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Einmal volltanken, bitte: Mit dem Umstieg auf Biogas wollen die Gemeindewerke einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten.

Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen haben umgestellt

Baustein in Sachen Klimaschutz: Biogas tanken statt Erdgas

Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen haben die Versorgung der Erdgastankstelle umgestellt. Anstelle von gewöhnlichem Erdgas wird nun Biogas verkauft. Ein weiterer Baustein in Sachen Klimaschutz. Dabei stand die Tankstelle schon mal vor dem Aus.

Garmisch-Partenkirchen– Das, was die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen jetzt per Pressemitteilung bekannt gegeben haben, ist eigentlich ein alter Hut. Die Versorgung der Erdgastankstelle ist von gewöhnlichem Erdgas auf Biogas umgestellt worden. Was nicht in der Erklärung steht: Das ist schon vor mehr als einem Jahr passiert. Dies teilt Vorstand Wodan Lichtmeß auf Nachfrage mit. Der Grund für die späte Nachricht: Im Verwaltungsrat sei angemerkt worden, dass die Gemeindewerke zu wenig Werbung machten.

Preis erhöht sich nicht

Was die Kunden jedenfalls freuen dürfte: Die Umstellung auf Biomethan hat keine Erhöhung des Tankpreises (aktuell: 1,10 Euro/Kilogramm) an der Gastankstelle an der Adlerstraße 25 zur Folge. Auch die Fahrgäste der Garmisch-Partenkirchner Ortsbusse profitieren. Denn die Gemeindewerke haben seit geraumer Zeit einen Großteil der ÖPNV- sowie der Abfallfahrzeugflotte auf moderne Erdgasfahrzeuge umgerüstet, die ebenfalls mit emissionsarmem Biomethan betankt werden können. „Die Gemeindewerke freuen sich, gemeinsam mit unseren Kunden, einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität zu leisten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Zwei bis drei Jahre hart an der Wirtschaftlichkeit

Dabei war gar nicht klar, ob die Gemeindewerke die Tankstelle überhaupt weiter betreiben. Denn bis vor anderthalb Jahren waren die Zahlen „stark sinkend“, wie Lichtmeß erklärt. „Zwei bis drei Jahre waren wir hart an der Wirtschaftlichkeit.“ Die Tankstelle war „fast schon Liebhaberei“.

Biogas aus verschiedenen Anlagen

Dann kam die ganze Klimaschutzdiskussion. Die Gemeindewerke warteten ab – und entschieden schließlich, weiterzumachen, und zwar mit nahezu klimaneutralem Biogas. Es stammt von verschiedenen Anlagen, darunter zwei, die die Gemeindewerke betreiben. In einer werden Festmist und Jauche von ortsansässigen Landwirten verwertet. Im Sommer wird die Anlage zusätzlich mit Grasschnitt und Mähgut bestückt. In der zweiten Biogasanlage landet der Biomüll sämtlicher Haushalte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Alle Müllfahrzeuge fahren mit Biogas

Die zwölf Busse der Gemeindewerke sind pro Jahr 500 000 Kilometer unterwegs. Damit werden 250 000 Kilogramm CO2 eingespart. Aktuell fahren von den Bussen sechs und demnächst sieben mit Biogas. Von den 54 Pkw, Kleintransportern und Lkw wird die Hälfte damit befüllt. Alle vier Müllfahrzeuge tanken Biogas.

Eines der ersten Lichtmeß-Projekte

Die Tankstelle gibt es 2007. Sie war eines der ersten Projekte, die Lichtmeß in Garmisch-Partenkirchen anschob, nachdem er von den Stadtwerken Dachau gekommen war. Besitzer privater Gefährte können rund um die Uhr tanken. Für alle Fahrzeugarten sind genormte Befüllstutzen vorhanden. Der Kunde bezahlt mit EC-Karte.

Vier Liter pro 100 Kilometer

Der Vergleich spricht für Biogas: Für 100 Kilometer Fahrstrecke benötigt man davon vier Liter, aber immerhin 4,8 Liter Diesel und sogar 5,7 Liter Super.

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