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Begeisterter Heimatfilmer: Jo Jonietz hält das Geschehen in Garmisch-Partenkirchen mit der Kamera fest. 

Eine Doku über das Herzstück Partenkirchens

Wie die Ludwigstraßler ticken: Filmpremiere steht bevor

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Er hat sich mit seiner Kamera auf eine spannende Spurensuche begeben - und wurde fündig. Nun feiert der Dokumentarfilm„Ludwigstraße ... und die Frage nach dem ,Wea bischtn du und wos megschn Du?‘“ von Jo Jonietz Premiere.

Garmisch-Partenkirchen – Jo Jonietz kennt all die Sätze über die Historische Ludwigstraße in Partenkirchen. Dass nichts mehr los sei dort. Dass Läden leer stünden. Dass in der Garmischer Fußgängerzone irgendwie alles besser sei. Doch Jonietz war klar: Da ist so viel mehr. So viel mehr, was es über die Ludwigstraße zu sagen gibt. Über die Menschen, die dort leben und arbeiten, die ihre Straße lieben und schätzen, vielleicht aber auch missachten. Ihre Geschichten wollte Jonietz erzählen. Mit seiner Kamera wollte der Filmemacher festhalten: Wie ticken die Ludwigstraßler? Wie fühlt sich der Alltag dort an? „Das ganz normale Leben hinter den Geranien“ wollte der Garmisch-Partenkirchner zeigen. Die echte Ludwigstraße eben. Mit allem, was sie ausmacht.

Morgenstimmung in der Ludwigstraße: Ehe die Geschäfte öffnen herrscht Ruhe in Partenkirchens guter Stube.

So entstand sein Dokumentarfilm „Ludwigstraße... und die Frage nach dem ,Wea bischtn du und wos megschn Du?‘“ Am Freitag, 23. Juni, feiert er Premiere im Hochland-Kino in Garmisch-Partenkirchen. Eine erste Version des Films gab es bereits. Sie entstand für die Kulturnacht 2016 in Partenkirchen.

Zu jeder Vorstellung war der Raum überfüllt. Da merkte Jonietz: Dieses Thema kommt an bei den Menschen, es interessiert. Deshalb drehte der 56-Jährige die 100-Minuten-Version. Und er verspricht: Auch wer den kürzeren Film bereits gesehen hat, wird sich nicht langweilen. Im Gegenteil. „Er wird sich wundern, was noch alles möglich ist.“

Etwa 30 Protagonisten hat Jonietz mit seiner Kamera besucht, begleitet, befragt. Er selbst hielt sich als Kommentator oder Fragesteller zurück, wollte „behutsam“ dokumentieren, die Menschen und die Bilder für sich sprechen lassen. So biete er dem Zuschauer den Raum für ihre eigenen Überlegungen. Denn zum Nachdenken, sagt Jonietz, regt der Film an. Zum Beispiel durch die Gegensätze.

Viel zu erzählen hat Wirtin Bärbel Fraundorfer in dem Film über die Ludwigstraße.

Einer der Protagonisten etwa empfindet die Ludwigstraße in Partenkirchen als die „schönste Straße der Welt“. Ein anderer schlägt den Abriss ihrer Häuser ab, damit etwas „ganz Neues entstehen“ kann. Auch im Grantler-Eck, einem Stammtisch im Gasthof Fraundorfer, schaut Jonietz vorbei – und lässt die Männer einfach mal granteln. Und die Wirtin erzählt. Der Filmemacher besucht Handwerker und Künstler, die den Betrieb der Eltern fortführen, einen Beruf am Leben halten, die Ludwigstraße nie verlassen haben oder nach vielen Jahren wieder dorthin zurückgekehrt sind. Als eine Art Moderatoren-Team, das auch über Geschichtliches informiert, treten Josef Kümmerle und Marianne Grasegger auf.

Seinen Film sieht Jonietz, gebürtiger Oberschlesier, der seit über 30 Jahren in der Marktgemeinde lebt, davon 20 Jahre im Ortsteil Garmisch und seit 10 Jahren in Partenkirchen, auch als Wertschätzung der Ludwigstraße. Und als Zeitdokument, das diesen Ort in einem besonderen Licht erscheinen lässt, das seinen Charme und seine Einzigartigkeit festhält – einfach nur durch die Gespräche mit Menschen.

Die Termine

Der Film „Ludwigstraße ... und die Frage nach dem ,Wea bischtn du und wos megschn Du?‘“ von Jo Jonietz dauert circa 100 Minuten. Premiere feiert er am Freitag, 23. Juni, um 20 Uhr im Hochland-Kino in Garmisch-Partenkirchen. Weitere Vorstellungen sind zu sehen am 24. Juni, 20 Uhr, am 25., 27. und 28. Juni jeweils um 17.30 und um 20 Uhr sowie am 29. und 30. Juni jeweils und 17.30 Uhr. Wer in dieser oder der kommenden Woche keine Zeit hat, sollte sich die Juli-Termine vormerken: 1., 2., 4. und 5. Juli um 20 Uhr sowie 6., 7., 8., 11. und 26. Juli um 17.30 Uhr.

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