+
Ausgelassene Feier: Mit dem Blaumacher-Tag klingt die Partenkirchner Festwoche aus. 

Schon gibt‘s Überlegungen für 2020

Festwoche Partenkirchen: So fällt die Bilanz aus 

Trachtenvereins-Chef Andreas Grasegger ist zufrieden. An sieben von zehn Tagen war das Bierzelt gut gefüllt. An einem Tag hatten sich die Organisatoren mehr Besucher erwartet.

Garmisch-Partenkirchen – „Gut war’s. Richtig gut.“ Wenn Andreas Grasegger Bilanz zieht über die 64. Partenkirchner Festwoche, strahlt er übers ganze Gesicht. Das Besondere am zehntägigen Großereignis in diesem Jahr: Für Grasegger war es die erste Festwoche in seiner Funktion als Vorsitzender des Volkstrachtenvereins (VTV) „Werdenfelser Heimat“ Partenkirchen. Da war der 33-Jährige naturgemäß angespannt, dass auch alles gut funktioniert. Und es lief bestens. Der Trachtler-Chef wurde von seinen Ausschussmitgliedern hervorragend unterstützt. „Alle haben gut zusammengearbeitet. Es war eine schöne Sache, jeder hat seine Aufgaben erfüllt.“

Grasegger war so lebhaft in das zehntägige Spektakel eingebunden, dass er gar nicht dazu kam, sich in Ruhe hinzusetzen. „Ich habe nicht viel erwischt, bevor ich heim gegangen bin, habe ich meistens eine Maß getrunken, das war’s dann schon.“ Ständig musste der Vorsitzende darauf achten, dass das Programm sitzt und die Abläufe stimmen oder er hatte eine Rede zu halten. Ebenso wie der Trachtler-Chef war Michael Kratzmair an jedem Tag des Fests im Bierzelt am Schützenhaus anwesend. Auch der Schriftführer des VTV schwärmt von der Festwoche, hat jedoch einen kleinen Punkt zu bemängeln: „Es ist ärgerlich, wenn die Leute die Tische reservieren und dann nicht kommen.“ So werde anderen Gästen die Möglichkeit genommen, sich zu setzen. Der Volkstrachtenverein wartet in solch einem Fall nur bis etwa 19 Uhr und vergibt die reservierten Tische an wartende Besucher.

2020 sind Änderungen vorgesehen

Knapp 2000 Feierwütige fasst das Zelt in Partenkirchen. An sieben der zehn Tage war es gut gefüllt. „Gerade am Eröffnungsabend haben wir so viele Leute gehabt wie schon lang nicht mehr“, frohlockt Grasegger. Zum Start kam mit den Landtagsabgeordneten Harald Kühn, Martin Bachhuber (beide CSU) und Florian Streibl (Freie Wähler) die Politik ins Zelt. Auch sehr viele Besucher gab es beim Partenkirchner Kraftzweikampf am ersten Montag und bei der Deutschen Meisterschaft im Fingerhakeln an Maria Himmelfahrt. Ebenfalls gelungen war die Oldtimer-Rundfahrt. „Wir haben mit 170 Teilnehmern gerechnet, dann ist das Ganze auf einmal explodiert“, sagt Grasegger. Letztlich fuhren 241 Bulldogs und landwirtschaftliche Zugmaschinen durch den Ort.

Dagegen gab es drei Abende, an denen im Zelt noch Plätze frei waren. „Die Sonntage sind immer nicht so gut besucht“, weiß Kratzmair aus Erfahrung. Auch am zweiten Samstag, als die Göllwurz’n Musi zum Tanz aufspielte, gab es Lücken in den Sitzreihen. „Wir hätten uns mehr erwartet“, bedauert der Schriftführer, der vermutet, dass die Besucher von den vorherigen Tagen gesättigt waren.

Schon jetzt überlegen sich die Verantwortlichen, wie die Partenkirchner Festwoche im kommenden Jahr verlaufen soll. „Der grobe Ablauf steht“, erklärt Kratzmair. Es gibt feste Termine wie Heimatabende oder den Tag der Betriebe. Änderungen beim Kraftzweikampf oder beim Tanzabend sind jedoch vorgesehen.

Die Festwoche klang traditionell am Blaumacher-Montag aus. „Da geht’s locker und ausgelassen zu“, sagt Grasegger, den der Gebirgstrachtenerhaltungsverein d’Soiernbergler Krün beeindruckte. „Da sind 40 Leute mit dem Bus gekommen und haben kräftig gefeiert.“

Alexander Kraus

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unfallklinik ist Murnaus Arbeitsplatz-Riese
Was bedeutet es, querschnittgelähmt zu sein - heute und vor 50 Jahren? In der  Unfallklinik Murnau wird dies deutlich.
Unfallklinik ist Murnaus Arbeitsplatz-Riese
Garmisch-Partenkirchen erhöht Zweitwohnungssteuer drastisch
Geschlossene Rollläden – und das die längste Zeit im Jahr: Zweitwohnungsbesitzer sind selten da. Dabei wird Wohnraum immer knapper. Die Preise explodieren, Einheimische …
Garmisch-Partenkirchen erhöht Zweitwohnungssteuer drastisch
Ostallgäu: Münchnerin stürzt 70 Meter in die Tiefe - tödlich am Kopf verletzt
Tödlich endete ein Alpen-Ausflug für eine Frau aus München. Sie stürzte bei der Tour 70 Meter in die Tiefe und verletzte sich am Kopf.
Ostallgäu: Münchnerin stürzt 70 Meter in die Tiefe - tödlich am Kopf verletzt
Der Kulinarik-Botschafter aus Mittenwald
Andreas Hillejan zählt zu den 50 besten Köchen in Deutschland – zu diesem Schluss kommt zumindest der Schlemmer Atlas. Die Urkunde durfte der Chef des Marktrestaurants …
Der Kulinarik-Botschafter aus Mittenwald

Kommentare