Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

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Jede Menge Spaß haben die Festival-Besucher bei der gigantischen Schaumparty im Schulhof.

Jugendfestival im Werdenfels-Gymnasium kommt gut an

GAP_SOLL: Schaumparty als krönender Abschluss

Es war ein voller Erfolg: Das GAP_SOLL-Festival hat hunderte Kinder und Jugendliche nach Garmisch-Partenkirchen gelockt. Kein Wunder, dass sich alle Beteiligten und Besucher eine Wiederholung wünschen.

Garmisch-Partenkirchen – Wer sich für seine Ziele einsetzt und an sich glaubt, offen, flexibel und mutig ist sowie eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen beweist, dem gelingen die tollsten Kunststücke. So haben rund 50 Jugendliche in Eigenregie auf dem Gelände des Werdenfels-Gymnasiums das dreitägige GAP_SOLL-Festival auf die Beine gestellt. Unterstützt wurden sie von hochmotivierten Kooperationspartner aus der Jugendarbeit des Landkreises Garmisch-Partenkirchen sowie öffentlichen Mitteln. Zum Festival strömten am Wochenende hunderte Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Landkreis.

Entspannte Festival-Stimmung herrscht vor der neuen Mini-Rampe im Pausenhof des Werdenfels-Gymnasiums.

Begegnung, Bewegung, Jugendkultur – dafür engagieren sich junge Menschen gerne, wie in einer Befragung im Zuge der Jugendhilfeplanung deutlich wurde. Nachdem im Januar der Startschuss zu den Planungen für die Veranstaltung gefallen war, haben die Teenager in mehreren Treffen mit den Kooperationspartnern Wünsche zur Programmgestaltung eingebracht. Doch nicht nur am Wunschkonzert durfte sich die Jugend beteiligen. Auch die Gestaltung war ihre Aufgabe. „Es ging nicht um die Vielzahl an Angeboten. Ziel war es, dass möglichst viel von den Jugendlichen selbst organisiert wird“, sagt Johannes Templer. Zum Beispiel sollte eine Skater-Rampe gebaut werden. „Es mussten ein Bauplan gemacht, ein Schreiner und ein Platz gefunden werden“, berichtet der Leiter des Jugendzentrums Erlhaus in Murnau. Die Anlage, die während des Festivals mit freiem Skaten und einem Contest ausgiebig getestet und eingeweiht wurde, hat ihren festen Platz künftig in Ohlstadt.

Sportlich ging’s auch bei einem anderen Programmpunkt zu: „Zirkus sollte mit dabei sein, das war schnell klar“, betont Susanne Weber, Leiterin des Zirkus Pfarrelli. Nach einem langen Eröffnungsabend mit Zirkus-Gala und Feuer-Show sowie der ersten Möglichkeit zum freien Training konnten Interessierte an zwei Vormittagen in verschiedenen Workshops in der Turnhalle echte Zirkusluft schnuppern: Akrobatik in Dreierfiguren oder mit Vertikal-Tuch, Jonglage mit Bällen oder Keulen, Dreiradfahren oder Kugellaufen. Die Angebote stellten hohe Anforderungen an Geschicklichkeit und Konzentration. Doch Wille und Übung machen den Meister. So ist zum Beispiel der elfjährige Liam Klein-Paste, der in der zweiten Klasse als Clown angefangen hat, heute ein begeisterter Diabolo-Jongleur. „Ich habe mit ein paar Youtube-Videos angefangen zu lernen und mir immer wieder was von anderen abgeschaut“, erklärt er. „Mittlerweile lerne ich einen neuen Trick an einem Tag.“

Geschicklichkeit und Konzentration sind beim Akrobatik-Workshop gefragt.

Bubble-Soccer mit riesigen Bällen, in die die Jugendlichen schlüpften, ein schweißtreibender Hip-Hop- oder ein Graffiti-Workshop, in dem zehn poppige Gemälde entstanden sind, waren ebenfalls angesagt. Bei der Open-Stage-Veranstaltung in der Aula konnten sich Talente präsentieren. Von akrobatischen Darbietungen wie der Piratenshow des Zirkus Pfarrelli über Pianospiel mit Gesang und Beatboxen bis hin zu Comedy und Poetry-Slam von Hani Who – einem „Flüchtling mit Migrationsvordergrund“, wie er sich vorstellte – reichte das abwechslungsreiche Programm. Durch dieses führte Felix Brandelik mit Unterstützung seines zehnjährigen Co-Moderators.

Das absolute Highlight war am späten Samstagabend die Schaumparty. DJ Revolution verwandelte dabei den Schulhof in eine riesige Open-Air- Disco, in deren Zentrum die Kinder und Jugendlichen in der Schaum-Arena einen Mega-Spaß hatten. „Sonst ist ja nicht soviel geboten“, meint Jasmin Damon vom Jugendbeirat. „Super, dass Garmisch-Partenkirchen so etwas ermöglicht. Mal was Neues“, ergänzt Virginia Müller. „Gemeinschaft ist das Wichtigste. Es sind so viele gekommen, das Festival sollte unbedingt wiederholt werden“, wünscht sich Mitorganisator Stefan Korfesmeyer. Damit vertritt er die einhellige Meinung der begeisterten Teilnehmer.

Birgit Schwarzenberger

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