Blaulicht Polizei Einsatz Symbolbild
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Ein Fehlalarm sorgte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte (Symbolbild).

Rettungsorganisationen rücken mit über 100 Helfern an

Fehlalarm: Psychisch kranker Mann löst Großeinsatz aus

  • Andreas Seiler
    VonAndreas Seiler
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Garmisch-Partenkirchen – Ein psychisch kranker Mann, der in der geschlossenen Abteilung der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Garmisch-Partenkirchen untergebracht ist, hat am Samstag, 25. Juli, grundlos und in geistiger Verwirrung einen Großalarm ausgelöst.

Der 21-jährige Landkreis-Bewohner wählte nach Polizeiangaben mit einem Diensttelefon der Einrichtung den Notruf und meldete gegen 16.30 Uhr der Integrierten Leitstelle in Weilheim einen Zimmerbrand. Diesen hatte er sich nur eingebildet.

Es wurde Vollalarm ausgelöst – mit weitreichenden Konsequenzen. Denn es rückte ein gewaltiges Aufgebot an Rettungskräften an. Vor Ort waren unter anderem die Feuerwehren Garmisch und Partenkirchen mit 16 Fahrzeugen und rund 80 Mann, die Kreisbrandinspektion, das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr Murnau, der Katastrophenschutz, sechs Rettungswagen samt Notarzt, die Polizei sowie diverse Einsatzleiter und Unterstützungsgruppen. Schnell war klar, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Wie der Patient an das Telefon kam, konnte nicht geklärt werden. „Durch den Aufruf der über 100 Einsatzkräfte entstanden enorme Kosten, und der Großteil der Einsatzkräfte wurde aus der Freizeit alarmiert“, heißt es im Bericht der Polizei Garmisch-Partenkirchen. Der Fall hat womöglich ein juristisches Nachspiel: Gegen den 21-Jährigen wurde eine Anzeige wegen des Missbrauchs von Notrufen erstattet. Damit beschäftigt sich jetzt die Staatsanwaltschaft.  

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