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900 Liter fasst dieser Außenlastbehälter, wie er bei der Bekämpfung eines Waldbrands zum Einsatz kommt.

112 – die Nummer für alle Fälle

Die Feuerwehr Partenkirchen stellt sich vor

Einiges war beim Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Partenkirchen geboten. Vor allem jede Menge „action“ bei den Demonstrationen. Das kam an.

Garmisch-Partenkirchen – Deckel drauf, oder ganz schnell ein Tuch oder eine Decke drüber. So – nur so – dämmt man im ersten Moment die Ausbreitung einer Fettexplosion ein, wenn beispielsweise in der Bratpfanne das Fett Feuer gefangen hat. Jedenfalls keineswegs mit Wasser, sonst kann’s übel ausgehen! Ratschläge wie diese, jedoch auch die konkrete Erklärung, wie man mit knapp Tausend Litern Wasser, die in einem Behälter unterm Hubschrauber hängen, einen Waldbrand bekämpfen kann und einfacher noch, wie man im Erst-Einsatz mit einem der üblichen Feuerlöscher gegen einen beginnenden Brand in Haus und Wohnung umzugehen hat, das konnte erleben, wer sich am Pfingstsonntag auf das Gelände der Partenkirchner Feuerwehr begab.

Jährlich im Wechsel mit der Garmischer Wehr veranstalten die Partenkirchner für die Bevölkerung einen Tag der offenen Tür. „Heuer sind wieder einmal wir dran“, sagte Kommandant Klaus Straub, dessen große Fahrzeughalle diesmal nicht mit Löschgerät gefüllt war, sondern mit fröhlichen Musikanten und heimischen Bürgern, die es sich angesichts Dauerregens bei Brotzeit und Getränken zwischen den verschiedenen Vorführungen und Besichtigungen gut gehen ließen.

Auch konnte man alles besichtigen und sich erklären lassen, was eine hochmoderne Feuerwehr – zu erreichen unter der Notruf-Nummer 112 – so zu bieten hat: Von den Atemschutz-, Gefahrgut- und Strahlenschutz-Ausrüstungen im Keller über die im Freien aufgestellten großen und kleinen Löschfahrzeuge bis hin zum Stromaggregat und der bis auf 32 Meter ausfahrbaren Drehleiter. Die Partenkirchner verfügen, konnte man vom Kommandanten und Vize Michael Sexl erfahren, über zwei Tanklöschfahrzeuge mit 5000 und 2500 Litern Wasser, ein Löschfahrzeug mit 1600 Litern und einen geländegängigen Wagen mit 400 Litern. Zudem nennen sie wie die Garmischer auch über eine Drehleiter, einen Rüstwagen, der in erster Linie bei schweren Unfällen zum Einsatz kommt, zwei Sprinterfahrzeuge für Mannschaften und Gerät, einen Kommandowagen, einen Pickup-Kleinlaster und ein Wechsellader-Fahrzeug mit großem Ladekran ihr Eigen.

Neben Wald-, Haus- und Fettbrand-Bekämpfungen konnte Jung und Alt auch eingehend besichtigen, was bei einem schweren Autounfall zu tun ist, bei dem Fahrer und/oder Beifahrer lebensgefährdend eingeklemmt sind: Da hilft dann oft nur noch der hydraulische Rettungssatz, wie jene Hochdruck-Geräte bezeichnet werden, mit denen man fast mühelos Türen und Dächer eines Fahrzeugs abschneiden kann. Drüben, auf dem Volksschulgelände, gab’s derweil eine Hupfburg für die möglicherweise künftigen Wehrmänner und eine große Wand mit Hausattrappe, auf das sie mit dem Gartenschlauch zielen konnten, erstaunlich präzise übrigens.

„Seid Ihr eigentlich ausreichend mit Gerät versorgt?“ kam schließlich noch eine Frage an den Partenkirchner Feuerwehr-Chef auf. Straub musste nicht lange nachdenken: „Mit den Garmischern, mit denen wir uns absprechen, weil nicht jeder alles haben kann, sind wir ganz gut aufgestellt“. Augenzwinkernd fügte er hinzu: „Nur zur Waldbrandbekämpfung fehlt uns noch ein Hubschrauber . . .“ 

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr - Bilder

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