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Bald fahren sie wieder, die Kabinen der Seilbahn Zugspitze.

BZB rechnet mit Einschränkungen - „die hinnehmbar sind“

Bergbahnen können bald wieder fahren - das Hygienekonzept dürfen sie schon früher testen

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Großes Aufatmen bei den Betreibern. Die Bergbahnen sollen ab dem 30. Mai wieder fahren dürfen. So hat es das bayerische Kabinett beschlossen.

Garmisch-Partenkirchen – Was das bayerische Kabinett am Dienstag für die Bergbahnen beschlossen hat, Florian Streibl hatte davon schon am Montag eine Ahnung, dass es passieren würde. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Landtag, der bei der Vorbesprechung gestern Vormittag mit am Tisch saß, erfuhr aus erster Hand, dass die Bergbahnen ab dem 30. Mai wieder fahren dürfen. „Das ist wichtig, weil zu diesem Zeitpunkt der Tourismus startet“, sagt der Oberammergauer.

Die frohe Botschaft für die Bayerische Zugspitzbahn mit ihren sieben Anlagen und die Eckbauerbahn in Garmisch-Partenkirchen löste bei Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) Jubel aus. „Ich freue mich wie eine Schneekönigin“, sagt sie. „Es geht bergauf.“ Koch hatte sich in der vergangenen Woche mit einem Schreiben, das sie „einen Hilferuf“ nannte, an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Staatskanzleichef Florian Herrmann gewandt und darin auf die prekäre wirtschaftliche Situation von BZB und Eckbauerbahn hingewiesen. Sie will ihren Anteil an der Öffnung nicht zu hoch hängen und gibt sich bescheiden. „Das war eine konzertierte Aktion aus Politik und Bergbahnen. Ich habe nur eine Kleinigkeit dazu beigetragen.“

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„Alles ist besser als Stillstand“

Die Wichtigkeit der Bergbahnen für den Tourismus in der Alpenregion betont der Oberammergauer Streibl. Neben den Lockerungen in Bezug auf Freizeitaktivitäten sei es auch wichtig, dass Freizeitanlagen wie Seilbahnen wieder öffnen. „Gerade der Alpenraum wird auch durch Tagesausflügler als Naherholungsgebiet stark genutzt. Insofern ist es richtig und wichtig, die touristische Infrastruktur für Besucher zu öffnen.“

Bis zur Wiedereröffnung am 30. Mai bekommen die Betreiber eine Vorlaufzeit. In dieser Zeit können sie Streibl zufolge in einem Probebetrieb ihre Pläne und Hygienemaßnahmen testen. In den vergangenen Wochen hatte die Bayerische Zugspitzbahn ein Hygienekonzept für den Betrieb ihrer Bergbahnen in Corona-Zeiten erstellt, das mit Aufnahme des Bergbahn- und Gastronomiebetriebs in Kraft treten soll. Die Details bleiben weiterhin abhängig von den Auflagen und Vorgaben der Behörden, die laut Aussage des Bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kommende Woche festgezurrt werden sollen. „Von einer Limitierung der Beförderungskapazitäten, der Einhaltung von Mindestabständen sowie dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist Stand heute auch bei Bergbahnen auszugehen“, meint BZB-Sprecherin Verena Lothes in einer Pressemitteilung. Einschränkungen, die hinnehmbar sind. „Alles ist besser als Stillstand“, erklärt Lothes auf Tagblatt-Anfrage.

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Streibl: Besucherströme müssen besser geleitet werden

Wäre es nicht zu den Öffnungen der Bergbahnen gekommen, Streibl hätte zu Beginn der Pfingstferien ein Chaos in den Bergen befürchtet. Bilder, wie die vom vergangenen Sonntag, als sich Fahrzeuge parkend aneinanderreihten, Autos auf den Grün- und Seitenstreifen der Straßen, in Wiesen und Forstwegen standen, „darf es nicht mehr geben“. Die Besucherströme in der Zugspitzregion und den umliegenden Tälern, im Wandergebiet Brauneck, der Jachenau bis hin zur Staatsgrenze, aber auch im Naherholungsgebiet rund um Tegernsee und Schliersee müssen Streibl zufolge besser geleitet werden. „Ohne Berg- und Seilbahnen strömen die Touristen und Ausflügler auf die Berge, so dass man Autobahnen hinauf benötigen würde. Die Öffnung der Beförderungsanlagen soll die Forst- und Wanderwege entlasten.“

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