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Stück für Stück wird die Buche an der St.-Martin-Straße gefällt. 

Es herrschte Handlungsbedarf

Gemeinde lässt Buchen fällen - Anwohnerin beklagt sich: „Eine Schande“

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Die Bäume sind weg. Zum Ärger einer Anwohnerin. Doch sie mussten weg. So ergab es ein Gutachten.

Garmisch-Partenkirchen – Sofort knipste sie ein paar Fotos. Dokumentierte die Aktion, die sie auf die Palme bringt. „Das ist traurig“, sagt die Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Ein Frevel.“ An der St.-Martin-Straße in Garmisch-Partenkirchen sind auf Höhe der Hausnummer 42 zwei mächtige Buchen gefällt worden. Zum absoluten Unverständnis der Frau.

Sie weiß, dass man das Vorgehen nicht mehr rückgängig machen kann. Trotzdem bleibt sie dabei: „Das ist unerhört, dass so etwas möglich ist“, schimpft die Einheimische. Zumal es so alte Buchen nicht so oft gebe. „Eine Schande“, schiebt sie noch nach. 80 bis 120 Jahre alt sind die Buchen, teilt Ute Leitner mit. Die Rathaussprecherin kennt die Gründe, warum die Bäume weichen mussten: Sie weisen erhebliche Mängel auf.

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Vom Brandkrustenpilz befallen

Zu diesem Ergebnis ist nicht die Marktgemeinde gekommen, sondern so lautet das Resultat eines Gutachtens. Bei einem der drei untersuchten Buchen bestand sogar dringender Handlungsbedarf, betont Leitner. Das Exemplar war vom Brandkrustenpilz befallen, Fäule sichtbar und die Rinde starb ab. Der Stamm – stabil, aber wohl nur noch wegen einer alte Kronensicherung aus Stahl. Der Gutachter riet unbedingt zur Fällung. Die Gemeinde musste reagieren, um die Verkehrssicherheit des öffentlichen Gehwegs und der Straße zu gewährleisten.

Ein ähnliches Bild ergab sich bei einem weiteren Baum. Die Diagnose: ebenfalls Brandkrustenpilz. Ob einer der beiden Stämme Wind und Schnee in Zukunft nicht einmal nachgegeben hätte, wäre nicht auszuschließen gewesen, berichtet Leitner. Der Gutachter gab auch in diesem Fall die Empfehlung, die Buche zu entfernen. Nummer drei dagegen ist angeschlagen, muss nochmals kontrolliert werden, aber kann vorerst stehen bleiben. Zumindest solange es die Gesundheit zulässt.

Ersatzbepflanzung kommt

Eine Befürchtung kann die Rathaussprecherin der verärgerten Anwohnerin nehmen. Diese geht stark davon aus, dass es keine Ersatzbepflanzung geben wird. Das entkräftet Leitner: Da für das anliegende Grundstück Neubau-Pläne existieren, müsse eine solche im Rahmen eines ohnehin einzureichenden Freiflächengestaltungsplans erfolgen.   

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