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Am Boden und per Hubschrauber suchte die Bergwacht nach einem abgestürzten Gleitschirmflieger. 

Dank GPS-Signal gefunden

Drei Gleitschirmflieger abgestürzt

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Bruchlandung hingelegt: Drei Gleitschirmflieger haben gerettet werden müssen. Einer davon zog sich Verletzungen zu. 

Garmisch-Partenkirchen – Mit dem Schrecken davongekommen sind zwei englische Gleitschirmflieger – 53 und 55 Jahre alt –, die im Kreuzeckgebiet abgestürzt sind. Weniger Glück im Unglück hatte ein dritter Mann (60), der zur Gruppe gehörte und der ebenfalls von der britischen Insel stammt. Er zog sich bei seiner Notlandung Verletzungen zu, wurde von der Bergwacht per Helikopter ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht und musste dort stationär aufgenommen werden. Über Grad und Art der Blessuren konnte Bergwacht-Sprecher Tim Bukenberger keine Auskunft geben.

Die Leitstelle informierte am Montag gegen 16.25 Uhr die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, dass zwei Gleitschirmflieger im Kreuzeckgebiet in den Bäumen hängen würden. Die Einsatzleitung der Bergretter setzte einen Mann der Skiwacht, der am Kreuzeck Dienst tat, in Marsch. „Er sollte die Lage checken und fand beide Männer schon wohlbehalten am Boden“, sagt Bukenberger. Der dritte Engländer, der ebenfalls notlanden musste, befand sich nicht in der Nähe, aber über Funk bestand Kontakt. Ihn vermutete man im Bodenlainetal. Die Bergwacht entschloss sich, einen Hubschrauber für die Suche zu ordern. Nachdem sich der Polizei-Helikopter für diese Art Einsatz nicht eignete, musste beim ADAC Christoph Murnau bestellt werden. Der nahm einen Bergwachtmann auf und überflog mehrmals das Gebiet. Zuerst vergeblich. Erst als der Bergretter abgesetzt wurde und zu Fuß das Gelände absuchte, stieß er auf den Verletzten, der sich mit Schreien und Pfeifen bemerkbar machte. Mit der Winde wurde der Engländer in den Hubschrauber gehievt und ins Tal gebracht.

Insgesamt waren an dem Einsatz, der bis 19.30 Uhr dauerte sieben Bergretter beteiligt, zwei davon aus Grainau, einer aus Bad Kohlgrub, die anderen aus Garmisch-Partenkirchen. Bei der Suche als hilfreich erwies sich der so genannte Smart Lokater, den der Mann mitführte. Er funktioniert über ein Smartphone, das – falls Internetverbindung besteht – ein GPS-Signal aussendet, mit dem der Verunglückte lokalisiert werden kann. 

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