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Vor G7-Gipfel: GAP-Bürgermeisterin wehrt sich gegen Vorwurf aus BR-Sendung - „Stimmt definitiv nicht“

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Von: Michelle Brey

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Elisabeth Koch, Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, wies kurz vor dem G7-Gipfel auf die immensen Einschränkungen in der Stadt hin. (Archivbild)
Elisabeth Koch, Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, wies kurz vor dem G7-Gipfel auf die immensen Einschränkungen in der Stadt hin. (Archivbild) © Angelika Warmuth/dpa

Der G7-Gipfel stößt in Garmisch-Partenkirchen auf Kritik - auch bei der Bürgermeisterin. Zwei Tage vor dem Eintreffen der Politiker auf Schloss Elmau äußerte sie sich.

Garmisch-Partenkirchen - Ab Sonntag (26. Juni) beginnt der G7-Gipfel. Auf Schloss Elmau treffen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrieländer. Globale und politische Themen werden Kanzler Olaf Scholz, Joe Biden (USA), Emmanuel Macron (Frankreich) und Co. gemeinsam besprechen.

Die Sicherheitsmaßnahmen vor dem G7-Gipfel in Elmau sind immens. So ist etwa der Bereich um Elmau hermetisch abgeriegelt, der Ort voll Polizei, die etliche Hütten um das Schloss mietete. Der Frust einiger Anwohner ist groß. Fluglärm durch Hubschrauber, Sperrungen und mehr lassen einige Garmischer über das Gipfeltreffen schimpfen. Nun äußerte Elisabeth Koch (CSU), Bürgermeisterin der Stadt, Kritik - wenngleich sie auch relativierte.

G7-Gipfel 2022 in Elmau: „Einschränkungen sind immens“

Die Belastungen der Bürger durch den G7-Gipfel seien derzeit (24. Juni) „knapp an der Toleranzgrenze“, sagte Koch gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Auch im Gespräch mit dem Radiosender Bayern 2 fand die Bürgermeisterin deutliche Worte: „Wir haben uns nicht um den Gipfel beworben. Sie fügte an: „Wir müssen damit umgehen, und zwar so pragmatisch wie möglich und ja, die Einschränkungen sind immens“, sagte Koch.

Kurz darauf relativierte die Garmisch-Partenkirchener Bürgermeisterin im Radio, man müsse das ganze auch von einer anderen Seite betrachten. In Zuge dessen kam sie auf die Beamten der Polizei zu sprechen: „Die dienen auch unserer Sicherheit. Das darf man niemals vergessen. Darum bin ich auch dankbar, dass uns die Sicherheit entgegengebracht wird.“ Insgesamt sind rund um den G7-Gipfel auf Schloss Elmau knapp 18.000 Beamte im Einsatz.

Auch gegenüber der dpa sagte Koch in Bezug auf die vor Ort herrschenden Einschränkungen: „Jetzt müssen wir das Beste daraus machen und einfach pragmatisch bleiben.“ In einer Woche sei der „Spuk vorüber“. Schon vor Wochen betonte die Bürgermeisterin, das Treffen sei angesichts des Ukraine-Kriegs wichtiger denn je.

G7-Gipfel 2022: Einschränkungen in Garmisch-Partenkirchen - „Im ganzen Ort keine Parkplätze mehr“

Im Gespräch mit dem Bayern 2 reagierte Koch unter anderem auf die Kritik rund um den G7-Gipfel, die im BR-Format „Jetzt red i“ getätigt worden war. „Nahezu alle Sportstätten“ seien geschlossen, meinte ein aufgebrachter Bürger. Nirgends könnten Kinder ihren Sport ausüben, Turnhallen seien belegt „und so weiter“. „Wir haben keinen einzigen Sportplatz gesperrt - außer im Skistadion, wo sich die Polizei und die Justiz befindet“, stellte Koch klar. Zudem sei lediglich eine Sporthalle in einer Realschule aufgrund des G7-Gipfels geschlossen. Die Aussage bei „Jetzt red i“ stimme „definitiv nicht“, fügte sie noch an.

Dennoch wies sie im Gespräch mit Bayern 2 auf Einschränkungen in der Stadt hin. So seien in Garmisch-Partenkirchen keine Parkplätze mehr vorhanden und sämtliche Freiplätze mussten für Protestkundgebungen zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählt unter anderem ein Protestcamp des Bündnis „Stop G7 Elmau“ in Garmisch an der Loisach. Rund 750 Menschen können dort kampieren.

Doch die Auswirkungen des G7-Gipfels sind weit über Garmisch-Partenkirchen hinaus zu spüren. Denn schon einen Tag vor dem Gipfeltreffen ist in München eine große Demo geplant. Die Polizei rechnet mit bis zu 20.000 Demonstranten - bei gutem Wetter sogar mit mehr. (mbr)

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