Corona Klinik Garmisch-Partenkirchen
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Mindestens 32 Corona-Fälle unter Mitarbeitern und Patienten – Alle planbaren Operationen im Klinikum Garmisch-Partenkirchen abgesagt.

Krankenhaus im Krisenmodus

Corona-Ausbruch! Mindestens 32 Menschen infiziert: Klinikum Garmisch-Partenkirchen schaltet auf Notbetrieb um

  • Andreas Seiler
    vonAndreas Seiler
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Mindestens 32 Corona-Fälle unter Mitarbeitern und Patienten des Klinikums Garmisch-Partenkirchen – Alle planbaren Operationen müssen abgesagt werden. Das Krankenhaus befindet sich im Krisenmodus.

Garmisch-Partenkirchen – Es ist ein Szenario, das sich keine medizinische Einrichtung wünscht: Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist es zu einer Häufung von Covid-19-Infektionen gekommen. Dies berichtet das Krankenhaus des Landkreises in einer Pressemitteilung. Die Folge: Das 415-Betten-Haus im Kreisort befindet sich ab sofort im Krisenmodus – und beschränkt sich auf das Wesentliche. Das oberste Ziel der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen, die ein hausinterner Krisenstab in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt festgelegt hat: Es sollen Risiken reduziert und damit eine Ausbreitung des Virus verhindert werden.

Klinikum Garmisch-Partenkirchen schaltet auf Notbetrieb um

Das heißt konkret: Es werden ab sofort nur noch Notfälle behandelt und medizinisch unbedingt notwendige Behandlungen erledigt, beispielsweise von Schmerz- oder Tumorpatienten. Alle planbaren Operationen werden hingegen bis auf Weiteres verschoben. Ersatztermine gibt es noch keine. Es sei auch noch nicht klar, heißt es, wann der reguläre OP-Betrieb wieder startet. Ambulante Operationen, Sprechstunden und Familienzimmer-Angebote sind ebenfalls vorerst gestrichen.

Corona-Ausbruch! Mindestens 32 Menschen infiziert

Geschäftsführer Frank Niederbühl nennt das Ganze einen „alarmierenden Zustand“. Dennoch sei man auf diese Situation vorbereitet. Dies gehöre zum Verlauf einer Pandemie. Am Dienstagabend hatten seinen Angaben zufolge Routine-Tests ergeben, dass Patienten und Mitarbeiter positiv sind, die außerhalb der Corona-Isolierstationen behandelt werden beziehungsweise arbeiten. Dies betrifft Abteilungen im zweiten und fünften Stock. Wie dies passieren konnte, ist bislang unklar. Das Tückische dabei: Die Tests sind nicht hundertprozentig zuverlässig. Selbst wer negativ ist, könnte trotzdem den gefährlichen Erreger einer Lungenkrankheit in sich tragen – und eingeschleppt haben. Die Zahl der Positiv-Fälle stieg jedenfalls innerhalb kürzester Zeit an: Donnerstagabend (14. Januar 2020) war die Rede von 21 Patienten und 11 Mitarbeitern. Niederbühl möchte aber noch nicht von einem Ausbruch sprechen.

Nun gehe es darum, schnell und gezielt zu reagieren, betont der Klinikchef. „Wir wollen das Infektionsgeschehen vollständig aufklären.“ Dies ist eine aufwändige Detektivarbeit. Denn es müssen Kontakte zurückverfolgt und vor allem sehr viele Menschen – alle Mitarbeiter und Patienten – systematisch getestet werden. Zum Einsatz kommen dabei verschiedene Verfahren. Die Aktion wird wohl mehrere Tage dauern. Das Tempo ist enorm: Allein am Donnerstag wurden rund 380 PCR-Tests und 500 Schnelltests vorgenommen. Unterstützung erhält das Klinikum dabei von Kräften des Gesundheitsamtes. Außerdem arbeitet man mit externen Laboren zusammen, um das eigene zu entlasten.

Derzeit werden laut Niederbühl im Klinikum insgesamt 39 Corona-Fälle (Stand 14. Januar) behandelt. Da die beiden Isolierstationen bereits belegt sind, wurden weitere Bereiche für diesen Zweck geschaffen. Der Umstieg auf den Notbetrieb soll hierfür die notwendigen Kapazitäten bereitstellen – sowohl räumlich als auch personell.

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