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G7-Gipfel in Elmau: Protestler werfen sich am Demo-Ende auf den Boden - und werden von Polizei weggetragen

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Von: Kathrin Braun, Josef Hornsteiner, Veronika Mahnkopf, Felix Herz

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Auch am zweiten Tag des politischen Gipfeltreffens in Bayern wird es Demonstrationen geben. Im Rahmen des G7-Gipfels sind Protestmärsche geplant.

Update vom 27. Juni, 22.20 Uhr: Der letzte Tag des G7-Gipfels in Elmau steht bevor. Am Dienstag, 28. Juni, stehen auf politischer Seite unter anderem die Abschlusserklärung sowie eine abschließende Pressekonferenz auf dem Plan. Gleichzeitig wird es auch wieder verschiedene Kundgebungen und Demonstrationen des Bündnisses „Stop G7“ geben.

Unklar ist derzeit, wie umfassend die Sperrungen und Verkehrsbehinderungen durch die Abreise der G7-Teilnehmer sein wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die meisten am Dienstag auch abreisen werden – startet doch direkt im Anschluss der Nato-Gipfel in Madrid.

G7-Gipfel in Elmau: Heftige Kritik zu Demo-Auflagen und Unwetter-Warnung

Update vom 27. Juni, 19.30 Uhr: Die Auflagen rund um die Demonstrationen am zweiten Tag des G7-Gipfels in Elmau sorgen für heftige Kritik von den Organisatoren. „Absolut entwürdigend“ sei es gewesen – am Ende gab es auch sechs Festnahmen.

Update vom 27. Juni, 18 Uhr: Es könnte ungemütlich werden in Garmisch-Partenkirchen: Aktuell hat der Deutsche Wetterdienst eine „Vorabinformation“ Unwetter für die Region herausgegeben. Es drohen schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel.

Update vom 27. Juni, 16.05: Nun noch einmal die Ereignisse rund um den Protest am Schloss zusammengefasst: Als die Polizei pünktlich nach einer halben Stunde die Demo beendet, schmeißen sich drei Demonstrantinnen auf den Boden - blitzschnell tragen Polizisten die Klima-Aktivistinnen an den Straßenrand. Mehr als 100 Polizisten bilden eine schützende Mauer zwischen den Protestlern und Schloss Elmau. „Alle zurück“, heißt der Befehl, sowohl an Aktivisten als auch an Reporter.

Die Stimmung war schon vor Beginn der Demo wütend und aufgeladen: 50 registrierte Menschen durften 500 Meter weit vom Schloss Elmau gegen die Politik der Staatschefs protestieren. Das Bündnis „Stop G7“ hatte in einem Eilverfahren dagegen geklagt - man befinde sich weder in Sicht- noch in Rufweite des Schlosses, kritisierten die Organisatoren. Die Klage wurde abgelehnt.

Protest beim Schloss Elmau gegen G7-Gipfel: Demonstranten werden zwei Stunden kontrolliert

Kurz vor Beginn der Kundgebung lud sich die Stimmung dann immer weiter auf: Fast zwei Stunden dauerte es, bis die Polizisten alle Demonstranten auf gefährliche Gegenstände kontrollierten, genauestens abtasteten und dann in Reisebussen vom Bahnhof Klais 2.5 Kilometer weit nach Schloss Elmau brachten.

Auf dem äußeren Sicherheitsgelände des Schlosses mussten sich die Aktivisten in einem Graben am Straßenrand versammeln. „Schaut doch, wo wir hier stehen dürfen!“, schrie eine Frau, als gerade eine der Demonstrantinnen in den Graben stolpert. „So werden wir hier behandelt!“

Protest beim Schloss Elmau gegen G7-Gipfel: Drei Aktivisten festgenommen

Organisator Franz Haslbeck drängte darauf, zügig mit Inhalten fortzufahren. „Wir widmen unseren Protest den Aktivisten aus dem Globalen Süden“, sagt er, „denn sie leiden am meisten unter der Politik der G7-Länder. Protestler aus Nigeria, Uganda, der Westsahara, Argentinien und Mexiko ergreifen das Wort. „Die Westsahara ist eine der letzten Kolonien Afrikas“, sagt Hamdi Mohamed Salek. „Menschenrechte sind katastrophal, friedliche Demonstrationen werden brutal aufgelöst. Und stabilisiert wird das Ganze durch Regierungen, die sich hier versammeln!“, ruft er und zeigt in Richtung Schloss. Die Länder des globalen Südens würden zudem am meisten unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden.

Wegen der Unruhen am Ende der Demonstration wurden drei Aktivisten festgenommen - ob es sich um die Klima-Aktivistinnen handelt, die sich auf den Boden gelegt haben, ist noch unklar.

Protest beim Schloss Elmau gegen G7-Gipfel: Polizisten tragen Demonstranten weg

Update vom 27. Juni, 15.22 Uhr: Die Versammlung ist nun offiziell vorbei. Wie unsere Reporter vor Ort berichten, werfen sich Demonstranten auf die Straße und werden von der Polizei weggetragen. Mehr als hundert Beamte schützen den Bereich, bilden eine Art Mauer.

