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Sportliche Galionsfiguren bei „Spiel ohne Grenzen“: Marie-Theres Pfefferle als Cindy aus Partzahn und Albert Grasegger als Alberto der Grieche. 

Faschingsvorschau für Garmisch-Partenkirchen

Der ganze Ort im Maschkera-Fieber

In Faschingsstimmung ist Garmisch-Partenkirchen: In beiden Ortsteilen haben Privatinitiatoren und Ortsvereine für den Faschingssonntag einiges in petto – ein ungewöhnlicher Wettkampf der Regionen sowie ein großer Umzug.

Garmisch-Partenkirchen– In Faschingsstimmung ist Garmisch-Partenkirchen: In beiden Ortsteilen haben Privatinitiatoren und Ortsvereine für den Faschingssonntag einiges in petto – ein ungewöhnlicher Wettkampf der Regionen sowie ein großer Umzug.

Blick nach Partenkirchen

Sie gilt als die Mutter aller Spielshows: „Spiel ohne Grenzen“ begeisterte in den 1970er Jahren ganze Generationen und hat wahre Maßstäbe im Fernsehzeitalter gesetzt. „Die Serie werden viele nicht mehr kennen“, glaubt Anton Witting. Der Ortssprecher der Vereine aus Partenkirchen hatte deshalb mit seinem Organisationsteam, das bereits 2018 die Faschingsgaudi OlympiADE überaus erfolgreich stemmte, eine spontane Idee. „Lassen wir die Sendung halt in Partenkirchen wieder aufleben.“

Kultiges Format

In dem Format, das anfangs von Kultmoderator Camillo Felgen 125 Mal begleitet wurde, lebte vom Wettstreit der Regionen. Da kämpfte eine französische Kleinstadt gegen eine deutsche sowie eine holländische. Rennen, Schwimmen oder Hüpfen – der sportliche Ehrgeiz war enorm. Im Freien, auf Marktplätzen oder in kleinen Stadien wurden die Teilnehmer von ihren Landsleuten angefeuert.

Werbevideo bereits online

Die Partenkirchner Vereine wollen diesem Format in nichts nachstehen: „Wir haben uns ebenfalls schon ein paar Spiele überlegt“, sagt Witting. Und natürlich auch ausprobiert. „Mal mehr, mal weniger erfolgreich“, sagt er lachend. Die ersten Werbevideos sind bereits online und sorgen für schallendes Gelächter.

Helfer sind gern gesehen

18 Vereine nehmen nach jetzigem Stand teil. „Es dürfen sich aber gerne noch freiwillige Helfer bei mir melden.“ Schließlich müssen auch Festzeichen verkauft und bei der Veranstaltung geholfen werden.

Start am Unsinnigen Donnerstag 

Den Anfang machen die Faschingsnarren am Unsinnigen Donnerstag (20. Februar) um 19 Uhr. Dann werden alle Teilnehmer ins „Stadion“ – die Ludwigstraßen-Arena – einziehen. Los geht der Wettkampf schließlich am Faschingssonntag, 23. Februar, um 13 Uhr an selber Stelle.

Blick nach Garmisch 

Seit mittlerweile acht Jahren versuchen Marco Wanke und Daniel Neuner in Garmisch die traditionelle Fasnacht von früher wieder aufleben zu lassen. Alle zwei Jahre ziehen am Fasnachtssonntag die Untersberger-Mandl, die Schellenrührer oder Jagglschutzer durch den Ort.

Keine Kopie eins zu eins

Auch der Nachwuchs tut es mit rund 30 Kindern den Erwachsenen gleich. Damit wollen sie die bekannten Fasnachtsbräuche wie in Mittenwald nicht eins zu eins kopieren, sondern sich selbst verwirklichen. Bekanntlich wird den Isartalern das Maschkera-Gehen schon in die Wiege gelegt. In Garmisch war die Tradition lange Zeit eingeschlafen.

Monatelange Vorbereitung

Zum bereits vierten Mal rührt sich wieder was in den Straßen von Garmisch. Über 500 Maschkera haben Wanke bis jetzt zugesagt. Auch aus Grainau werden Maskierte mit lustigen Wagen erwartet. Farchant hat sogar eigens seinen Turnus um ein Jahr verschoben, damit es teilnehmen kann. Mitmachen darf jeder unter einer Voraussetzung: „Wir wollen hier keinen Karneval.“ Drei Musikkapellen, 18 Wagen, 20 Fußgruppen, 500 Maschkera – es hat Wanke Monate gekostet, um dieses Großereignis am 23. Februar auf die Beine zu stellen. Dank einer „großartigen Zusammenarbeit“ mit Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr sind die Marschrouten abgesteckt.

Eine Herzenssache

Für Wanke und Neuner ist es eine Herzensangelegenheit. Seit kleine Buben gehen sie bereits Maschkera. Das Duo organisiert den Umzug auf Eigeninitiative – sprich, sie tragen die Verantwortung. Noch zumindest. Im Sommer wollen sie einen eigenen Fasnachtsverein gründen, um rechtlich für nichts mehr haftbar gemacht zu werden.

Traum von gemeinsamer Veranstaltung

Wankes großer Traum ist es, eines Tages zusammen mit den Partenkirchner Fasnachtsnarren eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine zu stellen, damit sich nicht wie heuer die Veranstaltungen überschneiden und man sich gegenseitig die Zuschauer wegnimmt.

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