Blick vom Amtsgericht auf die Rathauskreuzung. Mehrere Gemeinderäte finden, dass der Umbau Nachteile für den Ortsteil Partenkirchen gebracht hat.
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Blick vom Amtsgericht auf die Rathauskreuzung. Mehrere Gemeinderäte finden, dass der Umbau Nachteile für den Ortsteil Partenkirchen gebracht hat.

Umbau der Knotenpunkte an B 2 in Garmisch-Partenkirchen

Projekt im Zeitplan, aber in der Kritik

Seit Anfang April laufen die Arbeiten an den innerörtlichen Knotenpunkten der B 2 in Garmisch-Partenkirchen. Im Bau- und Umweltausschuss wurde jetzt allerdings Kritik laut. So beklagten einige Volksvertreter deutliche Nachteile für Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen – 4,1 Millionen Euro steckt der Bund in den Umbau an der B 2 in Garmisch-Partenkirchen. Allein sieben Kreuzungsbereiche werden modernisiert, dazu zwei Einmündungen umgestaltet. Los ging es mit der Rathaus-Kreuzung. „Insgesamt ist das Projekt im Zeitplan“, sagt Nadine Heiß, Abteilungsleiterin im Staatlichen Bauamt Weilheim. Bevor der Winter einsetzt, will die Behörde das Großprojekt abgeschlossen haben.

Im Bau- und Umweltausschuss regte sich jetzt Unmut. Die Bayernpartei (BP) forderte gar einen Rückbau an der Rathauskreuzung. Wenn man von der Schnitzschulstraße auf die B 2 einfahren will, „ist das eine Katastrophe“, schimpfte BP-Fraktionsvorsitzender Andreas Grasegger. „Da muss man betteln, dass einen jemand reinlässt“, sagte er dem Tagblatt. Grasegger plädiert dafür, dort eine so genannte Vorampel zu installieren, damit die Autofahrer schneller auf die B2 einbiegen können. Er wünscht sich zudem für die Rathauskreuzung die Rechtsabbiegespur zurück, wie es sie früher gab.

Auch Hannes Biehler (CSU) äußerte Kritik an der Planung des Staatlichen Bauamts und sprach von einem „Unding“. 1700 Bewohner würden auf die B 2 geleitet. „Das ist traurig vom Staatlichen Bauamt. Das Ende vom Lied: Die Leute fahren Schleichwege.“ Josef Angelbauer (Freie Wähler) zeigte sich enttäuscht. „Ich habe darauf vertraut, dass Sie unsere Einwände beim Staatlichen Bauamt geltend machen“, sagte er in Richtung Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Die Rathauschefin wies darauf hin, dass die ganze Angelegenheit mehrfach in den Gremien besprochen worden und auch darüber abgestimmt worden sei. Sie regte an, erst einmal einen Sommer lang abzuwarten und zu „schauen, wie es läuft“.

Alois Maderspacher (CSU) plädierte dafür, dass man sich mit den Leuten vom Staatlichen Bauamt zusammensetzen solle, um eine Lösung zu finden. „Da vertun wir uns nichts. Wir sind nicht zufrieden mit der Situation.“ Maderspacher sagte, auch jeder Architekt mache mal Fehler.

Am Ende entschied das Gremium einstimmig, das Staatliche Bauamt noch einmal einzuladen, um die Situation zu verbessern. „Das muss uns Partenkirchen wert sein“, betonte Biehler. Von etwaigen Nachteilen für diesen Ortsteil im Zuge der Straßenarbeiten hört Nadine Heiß im Tagblatt-Gespräch zum ersten Mal. „Das ist für mich ganz neu. Die Maßnahmen sind mit dem Markt Garmisch-Partenkirchen häufig abgestimmt worden.“

CSB-Rätin Ursel Kössel bat in der Sitzung noch alle, darauf zu drängen, „dass der Wanktunnel kommt“. Am kommenden Samstag besteht wieder Gelegenheit dazu. Die Initiative 2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen veranstaltet eine Radl-Demo, Beginn 10 Uhr, um den Bau der Röhre, die Partenkirchen entlasten soll, wieder verstärkt in den Blick der Politik zu rücken.

Roland Lory

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