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Spielen „Der König von Deutschland“ vor dem Hotel, in dem Rama X. residiert: Frank Hildebrandt und Dirk Schmidt.

Journalisten von Polizei kontrolliert

Erneut Protest gegen Thai-König: Musiker interpretieren Rio-Reiser-Hit in spezieller Version

Das Hotel, in dem der Thai-König residiert, wurde wieder zum Schauplatz einer Aktion von Aktivisten: Die Organisation PixelHelper schickte Musiker nach Garmisch-Partenkirchen. Laut Polizei wurde eine Licht-Installation diesmal unterbunden.

Garmisch-Partenkirchen – Der Protest gegen den Thai-König geht weiter. Zum zweiten Mal binnen eines Monats hat die „PixelHelper Foundation“ am Montagabend in Garmisch-Partenkirchen eine Aktion gegen Maha Vajiralongkorn gestartet. Die weltweite Organisation für Menschenrechte, der Aktivisten und Künstler angehören, bot nach eigenen Angaben auf ihrer Facebook-Seite eine Rockband außerhalb des Hotels auf, in dem der thailändische Monarch residiert. Die Musiker interpretierten das Stück „One night in Bangkok“ sowie den Rio-Reiser-Hit „König von Deutschland“ in einer auf Rama X. zugeschnittenen Version.

Die Polizei Garmisch-Partenkirchen bestätigt die Aktion, die sich gegen 22.15 Uhr ereignete. Zumindest, dass „jemand auf dem Keyboard ein paar Töne gespielt hat. Wir wissen nicht, ob es einen größeren Auftritt gab“, sagt Markus Stückl. Vielleicht vor dem Eintreffen der Beamten. Drei Streifen der Inspektion rückten zum Hotel aus, um nach dem Rechten zu sehen. „Es waren wieder ein paar Journalisten vor Ort, die kontrolliert wurden“, betont der Polizeihauptmeister. Darüber hinaus mussten die Beamten einschreiten, als sich abzeichnete, dass es erneut zu einer Licht-Installation kommen würde. „Es sollte wieder etwas projiziert werden“, sagt Stückl. Das haben die Beamten im Streifen-Dienst aber unterbunden.

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Erste Aktion mit Licht-Installationen

Bereits am 7. Mai hatte die Organisation Aufmerksamkeit erregt. Der Lichtkünstler Dirk-Martin Heinzelmann strahlte damals das Hotel und das Rathaus mit kritischen Botschaften an. Die Aktivisten fordern auf ihrer Facebook-Seite den Rücktritt des Monarchen und ruft den Internationalen Strafgerichtshof auf, „sich um Rama X. zu kümmern“ – wegen dessen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. In Interviews wirft Heinzelmann dem König unter anderem Folter von Landsleuten vor und rügt dessen Aufenthalt während Corona-Zeiten in Deutschland.

Ein juristisches Nachspiel haben die Licht-Installationen nicht. Laut Polizei liegen keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten vor.

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