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Das Funkeln hat ein Ende: Mitarbeiter von MK Illumination, des Kongresshauses und des Bauhofs entfernen einen Elefanten. GaPa Funkelland soll heuer im November wieder im Michael-Ende-Kurpark starten. 

Rund 10 000 Besucher bei Leucht-Spektakel im Kurpark 

Stotterstart beim Funkelland

Die Bilanz fällt durchwachsen aus. Rund 10 000 Besucher kamen von 23. November bis 6. Januar, um sich das Leucht-Spektakel GaPa Funkelland in Garmisch-Partenkirchen anzusehen.

Garmisch-Partenkirchen – Die bunten Tiere sind abgebaut, die illuminierten Skulpturen in Lastwagen verfrachtet und abtransportiert. GaPa Funkelland ist zu Ende gegangen. Erstmals wurde dieses Spektakel – vom Veranstalter MK Illumination aus Innsbruck als „Winter-Highlight für die ganze Region“ angepriesen – im Michael-Ende-Kurpark angeboten.

Die Bilanz fällt durchwachsen aus. Rund 10 000 Besucher kamen an den 42 Tagen von 23. November bis 6. Januar, um sich GaPa Funkelland anzusehen. „Wir hatten uns ein bisschen mehr vorgestellt“, gibt Sebastian Bau zu. Der Projektleiter verweist jedoch darauf, „dass die Grundidee gut anzukommen scheint“. 

Zu dieser Feststellung kommt er, weil viele Besucher während des sechswöchigen Funkelns sich positiv geäußert hätten. Die zu niedrige Gesamtnutzerzahl liege zum einen am durchwachsenen Wetter, es habe doch einige verregnete Tage in der Vorweihnachtszeit gegeben. Das ist jedoch nur ein Grund für die Zurückhaltung der Gäste. „An was es genau gelegen hat, werden wir im Nachgang auswerten“, verspricht Bau. Bei den Gesprächen dabei sind auch Vertreter von GaPa Tourismus, das als Partner dem Veranstalter den Michael-Ende-Kurpark kostenlos zur Verfügung stellte und beim Marketing sowie beim Auf- und Abbau unterstützte. Über mögliche finanzielle Gewinne oder Verluste für sein Unternehmen kann Bau „keine Aussage treffen“, weil noch nicht alle Dienstleistungen und Kosten für Personal und Installationen errechnet wurden und auch der Stromverbrauch noch nicht feststeht. Angelegt war GaPa Funkelland als dreijähriges Projekt mit jeweils sechswöchiger Spielzeit am Jahresende.

Wird die Kooperation mit GaPa Tourismus nach dem Stotterstart nun im kommenden Winter fortgeführt? „Grundsätzlich ja“, sagt Bau. „Wir setzen uns zusammen mit dem Ziel, in diesem Jahr weiter zu machen.“ Beide Seiten seien offen für eine Zweitauflage des Leucht-Spektakels. Der Kurpark mit seinem angenehmen Flair und dem Baumbestand eigne sich hervorragend für GaPa Funkelland, betont der Projektleiter. Vor einer Neuauflage aber gilt: „Wir müssen sehen, wo die Stellschrauben sind, wie wir die Veranstaltung optimieren können.“ Der Projektleiter will das Leucht- und Effekte-Feuerwerk beim zweiten Durchgang attraktiver machen. Eine neue Marke, ein neues Format brauche schließlich auch Zeit, um im Ort angenommen zu werden. „Für den ersten Aufschlag war das in Ordnung. Wir brauchen jetzt die richtigen Veränderungen und Rückschlüsse“, erklärt Bau. 

Einer der Kritikpunkte bei GaPa Funkelland war im Vorfeld der hohe Eintrittspreis. In sozialen Medien häuften sich Vorbehalte. So zahlte ein Erwachsener 14 Euro, ein Kind 8 Euro. „Das war offensichtlich ein größeres Thema, als wir es erwartet haben“, gesteht Bau ein. Er habe den Eindruck, dass das Familienticket – 27 Euro für eine fünfköpfige Familie – nicht offensiv genug kommuniziert wurde. Ob an der Preisstruktur mit unterschiedlichen Beträgen für Besuche am Wochenende oder unter der Woche gefeilt wird und ob Einheimische Ermäßigungen bekommen, ist Teil der Gespräche zur Aufarbeitung der Veranstaltung, sagt der Projektleiter. Ganz verstehen kann Bau die Kritik an den Preisen allerdings nicht. „Ein Kino-Ticket ist vergleichbar mit dem Eintritt. Da zahlt man ja auch zwölf Euro für eineinhalb Stunden.“

Eine positive Bilanz zieht man bei GaPa Tourismus. „Wir freuen uns, dass wir mit der Bereitstellung des Michael-Ende-Kurparks als Veranstaltungsort die Realisierung des Konzepts von MK Illumination unterstützen konnten“, sagt Geschäftsführer Michael Gerber. Es sei „in der Vorweihnachtszeit auf großen Anklang“ gestoßen „und ist eine wunderbare Ergänzung zu unseren bisherigen Events und Angeboten im Kurort“.

Alexander Kraus

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