Update vom 27. Juni, 14.45 Uhr: Unsere Reporter vor Ort sind mit den wenigen Demonstranten, die in die Nähe des Schlosses Elmau fahren durften, am dortigen Demo-Platz angekommen. Für die Protestler eine Ernüchterung: Sie regen sich auf, weil ihnen die Fläche zu klein ist und sie keine Möglichkeit haben, ihre Banner aufzustellen oder aufzuhängen. Eine Aktivistin nennt die Situation „eine Demonstration der Verachtung“, eine andere schimpft: „Was dürfen wir denn?“ Und: „Das kann doch nicht wahr sein“. Die Demonstranten dürfen nur in einem kleinen Abschnitt im Straßengraben stehen, alle sind sehr wütend. Zentrales Thema ist Gerechtigkeit für den globalen Süden

Update vom 27. Juni, 13.10 Uhr: Während die Proteste im Umfeld des G7-Gipfels auf Schloss Elmau laufen, finden andernorts zwangloserer Treffen statt: Am Sonntag ging Ski-Star und Lokalgröße Christian Neureuther mit den Frauen der Staatschefs wandern. Von dem Ausflug war er restlos begeistert - und plauderte auch ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Update vom 27. Juni, 12.48 Uhr: Aktuell läuft die Kundgebung in Klais an Bahnhof: Die Demonstranten warten auf die Personen-Kontrolle, damit sie um 14 Uhr mit Polizeibussen zum Schloss gebracht werden können, um vor Ort in Hör- und Sichtweise zu demonstrieren.

Planänderung bei G7-Gipfel in Elmau: Am Montag wurde der Zeitplan umgestellt - es geht um das Foto

Update vom 27. Juni, 10.17 Uhr: Planänderung beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau: Kurzfristig soll das für ursprünglich später angesetzte Familienfoto vorgezogen werden. Es wird nun direkt nach der Begrüßung der Partnerländer gemacht, danach beginnt die Arbeitssitzung. Alles weitere zum Tagesablauf des G7-Gipfels am Montag gibt‘s in unserer Übersicht.

Update vom 27. Juni, 9.55 Uhr: Um 10 Uhr beginnt der Sternmarsch in Richtung Schloss Elmau. Aus verschiedenen Richtungen werden die Protestierenden loslaufen bzw. mit dem Fahrrad unterwegs sein. Kurz vor Start sind laut unserer Reporterin vor Ort rund 80 Teilnehmer am Treffpunkt. Die einen sind für eine Wanderung gewappnet, die anderen machen sich mit dem Fahrrad auf den Weg. Demo-Organisator Franz Haslbeck empfindet die Proteste gegen den G7-Gipfel bislang als „perfekt gelaufen“. Er stört sich lediglich an der geballten Übermacht der Polizei. Mit der Teilnehmer-Zahl zeigt er sich zufrieden. 100 sind insgesamt angemeldet.

Da es am Montag keinen, wie eigentlich geplant, Schienenersatzverkehr gibt, werden die, die mit nach Klais kommen wollen (aber nicht radeln oder wandern wollen/können) von der Polizei gefahren. „Ob in Polizeibussen ist noch nicht klar“, sagt Haslbeck in seiner Ansprache kurz vor Start der Demo.

G7-Gipfel in Elmau: Sternmarsch zum Schloss am zweiten Tag – doch nur 50 Menschen dürfen in die Nähe

Erstmeldung vom 26. Juni: Garmisch-Partenkirchen – Der erste Tag des G7-Gipfels in Elmau neigt sich dem Ende. Am Sonntag, 26. Juni, kamen die verbleibenden G7-Teilnehmer in Elmau an. Neben der großen Begrüßung und einer ersten Arbeitssitzung fanden auch bilaterale Gespräche unter anderem zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und US-Präsident Joe Biden statt. Letzterer war bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufsehenerregend angereist und wurde von Söder in Empfang genommen – der im Netz viel Kritik erntete.

Neben ersten politischen Signalen riefen verschiedene Organisationen auch zu Demonstrationen im Rahmen des Großevents auf.

G7-Gipfel in Elmau: Demo in Garmisch-Partenkirchen – Programm für die Partnerinnen

Es waren derer drei Schauplätze, die am ersten Tag des Gipfeltreffens im Mittelpunkt standen: Das Schloss Elmau, in dem die G7-Teilnehmer zusammenkamen. Der Ferchensee – um diesen malerischen See, keine zehn Kilometer vom Tagungsort entfernt, wanderten die Partnerinnen der G7-Politiker zusammen mit Felix Neureuther und seiner Schwiegertochter.

Und natürlich Garmisch-Partenkirchen: Dort fand die erste von mehreren angekündigten Großdemos statt. Es begann mit einer Kundgebung, gefolgt von einem Protestmarsch durch die Gemeinde und endete mit erneuten Reden und Musik. Die Polizei, selbst in hoher Einsatzzahl vor Ort, sprach im Nachhinein von 800 bis 900 Teilnehmern, den Organisatoren zufolge waren rund 2.000 Demonstranten vor Ort. Die Lage insgesamt war friedlich und weitgehend ruhig.

G7-Gipfel in Elmau: Proteste gehen weiter – Sternmarsch zum Schloss

Auch am zweiten Tag des Gipfeltreffens in Elmau soll demonstriert werden. Am Montag, 27. Juni, stehen Protestmärsche in Richtung des Tagungsortes an. Auf mehreren Routen ist ab 10 Uhr ein Sternmarsch in Richtung Schloss Elmau geplant. Nur: Wirklich nah an den Austragungsort des G7-Gipfels werden die Demonstranten aus Sicherheitsgründen nicht kommen.

Gerade einmal eine 50-köpfige Delegation wird in eine gewisse Nähe zum Schloss Elmau kommen – von der Polizei in Bussen transportiert. Dort werden diese Demonstranten eine Kundgebung abhalten. Alle anderen Teilnehmer müssen sich damit begnügen, ihre Protestmärsche in weitaus größerer Entfernung zum tatsächlichen Ort des G7-Gipfels beenden zu müssen. (fhz)

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