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Als Laudator von Dr. Sigrid Meierhofer findet Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer herzliche Worte. 

Letzte warme Worte

Dr. Sigrid Meierhofer zur Altbürgermeisterin ernannt

  • Peter Reinbold
    vonPeter Reinbold
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In seiner letzten Sitzung hat der alten Wahlperiode hat der Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat die scheidende Rathaus-Chefin Dr. Sigrid Meierhofer  (SPD) zur Altbürgermeisterin ernannt. Zudem wurde sie mit  der Goldenen Ehrennadel dekoriert.

Garmisch-Partenkirchen – Der Abschied – emotional. Für 16 Kommunalpolitiker, die in der kommenden Wahlperiode nicht mehr dem Gemeinderäte angehören, war die Sitzung am Mittwoch die letzte. Auch für Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. Sie verließ hochdekoriert den Olympiasaal, in den die Kommunalpolitiker wegen der Corona-Pandemie umgezogen waren. Meierhofer bekam neben der Goldenen Ehrennadel auch den Titel Altbürgermeisterin verliehen. Für die scheidende Rathauschefin, die in der Stichwahl Elisabeth Koch (CSU) unterlegen war, gab’s jede Menge warmer Worte – auch von ihrer Nachfolgerin. Koch lud Meierhofer ein, sie ab und an im Rathaus zu besuchen, und sie lobte die guten Gespräche, die man in den vergangenen sechs Jahren geführt habe.

Eine launige Rede hatte Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) vorbereitet, der in der zurückliegenden sechs Jahren eng mit Meierhofer zusammengearbeitet hatte. Die hatte eine Vorahnung und bat Bauer, „eine kurze Ansprache und keine Grabrede zu halten“. Bauer tat ihr den Gefallen. Er denke gerne an die vielen gemeinsamen Morgenbesprechungen und die gute Zusammenarbeit zurück. Er erinnerte auch an das erste Telefonat 2002 mit der damals neuen Gemeinderätin Meierhofer. Als Bauer, als Zweiter Bürgermeister ebenfalls frisch im Amt, zum Thema Kindergartenplätze nicht so reagierte wie erhofft, drohte sie ihm mit Dienstaufsichtsbeschwerde. „Da habe ich mir gedacht, mit der kann’s ja wax werden“, erzählte Bauer. Am Ende des Gesprächs habe man sich wieder vertragen und schätzengelernt.

Bauer strich auch Meierhofers Erfolge heraus. Ungewöhnlich für einen CSU-Mann. Als ihre größte Leistung nannte er die Konsolidierung des maroden Haushalts, die Umsetzung zahlreicher sozialer Projekte. Viel Positives. Vielleicht war’s doch eine Grabrede, denn über Verblichene, oder ausscheidende Bürgermeister sagt man nichts Schlechtes. 

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