+
Auf der Baustelle: Bernd Illguth (Firma Hinterschwepfinger), Robert Honnef (BZB), Firmenchef Josef Hinterschwepfinger, Matthias Stauch (Kaufmännischer Vorstand BZB), Heinrich Leitner (Firma Hinterschwepfinger), Wodan Lichtmeß (Vorstand Gemeindewerke), Jochen Rohrmoser (Bauchef BZB), Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer sowie Peter Huber (Technischer Vorstand BZB).

Baustellenbesuch an der Olympiastraße 

Mehr Komfort im neuen Zugspitzbahnhof

Die Gleise sind verlegt. Jetzt kann es losgehen mit dem Bau des neuen Zugspitzbahnhofs an der Olympiastraße in Garmisch-Partenkirchen. Das Projekt wird mit rund 9 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt. Am Dienstagvormittag war Baustellenbesichtigung.

Garmisch-Partenkirchen – Frühmorgens um 5 Uhr herrscht am Dienstag schon emsige Betriebsamkeit an der Olmpiastraße 31 in Garmisch-Partenkirchen. Denn vis-a-vis des Olympia-Eissport-Zentrums wird für den neuen Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen die Bodenplatte betoniert. Rund 50 Lkw-Fahrten sind nötig, um 380 Kubikmeter Beton herbeizuschaffen.

„Uns freut es, dass es endlich losgeht“, betont Matthias Stauch, Kaufmännischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG (BZB), vormittags im Rahmen einer Baustellenbesichtigung vor Pressevertretern. Vor ein paar Monaten hatte man bereits Gleise umverlegt, was einen Schienenersatzverkehr zur Folge hatte.

Die Eröffnung ist für Dezember 2020 geplant. Bahnhofsgebäude und Verwaltungstrakt werden mit rund 7,5 Millionen Euro veranschlagt. Weitere 1,5 Millionen Euro kommen für die Bahnhofstechnik inklusive der Gleisverlegungen hinzu.

„Für Ende Februar ist der Hebauf geplant“, erzählt Jochen Rohrmoser. Der Leiter der Bauabteilung bei der BZB führt die Journalisten über das Gelände, erklärt dies, erläutert jenes. „Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt. Bis jetzt funktioniert alles wunderbar.“ Rohrmoser geht davon aus, dass auf der Baustelle mit Ausnahme der Weihnachtsferien durchgearbeitet wird. Für die Planung, Architektur und Bauarbeiten ist die Firma Hinterschwepfinger aus Mehring im Landkreis Altötting zuständig.

„Der neue Zugspitzbahnhof verbindet Funktionalität, zeitgemäßes Design sowie hochwertige Materialien“, heißt es in einer Pressemitteilung der BZB. Verwendet werden Naturstein, Holz, Glas und Stahl. Im Glas spiegeln sich, wenn das Gebäude mal steht, je nach Betrachtungswinkel Himmel und Berge. Horizontal angebrachte Holzlamellen sollen mit der Holzfassade des gegenüber stehenden Olympia-Eissport-Zentrums korrespondieren. Das Gebäude erstreckt sich auf insgesamt vier Ebenen (Keller und drei oberirdische Geschosse). Die zwei oberen Etagen sind ausschließlich den Mitarbeitern der BZB vorbehalten. Sie beherbergen Büros, Besprechungszimmer, einen geräumigen Aufenthaltsraum, Küche, Sanitärräume et cetera. Der Neubau soll mit Fernwärme beheizt werden, die die Gemeindewerke zur Verfügung stellt.

Bürgermeisterin und BZB-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) sieht mit dem Neubau positive Effekte für Gamisch-Partenkirchen und den Tourismus. „Komfort und Attraktivität spielt im Gesamterlebnis eine immer größere Rolle.“ Die Rathauschefin hofft zudem, dass das Ski-Ticket der Deutschen Bahn mit dem neuen Bahnhof noch interessanter wird. Mehr als 100 000 Menschen nutzen die Zugspitzbahn im Jahr. „Wir stellen steigende Zahlen fest“, sagt Stauch.

Die BZB hat noch mehr vor. Sie will auf dem Gelände in einem zweiten Bauabschnitt ein eigenes Hotel und/oder Mitarbeiterunterkünfte errichten. „Das brennt uns auf den Nägeln“, unterstreicht Stauch. Unterkünfte seien wichtig, „um qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen“. Knapp 400 hat die BZB aktuell, 470 sind es ungefähr im Winter. Übrigens finanziert die BZB das Projekt aus eigener Kraft. „Kein Euro Steuergeld“ werde dafür verwendet, teilt Aufsichtsratsvorsitzende Meierhofer mit. Das alte Zugspitzbahnhofsgebäude soll eines Tages abgerissen werden. Wann, ist derzeit noch unklar.

Roland Lory

Auch interessant:  Bayerische Zugspitzbahn zieht Jahresbilanz 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bär an Grenze gesichtet - Almwirte fordern Abschuss - Experte: Tier könnte längst in Bayern sein
Ein Braunbär ist an der Grenzen zu Bayern in eine Fotofalle getappt. Es ist bereits die zweite Bären-Sichtung in der Region in diesem Jahr. Ist das Tier gefährlich?
Bär an Grenze gesichtet - Almwirte fordern Abschuss - Experte: Tier könnte längst in Bayern sein
Unglück beim Wandern - Frau stürzt vor Augen ihres Mannes in den Tod
Für eine 63-Jährige endete eine Wanderung am Stangensteig bei Grainau in den bayerischen Alpen tödlich. Ihr Ehemann musste das Unglück mitansehen.
Unglück beim Wandern - Frau stürzt vor Augen ihres Mannes in den Tod
Rettungseinsatz im Höllental: Paar findet Weg nicht mehr - bei winterlichen Verhältnissen
Sie waren recht gut ausgerüstet, trotzdem brauchte ein Paar bei ihrer Tour Hilfe von den Bergrettern. Diese mussten teilweise durch knietiefen Schnee.
Rettungseinsatz im Höllental: Paar findet Weg nicht mehr - bei winterlichen Verhältnissen
CSU-Fraktionschefin Samm: James-Loeb-Areal als „Notgroschen“
Das geplante Wohnbau-Projekt auf dem Murnauer James-Loeb-Areal bekommt nach den Anlieger-Protesten jetzt auch politischen Gegenwind: CSU-Fraktionschefin Regina Samm …
CSU-Fraktionschefin Samm: James-Loeb-Areal als „Notgroschen“

Kommentare