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Unterhalb des Bayernhauses steht dieses Gebäude, das die Behörden beschäftigt.

Fall beschäftigt Verwaltungsrichter 

Schwarzbau am Hausberg: Von der Hütte zum Wochenendhaus

Immer wieder stoßen die Behörden auf Schwarzbauten. Der vorliegende am Hausberg in Garmisch-Partenkirchen mutet besonders dreist an. Aus einer kleinen Hütte erwuchs eine Art Wochenendhaus. Das Verwaltungsgericht befasste sich jetzt damit.

Garmisch-Partenkirchen – Da haben die Forstbeamten nicht schlecht gestaunt. Bei einem Drohnenflug entdeckten sie 2016, dass aus einer ehemals kleinen Hütte unterhalb des Bayernhauses am Hausberg im Laufe der vergangenen eineinhalb Jahre ein größeres Gebäude entstanden war. 

Das Grundstück liegt im besonders geschützten Wettersteingebiet und im Außenbereich. Die Forstleute teilten der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen ihren Fund mit. Diese sah sich, da es sich augenscheinlich um ein neu errichtetes Gebäude handelte, für das keine Baugenehmigung vorlag, zum Handeln veranlasst. Der Markt ordnete an, die Unterkunft zu beseitigen – verbunden mit einer Zwangsgeldandrohung von 15 000 Euro.

Dagegen ging die Eigentümerin vor. Ihr Rechtsbeistand erklärte, die Klägerin sei davon ausgegangen, dass das Bestandsgebäude seinerzeit rechtmäßig errichtet worden war. Sie will angeblich nicht gewusst haben, dass eine Genehmigung fehlte. An der Stelle der Hütte steht laut Klägerseite seit über 150 Jahren ein Gebäude. Wesentliche Veränderungen will die Eigentümerin nicht vorgenommen haben. Bei den Arbeiten handle es sich nicht um einen Neubau, sondern um Instandsetzungsarbeiten, die keiner gesonderten Genehmigung bedurft hätten.

Die Sache wurde jetzt am Verwaltungsgericht München verhandelt. Ergebnis: Die Klage wurde abgewiesen. Die Bauarbeiten kämen der Neuerrichtung eines Wochenendhauses gleich, urteilte das Gericht. Die Baumaßnahmen seien „derart umfangreich, dass nicht mehr von Instandsetzungsmaßnahmen gesprochen werden kann. Wesentliche Bauteile wie Wände und Dach, möglicherweise auch das Fundament, sind ausgetauscht und die Dimensionen der Hütte vergrößert worden“, heißt es. Zudem, begründete der Richter, sprächen zusätzlich eingebaute Fenster, die umfangreiche Erschließung durch die Herstellung eines Anschlusses an das Strom-, Wasser- und Abwassernetz für den Bau eines Wochenendhauses und nicht für die Sanierung eines Heustadels. „Ein etwaiger Bestandsschutz für den seit 150 Jahren auf dem Grundstück stehenden Heustadel ist mit der Neuerrichtung jedenfalls erloschen“, teilte der stellvertretende Gerichtssprecher Florian Schlämmer mit. Die alte Hütte hatte die Maße 6 mal 6 Meter, die neue 5,2 mal 9,3 Meter.

Die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen wollte sich nicht zu dem Urteil äußern, bevor es nicht rechtskräftig ist. Von der Klägerin war ebenfalls keine Stellungnahme erhältlich.

Roland Lory

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Auch in Bad Wiessee gibt es Ärger wegen eines Schwarzbaus in der Münchner Straße. Der Eigentümer versuchte noch einmal, den Abriss zu umgehen - ohne Erfolg.

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