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Examen-Stress und G7-Konferenz: Realschüler schreiben Abschlussprüfungen im Schatten des Gipfel-Treffens

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Von: Katharina Brumbauer

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Auch an der St. Irmengard Realschule beginnen heute die Abschlussprüfungen
Auch an der St. Irmengard-Realschule beginnen heute die Abschlussprüfungen © Peter Kornatz

Weniger Corona, dafür sorgt heuer der G7-Gipfel für Störgeräusche: Erneut werden die Abschlussprüfungen an den Realschulen, die am Mittwoch beginnen, in Garmisch-Partenkirchen nicht normal ablaufen.

Garmisch-Partenkirchen – Ermunternde Worte: Nichts mehr als diese will Wolfgang Mühldorfer, Rektor der Erzbischöflichen St. Irmengard-Realschule in Garmisch-Partenkirchen, seinen Schülerinnen auf den Weg geben. Ihm ist bewusst, dass die diesjährigen Abschlussprüfungen nicht unter normalen Bedingungen stattfinden können. Der G7-Gipfel 2022 in Elmau, der vom 26. bis 28. Juni stattfindet, überschattet die Examen.

Ein regulärer Transport der Schüler aus dem Isartal zu den beiden Realschulen im Kreisort, Zugspitz- und St. Irmengard, ist an den beiden Gipfeltagen kommenden Montag und Dienstag nicht möglich. Das machte im Vorfeld einige Absprachen zwischen Schulen, Schulamt, Kultusministerium, Landratsamt, dem Planungsstab der Polizei und Verkehrsbetrieben nötig. „Man hat hier wirklich eine logistische Meisterleistung vollbringen müssen“, sagt Mühldorfer.

Rektor Wolfgang Mühldorfer blickt entspannt auf die Prüfungen
Wolfgang Mühldorfer blickt entspannt auf die Prüfungen © FOTOPRESS THOMAS SEHR

Und die sieht wie folgt aus: „Bis Freitag schreiben alle Schüler ihre Prüfungen, das betrifft heute Deutsch, morgen Französisch und Freitag Englisch, ganz normal bei uns im Haus, am Montag und Dienstag weichen sie dann auf wohnortnahe Schulen aus.“ Das bedeutet: Die Isartaler fahren für ihre Tests in Mathematik und BWR in die Grund- und Mittelschule nach Mittenwald, die Garmisch-Partenkirchner und Grainauer bleiben in der Marktgemeinde.

G7-Gipfel 2022 in Elmau: Verkehrsbetriebe passen Schulbuspläne an - Sonderfahrpläne an Gipfel-Tagen

Die Prüflinge aus dem Ammertal und aus dem nördlichen Landkreis können in der Grund- und Mittelschule in Oberau oder der Realschule in Murnau ihre Examen ablegen, „um lange Anfahrtswege zu vermeiden“, erklärt Stephan Scharf, Sprecher des Landratsamtes.

Zusätzlich haben die Verkehrsbetriebe ihre Fahrpläne der Schulbusse angepasst. Die Gemeindewerke haben für ihre einen Sonderfahrplan auf der Regelstrecke eingerichtet. Dieser ist online unter www.gw-gap.de/ortsbus/fahrplanauskunft einsehbar. Die Eibsee Verkehrgesellschaft bringt Grainauer Schüler auch am kommenden Montag wie gewohnt ab 7.25 Uhr ab der Haltestelle „Badersee“ zu ihren Prüfungen.

Distanzunterricht und Demonstrationen bei G7-Gipfel 2022: Busverkehr eingeschränkt

Aufgrund des angeordneten Distanzunterrichts für alle übrigen Jahrgangsstufen entfallen in der Früh sowie mittags die Verstärker-Busse. Außerdem können die Haltestellen Sebastianskirche, Rathaus, Bahnhof, Kurpark und Marienplatz nicht angefahren werden. Auch zu Mittag, wenn die Prüfungen vorbei sind, ist eine Anfahrt der Stationen am Rathaus und am Bahnhof nicht möglich – „wegen des erwarteten Demonstrationsgeschehens“, erklärt Scharf.

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Stattdessen können die Grainauer Schüler die Zahnradbahn der Zugspitzbahn nutzen. Auf der RVO-Linie 9608 bringt ein Sonderbus die Prüflinge am 24., 26. und 28. Juni ab 7.40 Uhr von Wallgau über Krün nach Mittenwald. In Garmisch-Partenkirchen beginnt die Linie bei einer provisorischen Haltestelle in der Ludwigsstraße (in der Nähe des Rathausplatzes). Die Linie 9618 vom Kreisort nach Walchensee stellt vom 26. bis zum 28. Juni ihren Betrieb ein.

Florian Diepold-Erl  vom Landratsamt koordiniert Notfall-Transporter
Florian Diepold-Erl vom Landratsamt koordiniert Notfall-Transporte © ANDREAS MAYR

„Alles ist so organisiert, dass es gar nicht zu Problemen kommen sollte“, betont Scharf. Dass Schüler wegen des G7-Gipfels kurzfristig nicht zu ihren Prüfungen kommen können, von diesem schlimmsten Fall geht auch Mühldorfer nicht aus. Für den Notfall ist Florian Diepold-Erl, Klimaschutzmanager im Landratsamt, unter der Telefonnummer 0 88 21/ 75 13 36 erreichbar, um etwa einen kurzfristigen Transport mit Taxis zu organisieren. „Montag und Dienstag werden sicher heikle Tage“, sagt Mühldorfer, „aber ich bin guter Dinge, dass alles gut laufen wird.“

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