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Aus der Ost-West-Richtung: So soll das Hotel Obermühle aussehen.

Alles neu in sechs Monaten

Hotel Obermühle investiert 17 Millionen Euro

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Aller guten Dinge sind vier. Das Hotel Obermühle wird umfassend saniert und teilweise neu gebaut. Im September soll es wieder in Betrieb gehen. 

Garmisch-Partenkirchen – Die letzten Gäste hatten am Sonntag im Hotel Obermühle ihre Koffer gepackt und die Heimreise angetreten. Am Montagmorgen rückten im fliegenden Wechsel die Bagger und Arbeiter der Baufirma an, am Montagabend waren schon viele Steine nicht auf dem anderen. Es sind entscheidungsträchtige Wochen für das Vier-Sterne-Superior-Haus an der Mühlstraße 22 in Garmisch-Partenkirchen. Nach Umbauarbeiten 2013, 2015 und 2017 bekommt das Traditionshaus, das sich seit 1634 in Familienbesitz befindet, zum vierten Mal innerhalb weniger Jahre ein neues Gesicht. Gut 17 Millionen Euro investiert Geschäftsführer und Inhaber Christian Wolf. „Es ist der nächste logische Schritt“, sagt er. Wolf plant Umwälzendes. „Wir reißen das Bestandsgebäude ab“, erklärt er, „und machen vieles neu.“

Spatenstecher: (v.l.) Thomas Strehle, leitender Architekt, Josef Huber, Chef von Thurnerbau, Chef-Architekt Alex Wasle, Dr. Sigrid Meierhofer, Christian Wolf, Architekt Armin Walch, Thorsten Unseld, kaufmännischer Leiter GaPa-Tourismus, und Sebastian Kramer, Geschäftsführer der Zugspitz Region.

Das Hotel Obermühle wird in Zukunft ein anderes sein als das der Vergangenheit. Die Obermühle existiert als Beherbergungsbetrieb schon seit den 1920er Jahren. „Unsere Geschichte war immer von Veränderung geprägt. Wir denken an die nächsten Jahrzehnte und wollen, dass unser guter Ruf Bestand hat. Die Erweiterung und Modernisierung sind daher unumgänglich.“

Weil die Baumaßnahmen viel tiefgreifender sind als die der vergangenen Jahre, hat sich Wolf (35) entschlossen, das Hotel für sechs Monate zu schließen. Ein mutiger Schritt. „Die Arbeiten sind während des laufenden Hotelbetriebs nicht möglich. Das würden die Gäste, die bei uns Ruhe und Erholung suchen, nicht verstehen.“ Wenn alles nach Plan läuft, könne das Hotel Mitte September wieder in Betrieb gehen. „Der Zeitplan ist schon straff.“ Den nennt auch Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) „sportlich“. Sie findet es allerdings „großartig“, was Wolf auf die Beine stellt. „Solche Hotels brauchen wir in Garmisch-Partenkirchen. Die Gäste, die hier absteigen, sind das Klientel, das wir uns wünschen.“ Und sie lobt im selben Atemzug ihre Verwaltung, die die Genehmigungen so schnell wie möglich erteilt hatte. „Das ist ein richtig gutes Konzept“, sagt sie und springt behände auf einen Erdhügel, um mit Wolf und den Vertretern des Architektenbüros Walch & Partner aus Reutte (Österreich) und der Baufirma Thurnerbau GmbH Imst-Längenfeld mit dem Kramer im Hintergrund für das Spatenstichbild zu posieren. Mit Walch & Partner hat Wolf bereits bei den vorangegangen Bauabschnitten zusammengearbeitet.

47 zusätzliche Zimmer und Suiten entstehen. Neue SPA-Suiten mit privater Sauna und Bergblick sowie eine Penthouse-Suite mit zwei Schlafzimmern, großzügiger Dachterrasse und Panoramasauna runden künftig das Angebot der Obermühle ab. Darüber hinaus wird es behindertengerechte und barrierefreie Zimmer geben.

Deren Zahl wird von 93 auf 140 bis 143 aufgestockt. Die Bettenzahl erhöht sich damit von 183 auf 286. Mit der Masse wächst auch die Klasse. Eine Verjüngungskur bekommen das Hallenbad sowie der Wellnessbereich. Die Liegewiese und der Garten mit Lounge erhalten einen direkten Zugang. Als besondere Attraktion für Familien mit Kindern ist ein Strömungskanal geplant. Mehr Ruhebereiche und ein mystischer Saunagarten werden ab Herbst zum Obermühle-Standardangebot gehören. Ein paar Etagen weiter oben wird es exklusiver. „Hier entsteht der Executive SPA, der erst ab 18 Jahren zugänglich sein wird. So gewährleisten wir hier maximale Ruhe und Erholung für jede Klientel“, meint Wolf. Ein Infinity-Pool auf dem Dach mit Blick auf die Zugspitze sowie mehrere Saunen und ein „Eiskanal“ ergänzen das Wellness-Angebot.

Wachsen wird auch die Zahl der Mitarbeiter. Arbeitete Wolf bisher mit 70 Beschäftigten, so sollen es in Zukunft 90 sein. Während der Schließung will er so viele Beschäftigte wie möglich behalten. Einige haben die Obermühle allerdings verlassen. Dabei soll es um Saisonkräfte oder Mitarbeiter, die ohnehin befristete Verträge hatten, handeln. „Ein Kernteam, wie wir es nennen, wird auch während des Umbaus hinter den Kulissen weiter beschäftigt sein, beispielsweise in der Verwaltung, Marketing, Instandhaltung. Ein weiterer Teil der Mitarbeiter feiert zunächst Überstunden und künftigen Urlaub ab und wird im Sommer wieder in der Obermühle tätig sein“, erklärt Carina Zielinski von der Marketing- und PR-Abteilung des Hotels. „Ungefähr ein Drittel des Teams konnten wir für die Übergangszeit bei befreundeten Gastronomen oder Hoteliers unterbringen.“

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