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Der Glockenstreit wird aufgespießt.
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Viele Teilnehmer, viele Zuschauer

Glocken-Streit und „Radl-Strich“: Garmischer Fosenachts-Umzug sorgt für einige Lacher

Garmisch-Partenkirchen ist dankbar für Themen, die im Fasching aufs Korn genommen werden können. Das beste Beispiel lieferte der Umzug in der Fußgängerzone.

Garmisch-Partenkirchen – „Noch fünf Minuten“, gab „Schutzmann“ Marco Wanke von seinem altertümlichen Lastenfahrrad das Kommando aus. Er hatte auch beim Garmischer Fosenachts-Umzug den Hut wieder auf, viele Helfer standen ihm zur Seite. Und dann setzte sich der Zug am Sonntag um 13 Uhr in Bewegung, angeführt von der Musikkapelle Garmisch, originell unterwassermäßig gekleidet. Gleich dahinter die Garmischer Maschkera-Jugend und der Maschkera-Stammtisch. Sie sorgten dafür, dass mit Hexen, Schellenrührern, Untersberger Mandln oder Bärenführern, mit Fleckerlgwand und Holzlarven die Tradition nicht zu kurz kam.

Vom Start am Josefsplatz ging’s über Zugspitzstraße, Marienplatz und durch die Fußgängerzone zum Richard-Strauss-Platz. Eilig hatte es an diesem Faschingssonntag niemand. Alles war eine große Gaudi, die Stimmung prächtig, und die Straße gehörte den Maschkerern sowie den Narren am Straßenrand, die gerne zwei Euro fürs Zuschauen zahlten und dafür wie wild fotografierten. Für das bunte, fröhliche Treiben verjagte die Sonne sogar die Regenwolken und ließ sich ab und an blicken. „13 Wagen, 20 Fußgruppen und viele Freiwillige aus Garmisch, Grainau, Farchant und Oberau sowie ihre Musikkapellen sind dabei“, informierte Wanke. „Alt zwing ma’s nei, jung rutschts raus“ versprach das Plakat am Festwagen mit der Grainauer „Altweibermühle“, die jede Menge Sägemehl spuckte. Gnade denjenigen, die die starken Müllerburschen am Straßenrand zu fassen bekamen und kopfüber, freiwillig oder nicht, in den Schacht der „Weibermühle“ stopften.

Sogar zwei „Preußen“ marschieren mit

Die wackeren Fahrer vom „Radl-Strich Gap“ zogen laut scheppernd ein Walzenfass hinter sich her und versprachen: „Wir stopfen jedes Loch“. „Massage open End“ boten die „Asiaten“ an, und auch die Gallier hatten es sich eben so wenig wie eine wilde Zirkusgesellschaft, eine Gruppe Häftlinge (hinter Gittern) oder Gäste aus dem Orient nehmen lassen, beim Umzug dabei zu sein. Die Ramba-Samba-Gruppe und ein Stamperl Likör, den der Burgrainer „Bunte Haufen“ des Weltcafés spendierte, heizten die Stimmung noch an.

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Den Kindern gefiel vor allem, dass sie jede Menge Süßigkeiten sammeln konnten. „Ich habe schon ganz viel“, tat die fünfjährige Luna kund und zeigte auf den mitgebrachten Beutel, den ihr Papa tragen durfte. Aufs Korn genommen wurde natürlich die aktuelle Farce um das Läuten der Garmischer Kirchenglocken. Zwei „Preußen“ marschierten laut schimpfend mit dem Transparent „Glocken, Hahn und Kuh stören meine Ruh“ daher. Ununterbrochen läutete hinter ihnen die Glocke auf dem Festwagen mit der Alten Kirche. Und wer nicht aufpasste, wurde vom Turm gehörig mit ‚Weihwasser’ besprengt.

Margot Schäfer

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