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Der Rohbau des „Obermühle“-Erweiterungstrakts steht.

Punktlandung bei Zeitplan und Kosten

Hotel Obermühle im Vorwärtsgang: Inhaber verfolgt ehrgeiziges Ziel

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Jede Menge fleißiger Hände haben innerhalb von nur fünf Monaten den Erweiterungsbau des Hotels Obermühle hochgezogen. Gleichzeitig wird das Bestandsgebäude saniert. Inhaber Christian Wolf investiert mehr als 17 Millionen Euro. 

Garmisch-Partenkirchen – Wie ein kleines Kind freute sich Jutta Griess. Nach einer Jubelpose fand die Bezirksvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands und selbst Hotelier (Rheinischer Hof) Worte, die Christian Wolf (35) gefallen dürften. „Für unsere Branche ist das hervorragend, was hier passiert.“ Griess war nicht die einzige, die Bauklötze staunte, was mit dem Hotel Obermühle innerhalb kurzer Zeit geschehen ist. Landtagsabgeordneter Harald Kühn (CSU) nannte es „einen Glücksfall für Garmisch-Partenkirchen“. Ähnlich äußerten sich Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Sie zeigte sich besonders stolz, dass in ihrer Amtszeit vier Tophotels neu gebaut oder umfassend saniert und erweitert wurden, und dass sie deshalb eine Wette gegen einen CSU-Kollegen aus dem Oberen Isartal gewonnen hat.

Stolzer Bauherr: Christian Wolf (l.) im Gespräch mit Projektleiter Justin Tauscher.

Niemand konnte allerdings mit der Hochstimmung mithalten, die Wolf verströmte. Der Geschäftsführer und Inhaber des 4-Sterne-Superior-Hauses an der Mühlstraße 22 feierte fünf Monate nachdem der letzte Gast ausgezogen war, am späten Donnerstagnachmittag Hebauf für den Anbau, der das Hotel auf ein neues Level hebt. Er wirkte bei der Führung durch den Trakt, der schon jetzt seine Klasse erahnen lässt, aufgeräumt und zufrieden. Nachdem der Rohbau steht und der Innenausbau auf vollen Touren läuft, hat man bereits begonnen, „die Container-Stadt“, wie sie Wolf bezeichnet, abzubauen. Auch der Kran soll noch in dieser Woche verschwinden und nicht mehr zum Bild des Ortsteils Garmisch gehören.

„Eiskanal“ ergänzt das Wellness-Angebot

Die ersten Gäste, so sieht es Wolfs Kalkulation vor, sollen im Oktober in den umfassend sanierten Altbau einziehen, ab Dezember ist der Neubau bezugsfertig. „Wir liegen genau im Zeitplan“, sagt der Geschäftsführer. Auch bei den Kosten deutet sich eine Punktlandung an. 17 Millionen Euro hatte Wolf vor zu investieren. „Derzeit liegen wir wohl bei 17,5 Millionen Euro“, sagt er.

47 zusätzliche Zimmer und Suiten, darunter solche in der obersten Etage mit großzügiger Dachterrasse, Bergblick und Panoramasauna runden künftig das Angebot der Obermühle ab. Die Zahl der Zimmer liegt damit bei 140 bis 143, die der Betten erhöht sich auf 286. Mit der Masse wächst auch die Klasse. Eine Verjüngungskur bekommen das Hallenbad sowie der Wellnessbereich. Die Liegewiese und der Garten mit Lounge erhalten einen direkten Zugang. Mehr Ruhebereiche und ein mystischer Saunagarten werden ab Herbst zum Obermühle-Standardangebot gehören. Ein paar Etagen weiter oben wird es exklusiver. „Hier entsteht der Executive SPA, der erst ab 18 Jahren zugänglich sein wird. So gewährleisten wir hier maximale Ruhe und Erholung für jede Klientel“, meint Wolf. Ein Infinity-Pool auf dem Dach mit Blick auf die Zugspitze sowie mehrere Saunen und ein „Eiskanal“ ergänzen das Wellness-Angebot.

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Besonders lobt Wolf das Architektenbüro Walch&Partner aus Reutte (Österreich) und die Baufirma Thurnerbau GmbH aus Imst-Längenfeld. „Sie haben hervorragende Arbeit geleistet. Ich weiß, was ich an ihnen habe.“ Walch&Partner hatte Wolf schon bei den vorangegangen Bauabschnitten an der Seite. Bereits 2013, 2015 und 2017 vertraute er bei Umbaumaßnahmen auf die Österreicher. Die zahlreichen Arbeiter um Projektleiter Justin Tauscher haben bislang 8000 Tonnen Stahl und 5500 Kubikmeter Beton verbaut, um eine Nutzfläche von 6500 Quadratmetern und ein Volumen von 25 000 Kubikmetern zu schaffen. „Wir haben Erfahrung mit Hotelbauten“, sagt Tauscher, „deshalb ist es uns auch gelungen, den Zeitrahmen einzuhalten.“

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