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In Gedanken und mit dem Herzen beim König: Amaar Balushi (3. v. l.) und seine Familie und Freunde besuchen in diesen Tagen häufig das Anwesen des erkrankten Sultan Qabus ibn Said in Garmisch-Partenkirchen.

Anwesen in Garmisch-Partenkirchen

Sultan krank: Landsleute eilen aus Oman herbei

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Garmisch-Partenkirchen - Scheich Amaar Belushi ist mit Familie und Freunden aus dem Oman nach Garmisch-Partenkirchen gereist: Er will dem kranken Sultan Qabus Respekt erweisen.

Der 18. November ist ein sehr bedeutender Tag im Sultanat Oman. Es ist der Nationalfeiertag. Und es ist der Geburtstag von Qabus ibn Said. Doch zu den 44. Feierlichkeiten in seinem Land am Arabischen Meer hat der König nicht reisen können: Er ist offenkundig schwer krank.

Der Sultan, der in Garmisch-Partenkirchen ein stattliches Anwesen besitzt und oft hier residieren soll, kann wohl nicht reisen. Amaar Balushi ist einer von vielen Landsleuten, die sich große Sorgen machen um Qabus. Deswegen eilte er mit Familienangehörigen und Freunden aus dem Oman und aus Großbritannien in das Werdenfelser Land: „Um dem König den Respekt zu erweisen“, betont er.

Der Sultan hatte vor wenigen Wochen eine Videobotschaft an seine Landsleute gerichtet. „Er sagt, er müsse seine ärztlichen Behandlungen zu Ende bringen, ehe er in seine Heimat zurückkehren könne“, sagt Marcus Schoft, Mitarbeiter des Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Murnauer Tagblatt. Schoft wurde in Garmisch-Partenkirchen geboren und ist dort aufgewachsen; seit seinem Orientalistik-Studium und Reisen in den Orient verfolgt er vielfach die Nachrichten um den Sultan. Schoft zufolge habe sich der König entschuldigt, dass er an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen könne.

Weißer Lamborgini mit Bild des Königs

Als Amaar Balushi die Botschaft hörte, machte er sich mit treuen Begleitern auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen. Im Gepäck: sein weißer Lamborghini, etwa 800 PS stark, nach seinen Wünschen umgebaut und vor allem mit einem großen Bild des Königs dekoriert.

Immer wieder fährt die Gruppe vor das schwer bewachte Haus von Sultan Qabus, um ihre große Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen. „Wir hoffen, der König kommt bald zurück. Wir wünschen, Gott schenke ihm ein langes Leben und gute Gesundheit“, sagt der Scheich.

Die Treue der Familie und der Freunde zu ihrem König, der sich am 23. Juli 1970 durch einen Staatsstreich gegen den eigenen Vater den Thron sicherte und den Oman zu einem modernen und reichen Industriestaat entwickelte, ist groß. Sie reisten beispielsweise auch zum Thronjubiläum von Königin Elisabeth II. nach England – weil das Vereinigte Königreich wie der Oman von einem Monarchen regiert wird. Das verbindet.

In diesen Tagen aber ist die Gruppe Deutschland und den Menschen höchst dankbar: für die Gastfreundschaft und für die Behandlung des Sultans.

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