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Söder enthüllt Gastgeschenke für Biden und Co. zum G7-Gipfel - „Verschwendung von Steuergeldern“

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Markus Söder will, dass die mächtigsten Männer der Welt das schöne Bayern auch nach ihrer Abreise vom G7-Gipfel in Elmau nicht vergessen - und macht ihnen bayerische Gastgeschenke.

Garmisch-Partenkirchen - Markus Söder (CSU), der Ministerpräsident von Bayern, nutzte den G7-Gipfel 2022 in Elmau fleißig, um Werbung für bayerische Traditionen zu machen - und erntete dafür viel Häme. Das Brauchtum sei einfach Teil der Lebenskultur in Bayern und hätte den Gästen „super gefallen“, entgegnete Söder seinen Kritikern unbeirrt. Die Gipfel-Teilnehmer Biden und Co. bekommen nun auch bayerische Gastgeschenke mit nach Hause - ob sie wollen oder nicht.

G7-Gipfel 2022 in Elmau: Bayern-Wanderrucksäcke für die mächtigsten Männer der Welt

Der G7-Gipfel in Deutschland findet in diesem Jahr zum zweiten Mal auf Schloss Elmau in Bayern statt. Markus Söder kann man Vieles vorwerfen, aber nicht, dass er seine Heimat nicht liebt. Kaum hatten die G7-Teilnehmer einen Fuß auf den Boden des Münchner Flughafen gesetzt, wurden sie bereits mit einem bayerischen Potpourri aus Lederhosen, Trachtenjankern und Dirndln begrüßt. Gebirgsschützen und Trachtler salutierten dem US-Präsidenten Joe Biden, der die Begrüßung vor den laufenden Kameras der Weltpresse mit einem strahlenden Lächeln aufnahm.

Nun will Markus Söder offenbar sicherstellen, dass die mächtigsten Männer der Welt das Bundesland Bayern auch dann nicht vergessen, wenn sie wieder abreisen. „Solche Bayern-Rücksäcke gehen auf Weltreise: Alle Teilnehmer des G7-Gipfels bekommen einen Rucksack voller bayerischer Spezialitäten von uns“, schrieb der bayerische Ministerpräsident am Montag auf Twitter und verriet auch etwas zum Inhalt. „Für Lebensmittel sind wir weltberühmt. Drin sind Wurst, Käse, Süßigkeiten und Schafkopf-Karten. Bayern soll gut in Erinnerung bleiben“, so Söders Wunsch.

G7-Gipfel 2022 in Elmau: Rücksäcke nur „Verschwendung von Steuergeldern“?

Die Rucksäcke erhalte nur ein „exklusiver Kreis“ der Gipfelteilnehmer, also die G7-Staats- und Regierungschefs sowie deren Partner, erklärte ein Sprecher am Montag und ergänzte weitere Details zum Inhalt. Auch Getränke und ein Lebkuchenherz seien im Rucksack enthalten. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem „Getränk“ aus Bayern um Bier handeln könnte - auf dem von Söder geteilten Bild lässt sich ein Kronkorken gut erkennen. Der Kommentar dazu folgte prompt: „Alkoholfreies Bier? Wer hat sich den Käse denn ausgedacht?“ fragte ein Twitter-User empört. Ein Blick aufs Oktoberfest zeigt: Für so manchen Bayern spielt alkoholfreies Bier im bayerischen Brauchtum womöglich eine untergeordnete Rolle.

„Bayern gerade echt zum Fremdschämen“, spottet ein anderer Nutzer und ein weiterer kommentiert das Gastgeschenk mit: „Wer will kann sowas doch am Flughafen kaufen.“ Während die einen von einer „Verschwendung von Steuergeldern“ sprechen, gehen andere davon aus, dass es bei Gesamtkosten für den G7-Gipfel von rund 160 Millionen Euro auf ein paar Rucksäcke nun auch nicht mehr ankäme. In Anspielung auf Söders Auftreten während der Corona-Pandemie hofft ein weiterer Twitter-User, dass die Gastgeschenke an Biden und Co. auch eine FFP2 Maske mit Bayernwappen enthalten und fügt hinzu: „Alles andere wäre eine Enttäuschung.“

Wer weiß, vielleicht sieht man den ein oder anderen Staatschef bald mit dem bayerischen Wanderrucksack durch die spanische Hauptstadt Madrid wandern. Dort findet gleich im Anschluss an den G7-Gipfel der Nato-Gipfel statt. Falls Langeweile aufkommen sollte, können Biden, Macron und Co. dann eine Runde Schafkopf spielen.

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