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Autogramme schreibt Felix Neureuther reichlich an diesem Abend.

Besuch bei Schulklasse

Felix Neureuther: Ein Star zum Anfassen

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Sonst kennen sie ihn nur aus dem TV. Doch dank der Aktion „Dein Winter. Dein Sport.“ verbrachte eine Schulklasse zwei Tage mit Felix Neureuther – Gruppen-Umarmung inklusive.

Garmisch-Partenkirchen – Es herrscht Hektik im Seminarraum der Jugendherberge in Burgrain. Kinder rutschen unruhig auf ihren Stühlen umher, tuscheln untereinander und kichern. „Wann kommt er denn endlich?“, fragt der elfjährige Razzim ungeduldig in die Runde. Sein Kumpel Luca (12) ist ganz vertieft in seine Gedanken. Er überlegt, wie viele Autogramme er für Zuhause mitbringen soll. „Ich glaube, es waren fünf“, murmelt er vor sich hin. Plötzlich öffnet sich die Tür. Felix Neureuther betritt den Raum. Es wird still. Ein kurzes „Servus beinand“ genügt, um das Eis zu brechen. Die Augen der Kinder leuchten.

Die Zusammenkunft des Ski-Stars und der Schulklasse aus Donaueschingen (Baden-Württemberg) ist Teil des Projekts „Dein Winter. Dein Sport“. Eine Initiative des Deutschen Skiverbandes, des Deutschen Skilehrerverbands und des Deutschen Snowboardverbands. Sie soll Kindern und Jugendlichen den Wintersport näher bringen. Einer der über 40 Botschafter ist Neureuther. Aus rund 140 Bewerbungsvideos entschied er sich für das aus Donaueschingen. Als Preis dürfen die Schüler zwei Tage mit ihm in seiner Garmisch-Partenkirchner Heimat verbringen. Nach der Kennenlern-Runde am Dienstag, stand am Mittwoch Skifahren am Hausberg auf dem Programm.

Die Kinder sind gut vorbereitet auf das Treffen mit Neureuther. Jedes von ihnen hat sich eine Frage für den Helden, den sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen, ausgedacht. Dabei scheuen sie – wie Kinder eben so sind – vor nichts zurück. Neben harmlosen Fragen nach seinem schönsten Sieg („Das war in Kitzbühel“) oder dem Lieblingsessen, wollen sie auch wissen, wie er seine Miri kennengelernt hat oder wie sein Leben als frisch-gebackener Vater ist. Hier zeigt Neureuther seine große Stärke: Geduldig und ausführlich antwortet er auf alles, was die Kleinen von ihm wissen wollen. Stets auf Augenhöhe und mit reichlich Humor.

Man merkt schnell: Neureuther ist der Termin mit dem Nachwuchs wichtig. Nichts, dass er nur schnell abhaken möchte auf seiner PR-To-do-Liste. „Es ist extrem cool, dass ich den Kids auf diesem Weg das Skifahren näherbringen kann“, sagt er. Früher als Jugendlicher habe er sich solche Aktionen immer gewünscht. Die Zuneigung der Schüler entschädigt ihn vielfach für seinen zeitlichen Aufwand. Zum Abschied gibt es eine innige Gruppen-Umarmung. Felix Neureuther – ein Star zum Anfassen.

Bilder: Felix Neureuther verbringt zwei Tage mit Schulklasse

Neureuthers beste Sprüche:

„Sagen wir mal so: Ich habe aus meinen Möglichkeiten das Beste rausgeholt.“

Auf die Frage, ob er ein guter Schüler war.

„Sport und Sport.“

Auf die Frage nach seinen Lieblingsfächern.

„Ich hätte wahrscheinlich sehr viel mehr Weltcupsiege, wenn es da nicht so einen kleinen Österreicher geben würde, der leider auch ganz schön gut fährt.“

Auf die Frage, warum er nicht schon öfter gewonnen hat.

„Dem Sepp geht‘s gut.“

Auf die Frage, wie es seinem Sohn geht - Neureuther hat eine Tochter namens Matilda.

„Ein-, zweimal glaub’ ich schon.“

Auf die Frage, wie oft er schon auf dem Podest stand.

„Mit dem Thema Olympia habe ich noch eine kleine Rechnung offen. Wenn es nicht klappt, ist das auch nicht so schlimm.“

Auf die Frage nach seinen Zielen für die Zukunft.

„Das mit dem Sie kannst’ gleich lassen. Da musst du zwar bei deinen Lehrern aufpassen, aber wir Sportler duzen uns – das versteht sich von selber.“

Als ihn ein Kind mit „Herr Neureuther“ anspricht.

„Irgendwas mit Anfang 20.“

Auf die Frage nach seinem Alter.

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