Hubschrauber konnte nicht fliegen

Nach Föhnsturm: Dramatische Folgen - Bäume versperren Bergwacht den Rettungsweg 

  • Josef Hornsteiner
    vonJosef Hornsteiner
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Ein Föhnsturm hat am Freitag im Landkreis gewütet und unzählige Bäume zu Fall gebracht. Sie blockierten einen Rettungsweg für die Bergretter der Garmisch-Partenkirchner Bereitschaft.

  • Ein Föhnsturm hat in Garmisch Partenkirchen für massive Schäden gesorgt
  • Unzählige Bäume konnten dem Sturm nicht standhalten
  • Umgestürzte Bäume versperrten jetzt den Rettungsweg für Sanitäter

Garmisch-Partenkirchen – Ein Mann hat im Garmisch-Partenkirchner Wankhaus vermutlich einen Bandscheibenvorfall erlitten. Doch den Patienten ins Tal zu bringen, gestaltete sich am Freitag alles andere als leicht: DerFöhnsturm, der im Landkreis wütete, brachte zahlreiche Bäume zu Fall, die den Rettungsweg hinab ins Tal abschnitten.
Garmisch-Partenkirchen: Föhnsturm mit dramatischen Folgen - Rettungsweg versperrt

Gegen 3 Uhr in der Nacht auf Freitag wurde die Bereitschaft der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen alarmiert. Der Einsatzort in 1780 Metern Höhe stellt für die erfahrenen Bergretter normalerweise keinerlei Probleme dar. Diesmal war es anders. Aufgrund des Föhnsturms konnte der Hubschrauber nicht fliegen.

Auch die Wankbahn stand still. Um fünf Uhr morgens machten sich somit sieben Retter, darunter ein Notarzt, mit einem Geländewagen sowie einem ATV-Quad auf den Weg. Ab dem Rosswank ging es nur noch zu Fuß weiter. Erst zwei Stunden später erreichten die Einsatzkräfte den Erkrankten amWankhaus.

Garmisch Partenkirchen: Umgestürzte Bäume blockieren Rettungsweg vom Esterberg hinab ins Tal

Sie gaben dem Mann Schmerzmittel, packten ihn in einen Akja, einen Transportschlitten. Mit Skiern gelangten die Retter zurück zum Quad. Der Sturm hatte allerdings seinen Höhepunkt erreicht. Zahlreiche umgestürzte Bäume blockierten den Rettungsweg über die Forststraße vom Esterberg hinab ins Tal. Mit Hilfe der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Partenkirchen räumten die Einsatzkräfte den Weg frei. Um 9 Uhr konnte der Patient letztlich zur weiteren Behandlung an das Klinikum Garmisch-Partenkirchen übergeben werden. „Es war eine sehr gute Zusammenarbeit“, lobt Bergretter Andreas Lödermann in einer Presseaussendung. 

Rubriklistenbild: © Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

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