiten wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu wurde die Feuerwehr Farchant in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Röhren sind am Mittwoch von 16.30 bis 20 Uhr geöffnet sowie am Donnerstag von 6 bis 10 Uhr im morgendlichen Berufsverkehr. In den Zeitintervallen außerhalb der ausgewiesenen Verkehrsfreigaben muss der B2 Straßentunnel Farchant zur Fehlerbeseitigung erneut geschlossen werden. Das Problem konnte bisher nicht gelöst werden.

Totales Verkehrschaos in Garmisch-Partenkirchen - Tunnel Farchant gesperrt

Ursprünglicher Artikel von 11 Uhr, 29. Juni: Garmisch-Partenkirchen (Ursprungsmeldung von 11.03 Uhr, aktualisiert um 15.33 Uhr) - Offenbar schon in der Nacht musste der Tunnel Farchant, der die wichtige Verkehrsader B2 zwischen Oberau und Partenkirchen verbindet, total gesperrt werden. Die Ursache ist technischer Natur, die Funkanlage, mit der man aus dem Tunnel heraus den Notruf verständigen kann, spielt komplett verrückt. Sie sendet pausenlos aus dem Tunnel heraus und stört diverse Frequenzen in der Umgebung. Sie muss deshalb abgestellt und dafür der Tunnel total gesperrt werden. Ein Ende der Totalsperre war am Morgen für den frühen Mittwochnachmittag angesetzt, doch Stand 15.30 Uhr dauert sie immer noch an.

Die Vollsperre hat jetzt schon ein Verkehrschaos rund um Garmisch-Partenkirchen ausgelöst. Am Tunnel Oberau gilt Blockabfertigung. In beiden Richtungen steht der Verkehr zwischen Garmisch und Oberau.

Auch die Bundespolizei steht auf dem Heimweg vom G7-Gipfel im Stau auf der B2.
Auch die Bundespolizei steht auf dem Heimweg vom G7-Gipfel im Stau auf der B2. © Thomas Sehr

Heimfahrende G7-Polizisten verstärken Stau

Das Chaos wird verstärkt durch die vielen heimreisenden Einsatzkräfte. Rund 18.000 Polizisten sollen rund um den G7-Gipfel, der am Dienstag zu Ende ging, im Einsatz gewesen sein. Viele kehren samt schwerem Gerät, wie Wasserwerfer und Mannschaftstransporter, wieder in ihre Heimat-Inspektionen zurück.

Sperre nach G7-Gipfel - Hat Joe Biden den Farchanter Tunnel zerstört?

Überhaupt drängt sich bei vielen ein Zusammenhang zwischen dem Gipfel und der Tunnel-Vollsperrung - ausgerechnet am Tag danach - auf. Im Ort gibt‘s bereits verschiedene Erklärungen, wer da Schuld haben könnte. Besonders genüsslich wird gerade ein wildes Gerücht um den Fahrzeugtross des US-Präsidenten verbreitet. Als Joe Bidens 47 Wagen starke Fahrzeugkolonne durch den Farchanter Tunnel gedonnert ist, so heißt es, sollen die panzerähnlichen Gefährte die dortige Technik zerstört haben.

Wie genau, scheint auch schon ausgemacht. Denn in Bidens Umgehung wird aus Sicherheitsgründen ein Störsignal gesendet, das gewisse Frequenzen blockiert, auch in seiner Limousine. Eine mögliche Erklärung also wäre, dass die Funkanlage im Tunnel durch dieses Störsignal vererückt gemacht wurde. Das ist aber völlig unbestätigt und einfach nur ein wildes Gerücht.

Fehlerbehebung und Ursachensuche laufen derweil. Bis Nachmittag sollte weniger Chaos und mehr Klarheit herrschen.

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