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Das wartet auf den 29-Jährigen: Er wurde zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

31 Fälle wurden geschildert

Afrikaner verkaufte Drogen im Kurpark - jetzt bekam er die Quittung

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Er hat Drogen an Minderjährige verkauft. Vor Gericht stritt der Afrikaner das allerdings ab. Sein Pech: Er war schon vor der Festnahme von Jugendlichen identifiziert worden.

Garmisch-Partenkirchen – Schon länger war die Polizei auf der Spur eines Marihuana-Händlers im Garmisch-Partenkirchner Kurpark. Ende des vergangenen Jahres ging er den Beamten schließlich ins Netz. Seit 3. Dezember sitzt der arbeitslose Nigerianer Hillary A. (29) in Untersuchungshaft. Jetzt musste er sich vor dem Landgericht München II verantworten – wegen gewerbsmäßiger Drogenabgabe an Minderjährige in 31 Fällen. Nach zwei Verhandlungstagen wurde er zu sechs Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Zu Beginn versuchte das Gericht auszuloten, ob sich Ankläger wie Verteidiger in einem Rechtsgespräch auf einen so genannten „Deal“ einigen könnten. Doch am Ende lagen beide Seiten zu weit auseinander. Der Verteidiger forderte drei Jahre Haft. Die Staatsanwältin dagegen hielt das für „nicht realistisch“. Sie verlangte eine Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren. Das Gericht hielt im Fall eines umfassenden Geständnisses eine Gefängnisstrafe zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie fünf Jahren und drei Monaten für angemessen. Doch es kam zu keiner Verständigung.

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Hillary A. selbst drückte sich etwas seltsam aus: „Ich weiß nur, dass mich die Polizei auf die Wache brachte“, sagte er auf Englisch. „Das zweite Mal wurde ich vorgeladen. Das ist alles, was ich weiß.“ Sein Verteidiger stellte klar: „Er möchte damit zum Ausdruck bringen, dass er selbst zur Polizei ging.“ Vor den Beamten hatte Hillary A. damals noch mehr Angaben gemacht: Zum Beispiel, dass er kein Marihuana verkaufe. Wenn er es tun würde, hatte er damals gesagt, „würde ich, nicht selbst zur Polizei gehen. Er rauche selbst viel Marihuana, das er von anderen Afrikanern im Kurpark bekomme. Das Geld dafür nimmt er eigenen Angaben zufolge durch Dosensammeln ein. Manchmal zahle er 10, manchmal 15 Euro pro Gramm.

„Wir konnten ihn gemütlich festnehmen“

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft hat Hillary A. seit mindestens Mitte 2018 bis zu seiner Festnahme am 3. Dezember einen Drogenhandel betrieben. Dabei verkaufte er angeblich immer an Minderjährige. Konkret wurden 31 Fälle des Verkaufs an fünf Jugendliche im Alter von 13,14, 15 und 17 Jahren geschildert. Ein Beamter (41) der Kriminalpolizeistation Garmisch-Partenkirchen berichtete, wie man dem Afrikaner auf die Schliche gekommen war. Die Polizei hatte verschiedene Mitteilungen erhalten, dass Schwarzafrikaner im Kurpark Marihuana verkaufen würden. Bei einer Kontrollaktion im Oktober 2018 schickte sie dann fünf bis sechs Streifen los, konnte aber niemanden erwischen. Auch der Angeklagte wurde kontrolliert, hatte aber keine Drogen dabei.

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Im November ereilte die Polizei dann die Nachricht, dass ein 15-Jähriger in der Schule einen Joint angezündet hatte. Dieser habe aber nur Kontakt zu dem Verkäufer namens „Bro“ gehabt. Die Telefonnummer half jedoch nicht weiter. Derweil wurde ein 17-Jähriger kontrolliert, der Marihuana bei sich hatte, das er zuvor bei einem Afrikaner gekauft hatte. Dann kam Kommissar Zufall zu Hilfe: Auf der Polizeistation erkannte der Jugendliche Hillary A. wieder, der gerade wegen eines Ausländervergehens in der Schleuse saß. Auch der 15-Jährige identifizierte ihn. „Ich habe einen Haftbefehl erwirkt“, sagte der Polizist. A. wurde schließlich wegen einer weiteren Aussage zu einer ausländerrechtlichen Angelegenheit vorgeladen. „Er kam ganz brav, und wir konnten ihn gemütlich festnehmen.“

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