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Freifläche: So schaut der Hütten-Standort am Wank nach der Beseitigung der Brandruine aus. Das Foto wurde im vergangenen Sommer aufgenommen. 

Die Zeit drängt

Gamshütte: Neubau-Pläne bis Januar

Garmisch-Partenkirchen - Nach dem Brand der Gamshütte hatten Touristiker und Wanderer auf eine schnelle Lösung gehofft. Doch es wird noch dauern, bis es das Ausflugsziel am Wank wieder gibt. Dabei drängt langsam die Zeit.

Wenn Anfang Mai 2018 in Ettal die Landesausstellung unter dem Motto „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ eröffnet wird, dann gehört auch Garmisch-Partenkirchens Sonnenberg Wank zum erweiterten Programmangebot. Nahe der Faukenschlucht ist ein Infopunkt der Bayerischen Staatsforsten Oberammergau geplant. Für die kleine Ausstellung gäbe es momentan viel Platz: die große leere Fläche an der Stelle, wo bis zum Sommer 2015 die Gamshütte stand. Bis 2018 soll sich dies, wie Forst-Chef Nikolaus Stöger betont, aber ändern.

Demnach kommt der für den Bau beauftragte Architekt gut voran. „Die Planung steht kurz vor dem Abschluss“, erklärt Stöger. Schon im Januar soll ein entsprechender Antrag bei der Markgemeinde eingereicht werden. Gerechnet wird mit keinen größeren Problemen, „da es sich ja um einen Ersatzbau handelt“.

Ziel ist es, im kommenden Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können. Schließlich soll die neue Wirtschaft bis zur Eröffnung der Landesausstellung fertiggestellt sein. Stöger geht fest davon aus, dass dieser Zeitrahmen auch eingehalten werden kann.

Gebraucht wird bis dahin auch ein Wirt: Diesmal soll es ein Pächter sein. Eine neue Konstellation, denn in der Vergangenheit hatte dem Forst zwar der Grund am Wank gehört, nicht aber die Gamshütte. Sie war in Besitz von Bernhard Raubal. Mit ihm geriet die Behörde in Streit über die Verlängerung der Verträge. Dieser gipfelte in einer juristischen Auseinandersetzung. Raubal war nicht bereit, die Hütte an den Forst zu verkaufen. Deshalb hätte er sie abreißen müssen. Der Zerstörung kam das Feuer im August 2015 zuvor. Danach ließ Raubal den Forst schmoren: Die Beseitigung der Brandreste zog sich über lange Zeit hin bis April 2016 hin.

Im kommenden Jahr soll am Wank nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Inwieweit und mit welchen Themenpunkten der Standort in die Landesausstellung eingebunden wird, stehe Stöger zufolge noch nicht fest. Das ist ein Punkt, an dem derzeit eifrig weitergearbeitet wird.

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